Zunächst die Verbindung der beiden Pluspole mit dem roten Kabel herstellen
Anschließend mit dem schwarzen Kabel den Minuspol des Spenderfahrzeuges mit einem "Massepunkt", vorzugsweise einem Metallteil am Motorblock des Pannenfahrzeugs verbinden. Würde man mit dem Minuspol der leeren Batterie verbinden, ist nicht auszuschließen, dass sich beim An- oder Abklemmen durch Funkenbildung Knallgase entzünden, welche im Extremfall die Batterie zerstören und die Helfer durch austretende Batteriesäure gefährden können.
Motor des Hilfsfahrzeuges anlassen und Startversuch des Pannenfahrzeugs
Es rührt sich nichts? Dann nochmals alle Polzangen auf festen Sitz prüfen.
Der Anlasser dreht zwar durch, der Motor springt aber nicht an? Dann liegen neben einer schwachen Batterie offensichtlich zusätzliche (kälte-/nässeempfindliche?) Schwachpunkte vor. Weitere Startversuche sind dann sinnlos bzw. bei Benzinern sogar zu unterlassen, da unverbrannter Kraftstoff den Kat schädigen kann.
Der Motor läuft!
Jetzt drei wichtige Punkte beachten:
Im soeben gestarteten Fahrzeug einen starken elektrischen Verbraucher einschalten (Gebläse oder Heckscheibenheizung), denn beim Lösen der Polzangen könnten im Bordnetz Spannungsspitzen auftreten. Diese höheren Spannungen stellen u. U. ein Risiko für elektronische Bauteile im Auto dar
Anschließend erst schwarzes Minuskabel lösen, dann rotes Pluskabel abnehmen
Den zusätzlich betriebenen elektrischen Verbraucher wieder ausschalten
Alles in Ordnung? Oder muss ich noch auf etwas achten?
Um nicht beim nächsten Startversuch vor der gleichen Situation zu stehen, wird sich ein Anschluss der Batterie an ein Ladegerät nicht vermeiden lassen. Einige Kilometer im Stadtverkehr reichen nicht aus, um alleine über die Lichtmaschine einen vernünftigen Ladezustand zu erzielen, hierzu wären schon längere Überlandfahrten nötig. Häufigste Ursachen für den Ausfall einer Batterie sind nach Erfahrungen des ADAC entweder ein zu hohes Alter (nach etwa fünf Jahren wird es kritisch) oder Vorschäden durch eine so genannte "Tiefentladung". Um an einem folgenden kalten Wintermorgen nicht wieder vor dem streikenden Auto zu stehen, sollte man sie in einem Fachbetrieb prüfen und gegebenenfalls erneuern lassen.