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Unsere Crew


In einem ADAC Rettungshubschrauber kommt ausschließlich hochqualifiziertes, trainiertes und fachbezogen fortgebildetes Personal zum Einsatz.


Die Crew besteht in der Regel aus Pilot, Notarzt und Rettungsassistent. Bei Hubschraubern, die mit einer Rettungswinde ausgestattet sind, ist zusätzlich ein Bordtechniker/Co-Pilot an Bord.


Die Piloten und Bordtechniker sind Angestellte der ADAC Luftrettung. Die Notärzte und Rettungsassistenten/HCM werden im Rahmen von vertraglichen Regelungen vom jeweils angebundenen Krankenhaus bzw. Hilfsorganisationen oder Feuerwehren gestellt.


Alle Crewmitglieder weisen ein - den Anforderungen im Luftrettungsdienst entsprechend – sehr hohes Qualifikationsniveau auf.


Rettungshubschrauberpilot

Die Anforderungen an einen Rettungshubschrauberpiloten gehören zu den höchsten in der Luftfahrt. Viele unserer Piloten wurden bei der Bundeswehr oder der Polizei für den anspruchsvollen Einsatz ausgebildet und haben ihr fliegerisches Können dort schon unter Beweis gestellt.  Es kommen nur Hubschrauberführer/-innen zum Einsatz, welche ihre Tauglichkeit nach den Vorgaben der Verordnung (EU) 1178/2011 nachgewiesen haben.  Mehr als 140 festangestellte Piloten und Co-Piloten fliegen derzeit auf unseren ADAC-Rettungshubschraubern.

Alle Piloten/-innen der ADAC Luftrettung gGmbH erfüllen die für Berufspiloten vorgeschriebene medizinische Tauglichkeitsklasse 1. Alle verantwortlichen Luftfahrzeugführer/-innen der ADAC Luftrettung gGmbH sind im Besitz einer Lizenz für Berufshubschrauberführer / CPL(H) oder Verkehrshubschrauberführer / ATPL(H) nach Verordnung (EU) 1178/2011 und verfügen ausnahmslos über die gemäß Verordnung (EU) 965/2012 geforderte Voraussetzung an praktischer Berufserfahrung. Nur wer mindestens 1.000 Flugstunden als verantwortlicher Hubschrauberpilot und davon mindestens 500 Flugstunden im Luftrettungsdienst oder in einem ähnlichen Einsatzprofil absolviert hat, kommt bei uns im Luftrettungsdienst zum Einsatz. Nur so können wir gewährleisten, dass der Pilot genug Erfahrung hat, in unübersichtlichem Gelände und im zulässigen Grenzbereich der Wetterminima Starts und Landungen durchzuführen, um so Patienten und Besatzung sicher zu transportieren. An Standorten mit Rettungswinde wird der Pilot von einem technischem Besatzungsmitglied unterstützt. Die Auswahl teamfähiger Piloten/-innen erfolgt durch einen mit der DLR entwickelten flieger-psychologischem Einstellungstest. Zweimal im Jahr führen die Piloten der ADAC Luftrettung die vorgeschriebenen Checkflüge und Fortbildungen durch. 


Notarzt

Die Notärzte der Rettungs- und Intensivtransporthubschrauber der ADAC Luftrettung werden meist von der Klinik gestellt, an das die Hubschrauberstation angebunden ist.

Der Großteil der Ärzte, die bei der ADAC Luftrettung im Einsatz sind, sind Anästhesisten, Unfallchirurgen oder Internisten. Sie verfügen alle über eine langjährige intensivmedizinische Berufserfahrung, den Fachkundenachweis Rettungsdienst bzw. die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin. Sie sind ausnahmslos hauptberuflich in großen Kliniken der Region tätig, um den Bezug zu den operativen Abläufen in der Akutmedizin sicherzustellen und eine kontinuierliche Aktualisierung des Wissensstandes über notfallmedizinische und intensivmedizinische Weiterentwicklungen zu garantieren. Sie haben ebenfalls den von der DIVI (Deutsche interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin) konzipierten Intensivtransportkurs belegt. Jeder Rettungshubschrauberstützpunkt hat einen leitenden Hubschrauberarzt, der sich um die medizinischen Belange der Station kümmert.




Rettungsassistent (HCM)

Die bei der ADAC Luftrettung eingesetzten Rettungsassistenten werden meist von den ortsansässigen Hilfsorganisationen, Feuerwehren oder Kliniken gestellt.

Voraussetzung für den Einsatz auf dem Hubschrauber ist, neben einer fundierten Berufserfahrung als ausgebildeter Rettungsassistent, die Teilnahme am HEMS-Crew-Member-Lehrgang (HEMS: Helicopter Emergency Medical Service). In diesem von der ADAC Luftrettung durchgeführten Kurs werden sie mit den Besonderheiten im Luftrettungsdienst vertraut gemacht.  Sie haben ebenfalls einen Kurs „Intensivtransport“ entsprechend der Empfehlung der DIVI absolviert. Die Tätigkeiten des HEMS-Crew-Member - kurz HCM - sind abwechslungsreich. Zwischen den Einsätzen verantwortet er die medizinischen Geräte, die Bevorratung von Arzneimitteln und Verbrauchsmaterial sowie die Einhaltung von Hygieneregeln. Hinzukommen Tätigkeiten, die in den fliegerischen Bereich gehören: Vor jedem Start beobachtet er den Anlassvorgang und und prüft vorher, ob die Türen, Wartungsklappen, etc. ordnungsgemäß verschlossen sind. Anschließend steigt er als Letzter in den Hubschrauber. Beim Flug zum Einsatzort ist der HCM die rechte Hand des Piloten. Er übernimmt Aufgaben wie das An- und Abmelden bei den Rettungsleitstellen und die Kontaktaufnahme mit der Zielklinik. Er ermittelt die Einsatzdaten und gibt sie in das Navigationsgerät ein. Seine Aufmerksamkeit gilt außerdem der Beobachtung des Luftraums und dem Erkennen von möglichen Gefahren oder Hindernissen. Falls erforderlich, dirigiert der HCM den Piloten beim Landen. Unter dem rettungsdienstlichen Personal einer Station wird jeweils ein Leitender HCM, sowie ein MPG-Beauftragter (MPG = Medizinproduktegesetz) und Hygienebeauftragter bestimmt.




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