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1984

Der Club wirbt für verkehrsberuhigte Wohnstraßen. So soll dem wachsenden Gefühl Rechnung getragen werden, dass die Straße nicht nur für Autos da ist, sondern auch Lebensraum für die Menschen darstellt, die entlang der Straße leben. Damit versucht der Club zu zeigen, dass auch trostlose Verkehrsschneisen in idyllische Familienoasen verwandelt werden können.

Ein neuartiger Rettungshubschrauber wird in Dienst gestellt. Der vier Million Mark teure Helikopter vom Typ BK 117 wurde nach Anregungen des ADAC speziell für Rettungsflüge entwickelt.

1985

Der Club macht sich für bleifreies Benzin stark. Doch viele Autofahrer sind noch verunsichert. Die Entscheidung für Bleifrei soll durch eine neue Mineralölbesteuerung erleichtert werden.

Mit einem Test beweist der ADAC, dass die neue Abgas-Sonderuntersuchung vom TÜV nachlässig gehandhabt wird. Demnach bekommen auch Autos mit überhöhten Werten die Plakette anstandslos ausgehändigt.

1986

Im 33. Jahr des Bestehens der Straßenwacht tritt erstmals eine Frau ihren Dienst als Gelber Engel an.

Der ADAC bekämpft verstärkt die Autoabgase: Nachdem Neuwagen nur noch mit Katalysator-Technik zugelassen werden dürfen, sollen auch ältere Fahrzeuge nach Möglichkeit mit Kat nachgerüstet werden. Zumindest aber möchte der Club Autofahrer zum Bleifrei-Tanken bewegen.

1987

Der ADAC startet die Initiative "Runter mit den Unfallzahlen". Alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere aber natürlich die Autofahrer, werden das gesamte Jahr über immer wieder zu rücksichtsvollerem Verhalten aufgerufen, um die Zahl der Toten und Verletzten auf bundesdeutschen Straßen deutlich zu reduzieren.

Der Straßendienst wird eingeführt: Private Firmen leisten im Auftrag des ADAC zusätzlich zu den Gelben Engeln kostenlose Pannenhilfe. Und: Mit dem Helikopter "Christoph 31", der in Berlin seinen Dienst aufnimmt, ist die Luftrettung jetzt bundesweit flächendeckend gesichert.

1988

Mit der DDR wird ein Abkommen über Pannenhilfe für westdeutsche Fahrzeuge auf den Transitrouten geschlossen. Es erlaubt der ADAC-Straßenwacht, in der DDR liegen gebliebene Fahrzeuge direkt am Ort der Panne zu reparieren. Der Club stellt im Gegenzug dem Verkehrskombinat Potsdam zunächst 15 neue VW Passat zur Verfügung. Mit dem neuen Pannenservice wird in den ersten zehn Monaten 50.000 Kraftfahrern geholfen.

Erstmals chartert der ADAC eine Boeing 737, um eine bei einem Unfall schwer verletzte Familie aus der Türkei zurückzuholen. Die Kosten der Aktion sind durch den Schutzbrief des Familienvaters gedeckt.

1989

Die Grenzen zwischen Ost und West werden durchlässig: Der Flut der Richtung Westdeutschland rollenden Trabbis und Wartburgs begegnet der ADAC mit Ideenreichtum und Sonderschichten seiner Mitarbeiter: Die Straßenwachtfahrer bewähren sich dabei als Alleskönner, die wie früher zu Flick-, Schweiß- und Lötgerät greifen.

Der ADAC bringt den ersten Auto-Atlas heraus und bietet gemeinsam mit der Berliner Bank die ADAC-Visa-Karte an.

Otto Flimm wird als Nachfolger von Franz Stadler neuer ADAC-Präsident.

1990

Der ADAC unterstützt die Gründung des ADAC in der DDR. Die Straßenwachtfahrzeuge, die der ADAC zwei Jahre zuvor in den Osten geliefert hat, bilden dabei die Grundlage der ostdeutschen ADAC-Straßenwacht. Am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, vereinigen sich ADAC Ost und ADAC West zu einem Club.

Der Club überschreitet eine Traummarke: Die Zahl der Mitglieder ist auf über zehn Millionen angewachsen.

1991

Spektakuläre Hilfe für eingeschlossene Jugoslawien-Urlauber: Als 1.200 Urlauber vom Kriegsausbruch überrascht werden und in der Hafenstadt Pula festsitzen, organisiert der ADAC kurz entschlossen eine Autofähre, die die Touristen ins nahe gelegene Triest bringt.

1992

Großer Wassertest an Mittelmeer, Nord- und Ostsee: Über 86.000 Messergebnisse von 266 Urlaubsstränden wertet der ADAC aus, um seinen Mitgliedern erstmals einen Gesamtüberblick über die Wasserqualität zu geben. Auf einer Karte wird jedes Jahr im Sommer in der "Motorwelt" illustriert, wo besondere Belastungen auftreten und wo nicht.

Der ADAC schützt die Alleen. Anders als in der alten Bundesrepublik sind in den neuen Bundesländern viele Alleen noch intakt. Der Club setzt seit der Wende alles daran, diese Naturdenkmäler zu schützen. Aus der Aktion "Rettet die Alleen" entsteht schließlich die Idee einer Osten und Westen verbindenden "Deutschen Alleenstraße". Sie führt heute vom Nordosten durchgehend nach Südwesten.

1993

In Halle eröffnet der ADAC eine Anlage zur Wiederverwertung von Altautos. Dort sollen wertvolle Rohstoffe nach der Demontage wieder der Industrie zugeführt werden.

Der ADAC testet ab sofort Neuwagen auch nach der Umweltverträglichkeit. Der Ökotest soll umweltbewussten Autokäufern die Orientierung erleichtern und gleichzeitig sanften Druck auf die Hersteller ausüben, bereits machbare Verbesserungen voranzutreiben.

Ihr Kontakt zum ADAC: Hilfe, Rat und Schutz für Ihre Mobilität