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1974

Mit großformatigen Anzeigen wirbt der ADAC in der "Motorwelt" für Sicherheitsgurte.

Der ADAC kritisiert den Tempo-100-Großversuch auf Autobahnen. Die "Motorwelt" kündigt an, dass der Club alles tun wolle, das "unrealistische Kriechtempo" zu verhindern. Mit Tempo 100 auf Landstraßen hat sich der ADAC hingegen angefreundet.

1975

Der ADAC stellt als Reisetipp des Sommers zwei Routen durch die DDR vor. Die Öffnung des anderen deutschen Staates als Reiseland wurde möglich durch den Grundlagenvertrag von 1973, der eine allmähliche Normalisierung des Verhältnisses zwischen West- und Ostdeutschland herbeiführte.

Die ersten Auslands-Notrufstationen werden in Paris, Athen und Rom eröffnet und von den Touristen auch sofort angenommen. Allein die italienische Dependance hilft im ersten Jahr über 1.300 Mal.

1976

Die Verkehrssicherheit ist ein wichtiges Thema geworden. Rund 14.000 Lehrer sind in Verkehrssicherheit fortgebildet worden, 100.000 Kinder nehmen jedes Jahr an Fahrradkursen teil und 30.000 Eltern besuchen Vorträge zur Verkehrserziehung.

Das Konzept der Luftrettung hat sich in der Bundesrepublik Deutschland etabliert, in rund 6.900 Einsätzen wurden 5511 Verletzte versorgt.

Und: Zwei weitere Erfolge zeigen, dass der Club zum führenden Verbraucherschützer aufgestiegen ist. Die ADAC-Forderung nach sicheren Verbundglasscheiben bei Autos und die Ein-Jahres-Garantie bei Neuwagen werden erfüllt. Auch die Mitgliederzahl steigt kontinuierlich an: Im Durchschnitt registriert der ADAC alle 40 Sekunden ein neues Mitglied.

1977

Der ADAC warnt alle Autofahrer vor windigen Geschäftemachern. Immer öfter erreichen den Club Meldungen über Betrüger, die auf den Straßen die Markenzeichen der Club-Straßenwacht missbrauchen, um schnelles Geld zu verdienen.

Der ADAC stellt seine erste "Zeit-Karte" vor, die mit Hilfe der Motorwelt-Leser entstanden ist. Sie zeigt nicht die Entfernung, sondern die benötigte Fahrzeit zwischen zwei Orten an.

Im Mai erreicht die Zahl der Mitglieder die Marke von fünf Millionen.

1978

Mit einer eigenen Rechtsschutzversicherung bietet der ADAC seinen Mitgliedern die Möglichkeit, ihr Recht in Verkehrssachen durchzusetzen.

Der ADAC erweitert seinen Ferien-Service um das "Tourenpaket": Mit Leuchtstiften markieren Touristik-Experten die günstigste Route auf Straßenkarten und geben Tipps zum Urlaubsort. Als "TourSet" hat das Paket bis heute Gültigkeit.

Die Pannenstatistik der Straßenwacht erscheint in der "Motorwelt" als jährliche Rubrik. Darin gesammelt sind die Daten von 600.000 Autos, die schlapp gemacht haben.

1979

In der Studie "Straßenverkehr 2000" zeichnet der ADAC das Modell der modernen Verkehrsformen und versucht, objektiv und realistisch die Entwicklung in den unterschiedlichen Bereichen vorherzusagen.

Der Benzinpreis hat erstmals die Grenze von einer Mark überschritten. Der ADAC startet daher die Aktion "Ich bin Energiesparer". Darin werden Autofahrer aufgefordert, auf unnötige Fahrten zu verzichten und den Spritverbrauch zu drosseln.

1980

Was 18 Jahre zuvor in mobilen Prüfzentren mit Beleuchtungsprüfungen begonnen hat, führt aufgrund guter Erfahrungen schließlich zur Einrichtung des ersten dauerhaften Prüfzentrums in München. Als Neuheit wird gegen eine Gebühr von 42 Mark außerdem ein umfassender Gebrauchtwagencheck angeboten. Der Service kommt an: In den ersten sechs Monaten kommen 6.000 Autos zum Check.

1981

Der VW-Käfer hat als Straßenwachtfahrzeug ausgedient und wird nach und nach durch die VW-Modelle Passat und Golf ersetzt. Im Lauf der Jahre sind rund 500 VW-Käfer verschlissen worden.

Zum ersten Mal werden die ADAC-Sportler des Jahres gewählt. Es sind der Rallye-Fahrer Walter Röhrl und sein Beifahrer Christian Geistdörfer, die im Jahr zuvor Rallye-Weltmeister geworden waren.

Der ADAC bietet den "Euro-Schutzbrief" an: In- und Auslandsschutzbrief in einem.

1982

Der ADAC schickt an den acht verkehrsreichsten Wochenenden erstmals Stauberater auf die Autobahnen. Sie sollen Urlaubern die Wartezeit im Stau verkürzen, kleinere Pannen beheben und Erste Hilfe leisten.

Der ADAC unterstützt das neue Gesetz zum Gurt-Anlegen. Zwanzig Mark muss derjenige zahlen, der ohne Gurt am Steuer erwischt wird.

1983

Die Bundesregierung macht das Autofahren teurer, und der ADAC unterstützt sie dabei: Ab 1986 dürfen nur noch Benzinautos zugelassen werden, deren Abgase durch Katalysatoren entgiftet werden. Damit nicht genug: Der ADAC fordert die Industrie auf, die neuen Fahrzeuge und das bleifreie Benzin bereits ab 1984 anzubieten.

Ihr Kontakt zum ADAC: Hilfe, Rat und Schutz für Ihre Mobilität