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1964

Die Straßenwacht erweitert ihr Betätigungsfeld und nimmt jetzt auch Prüfstände für Brems-, Reifen- und Tachometertests in Betrieb.

Unter der Münchner Telefonnummer 22 22 22 richtet der ADAC einen 24-Stunden-Bereitschaftsdienst für dringende Notfälle ein. Sie ist bis heute gültig.

Nach dem überraschenden Tod von Werner Endress wird Hans Bretz aus Köln neuer Präsident des ADAC.

1965

Die magische Marke von einer Million ADAC-Mitgliedern ist erreicht. Und täglich treten dem ADAC fast 1000 neue Mitglieder bei. Als extra Service beim Auslandsschutzbrief können Mitglieder auch eine Rechtsschutzversicherung fürs Ausland kaufen.

In einem "Manifest der Kraftfahrt" werden grundsätzliche Forderungen des Clubs zum weiteren Ausbau der Straßen, seiner Finanzierung und der staatlichen Verantwortung gegenüber allen motorisierten Bürgern zusammengefasst.

1966

Die "Motorwelt" befragt die Leser zum Thema "Tempolimit". Das Ergebnis ist eindeutig: Sieben von acht Autofahrern lehnen eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen kategorisch ab.

Der ADAC stiftet einen Sicherheitspreis. Damit sollen alle technischen Neuerungen und Impulse ausgezeichnet werden, die der Sicherheit im Straßenverkehr dienen. Erste Gewinner sind die Firmen Magura und Daimler Benz für die Entwicklung und Produktion eines innen verstellbaren Außenspiegels.

1967

Die unzähligen Hilfeleistungen der Straßenwacht ermöglichen einen einzigartigen Überblick über die häufigsten Pannenursachen und die anfälligsten Autos: Die Pannenstatistik ist geboren.

ADAC-Informationen sind jetzt auch im Fernsehen zu sehen. In der ZDF-Sendung "Drehscheibe" wird jeden Freitag die aktuelle ADAC-Verkehrsprognose vorgestellt.

1968

In der Hauptreisezeit startet der ADAC einen Modellversuch mit einem geliehenen Hubschrauber, der für Rettungseinsätze auf den Hauptverkehrsrouten eingesetzt wird.

Jeder vierte Bundestagsabgeordnete ist ADAC-Mitglied. Diese Tatsache veranlasst die "Motorwelt", prominente Club-Mitglieder auch aus anderen Bereichen vorzustellen: Josef Neckermann, Heinrich Böll, Heinz Rühmann, Joachim Fuchsberger und viele mehr.

1969

Die hohe Zahl der Verkehrstoten – zwischen 1953 und 1968 verloren 213.000 Menschen ihr Leben - veranlasst den Club, die Aktion "Deutlich fahren" ins Leben zu rufen. Ziel ist es, mit einfachen Regeln den Straßenverkehr sicherer zu machen.

Die Zeltstationen der mobilen Prüfzentren werden nach und nach durch Prüfwagen ersetzt. Die Möglichkeit, kostenlos Bremsen, Tacho, Reifen und andere Fahrzeugteile prüfen zu lassen, wird angenommen.

1970

Der erste ADAC-Rettungshubschrauber wird in Betrieb genommen. Der ADAC-gelbe Helikopter namens "Christoph" hat einen Piloten, einen Sanitäter und einen Arzt an Bord.

Für einen ersten Auto-Praxistest will der Club die Erfahrungen seiner Mitglieder nutzen: Dabei soll die Anfälligkeit der Autos für Pannen und Mängel offen gelegt werden. Gewinner ist der Renault 16, am schlechtesten schnitt der Fiat 125 ab.

1971

Unter der Notrufnummer 22 22 22 ist jetzt auch ein Telefonarzt für Mitglieder im Ausland erreichbar.

Mit der "Silbernen Zitrone" setzt der ADAC einen unpopulären Preis aus: Bestraft wird der Neuwagen mit den meisten Pannen und Herstellungsfehlern. Als erster "Sieger" wird ein Ford Taunus 1600 XL ermittelt.

1972

Obwohl Bund, Länder, die Versicherungen und die Krankenhäuser den Einsatz von Rettungshubschraubern für dringend erforderlich halten, verzögert sich der Ausbau der Luftrettungsflotte aufgrund ungeklärter Finanzierung. Durch Spendengelder wird der Kauf des Helikopters "Christoph 2" schließlich möglich. Die Idee einer unabhängigen Stiftung inspiriert den ADAC zur Gründung der ADAC Luftrettung. Sie wird im Mai 1982 ins Leben gerufen.

Aus Altersgründen legt der 75-jährige ADAC-Präsident Hans Bretz sein Amt vorzeitig nieder. Als Nachfolger wird Franz Stadler gewählt.

1973

Der Club empfiehlt den konsequenten Ausbau der "Grünen Welle", um so der Verstopfung der Innenstädte entgegenzuwirken. Die "Motorwelt" veröffentlicht einen Test, der die Vorteile des fließenden Verkehrs für Auto und Umwelt belegt.

Nach 45 Jahren verlässt der ADAC sein Stammhaus an der Münchner Königinstraße und zieht in die neue Zentrale an der Baumgartnerstraße 53 um (bis heute: Am Westpark 8).

Der Inlands-Schutzbrief wird eingeführt. Er überträgt die Vorteile des Auslands-Schutzbriefes auf Deutschland.

Ihr Kontakt zum ADAC: Hilfe, Rat und Schutz für Ihre Mobilität