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1954

Die neue ADAC-Straßenwacht wird vorgestellt. Für eine halbe Million Mark wird eine Flotte von 60 Beiwagen-Motorrädern angeschafft. Hauptaufgaben der Straßenwachtfahrer – allesamt ausgebildete Auto-Mechaniker – sind die Unterstützung bei Pannen und Erste Hilfe. Allein in den ersten drei Monaten leistet die Straßenwacht 25.000 Mal Beistand. Daraufhin wird der Ausbau auf 100 Fahrzeuge beschlossen. In der Presse taucht erstmals die Bezeichnung "Engel der Straße" auf.

1955

Angesichts der wachsenden Zahl von Campern und ihren speziellen Bedürfnissen richtet der ADAC eine eigene "Betreuungsgruppe Camping" ein.

Der ADAC schreibt seine erste 3.000 Kilometer lange Rallye aus. Dabei sollen "die Fahrer nicht nur Sprintvermögen auf der Rennbahn, sondern auch Ausdauer auf der Langstrecke beweisen", wie die "Motorwelt" schreibt. Von den Startorten Hamburg, München oder Dijon aus geht es über den Nürburgring und weiter nach Frankreich wieder zum Nürburgring.

1956

Im September erklärt der "Automobil- und Touringclub Saar" ATS seinen Anschluss an den ADAC. Einen Monat später entscheiden sich die Saarländer für ihre Eingliederung in die Bundesrepublik Deutschland.

Der ADAC richtet eine eigene Zentralfundstelle ein. Das Prinzip ist einfach: Auf Autobahnen und Bundesstraßen werden alle Fundstücke, die wahrscheinlich von Kraftfahrern stammen, auf Karteikarten erfasst. Wer etwas vermisst, erfährt beim Club die richtige Fundbehörde.

1957

Über 150.000 Hilfeleistungen veranlassen den ADAC, feste Straßenwacht-Stützpunkte einzurichten. Die erste feste Straßenwachtstation wird am Zonenübergang Berlin-Dreilinden eröffnet. Im Laufe des Jahres werden zusätzliche Stationen in Hannover, Köln, Stuttgart, Frankfurt und München eingeweiht.

1958

Für eine Gebühr von drei Mark pro Jahr können Mitglieder einen Auslandsschutzbrief erwerben. Er hilft im Fall einer Panne oder eines Unfalls. Zudem ist ein Kreditbrief über 500 Mark enthalten, mit dem anfallende Reparaturen bezahlt werden können.

Der ADAC-Verlag wird gegründet. Das Wissen der Club-Experten soll Mitgliedern und Nichtmitgliedern mit Ratgebern zugänglich gemacht werden.

1959

Der ADAC testet erstmals Kleinwagen. Auf dem Prüfstand sind unter anderem Kupplung, Bremsen und Beschleunigung. Die Ergebnisse werden in der Motorwelt veröffentlicht.

Die Straßenwacht kann auf große Erfolge zurückblicken: In den ersten fünf Jahren ihres Bestehens wurden eine Million Hilfsleistungen erbracht.

1960

In Deutschland verunglücken im europäischen Vergleich die meisten Kinder im Straßenverkehr. Der ADAC bittet deswegen die Kultusminister der Länder, Verkehrserziehung als verpflichtende Lehrveranstaltung einzuführen.

Die Schutzbriefleistungen werden erweitert: Neu hinzu kommt der Versand von Ersatzteilen ins Ausland, und ein Rückholdienst für kaputte Wagen wird auch für das Inland eingeführt.

1961

Der ADAC ruft den Reiseruf ins Leben. Der Club verständigt in Notfällen Angehörige im Urlaub über das Radio.

Um Fahranfängern mehr Praxis zu ermöglichen und somit die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen, fordert der ADAC den Bau von Übungsplätzen.

1962

Stetig steigende Zulassungszahlen – zehn Millionen Kraftfahrzeuge sind registriert – veranlassen den Club, den Umstieg der Straßenwacht vom Motorrad aufs Auto voranzutreiben. Der VW-Käfer wird als ideales Straßenwachtfahrzeug ausgewählt.

Nach der schwersten Hochwasserkatastrophe in Norddeutschland seit über 100 Jahren wird die Straßenwacht in den Norden der Republik beordert. Dort unterstützt sie die Rettungsarbeiten und versorgt die Menschen mit Medikamenten, Kleidung und Nahrungsmitteln.

1963

Der ADAC ruft den Wettbewerb "Sicherheit für den Fußgänger" ins Leben, denn jeder dritte Verkehrstote ist ein Fußgänger. Um den hohen Anteil zu senken, werden Städte und Gemeinden ausgezeichnet, die sich besondere Verdienste um die Fußgängersicherheit erworben haben.

Die Verwaltungsarbeit ist ohne elektronische Hilfe nicht mehr zu bewältigen. In der Münchener Club-Zentrale wird ein "Elektronengehirn", wie Computer damals genannt werden, installiert. Der Computer "IBM 1401" soll die Mitarbeiter entlasten.

Ihr Kontakt zum ADAC: Hilfe, Rat und Schutz für Ihre Mobilität