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1946

Im Jahr 1945 wird die Neugründung des ADAC nach anfänglicher Zustimmung wieder untersagt. Erst ein Jahr später wird der Club unter seinem alten Namen – vorläufig nur in Bayern, dann in der gesamten amerikanischen Besatzungszone - neu gegründet.

Erster ADAC-Präsident seit 1933 ist Ludwig Sporer aus München.

1947

Ein Jahr nach der Wiedergründung wird der ADAC auch auf die britische Zone ausgeweitet. Der Club zählt insgesamt 7235 Mitglieder.

Im Oktober werden die Mitglieder erstmals wieder schriftlich über Club-Neuigkeiten informiert. Die vierseitigen "ADAC-Mitteilungen" erscheinen monatlich mit einer Startauflage von 5.000 Stück und werden ein Jahr später durch  "Motorwelt" abgelöst.

1948

Durch die Währungsreform gerät der Club in einen finanziellen Engpass - eine Kreditaufnahme ist erforderlich. Ein Lichtblick ist die Rückgabe des beschlagnahmten Club-Gebäudes an der Münchner Königinstraße.

Als Nachfolger von Ludwig Sporer wird Hans Meyer-Seebohm zum neuen ADAC-Präsidenten gewählt.

1949

In den Westzonen ist der ADAC wieder etabliert. Von einer Ausweitung in die sowjetische Zone wird abgesehen.

Die Kriegsschäden veranlassen den Club, eine aktuelle Straßenzustandskarte herauszubringen. Mit ihrer Hilfe sollen Autofahrer schlechte Streckenabschnitte meiden, Fahrzeug und Reifen schonen und Benzin sparen.

1950

Der Club verabschiedet seine neue Satzung, die im Wesentlichen bis heute Bestand hat: Oberstes Organ ist die Hauptversammlung, die das Präsidium wählt und den Haushalt genehmigt. Das Präsidium führt die Geschäfte.

Neue Straßenkarten für das Inland werden erstellt - erstmals nicht mehr im Schwarzdruck, sondern im Fünffarbendruck.

Der ADAC ernennt Ferdinand Porsche zum Ehrenmitglied.

1951

Nur fünf Jahre nach der Neugründung hat der ADAC bereits wieder 100.000 Mitglieder.

Der Club beschließt den Aufbau eines Straßenhilfsdienstes und einen kostenlosen Krankenrückholtransport. Auch ein Rückholdienst für defekte Fahrzeuge aus dem Ausland wird ins Programm aufgenommen.

Als der Plan der Bundesregierung publik wird, eine Autobahngebühr einzuführen, reagiert das Präsidium des ADAC mit einem Protesttelegramm an das Bundesfinanzministerium. In der "Motorwelt" wird in Leitartikeln gegen diese Überlegungen gewettert und zum Boykott aufgerufen.

1952

Wer eine Auslandsreise unternehmen will, benötigt auch einen Pass für sein Fahrzeug. Der ADAC richtet am Grenzübergang Bad Reichenhall einen Kiosk ein, an dem Mitglieder nachträglich die Reisedokumente für ihr Fahrzeug bekommen. Aufgrund der positiven Resonanz werden weitere Grenzkioske eröffnet. Zusätzlich helfen die Kioske den Touristen: Club-Mitarbeiter beantworten in mehreren Sprachen alle Fragen.

1953

Zur 50-Jahr-Feier ist der ADAC mit 200.000 Mitgliedern größer als je zuvor - trotz der 13-jährigen Zwangspause. Auf der Jubiläums-Hauptversammlung wird Werner Endress als Nachfolger von Hans Meyer-Seebohm zum neuen ADAC-Präsidenten gewählt. Die Feier wird gekrönt von einem Jubiläums-Korso durch die Münchner Innenstadt.

Ihr Kontakt zum ADAC: Hilfe, Rat und Schutz für Ihre Mobilität