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1924

Sechs Jahre nach Kriegsende blüht der Motorsport im ADAC wieder auf: Insgesamt werden 1.500 Veranstaltungen durchgeführt.

Der ADAC Südbayern organisiert die erste Touristik-Fahrt des Clubs: 62 Wagen und 20 Motorräder fahren von München über Rom und Neapel nach Sizilien. Dort besuchen die Teilnehmer das berühmte Autorennen "Targa Florio" und lernen die Schönheiten der Insel kennen.

1925

Nach 22 Jahren stellt "Der Motorfahrer" sein Erscheinen ein. Die Mitglieder erhalten fortan zwei verschiedene Zeitschriften: zweimal wöchentlich die Zeitung "ADAC Sport" und monatlich das Magazin "ADAC-Motorwelt". Heute ist die Motorwelt die größte Automobilzeitschrift Europas.

Nach 20-jähriger Präsidentschaft tritt Josef Bruckmayer überraschend zurück. Interims-Präsident wird Fritz Krüger aus Dresden.

1926

Als juristische Beilage zum "ADAC-Sport" erscheint erstmals die Zeitschrift "Deutsches Autorecht" (DAR). Sie ist eine Antwort auf die wachsende Flut von Urteilen und Verfahren rund um das Kraftfahrzeug. Die DAR erscheint bis heute.

Carl Fritz aus München wird neuer ADAC-Präsident.

1927

Eine Kernforderung des ADAC wird erfüllt: Im Deutschen Reich wird mit der Aufstellung einheitlicher Straßenschilder begonnen. 700.000 zugelassene Fahrzeuge und die steigende Unfallzahl machen eindeutige Bestimmungen unumgänglich.

Die Einweihung des Nürburgrings wird als nationales Großereignis gefeiert: Nach langem Ringen hat Deutschland eine repräsentative Rennstrecke. Die Südschleife führt über 7,7 Kilometer Länge, die Nordschleife ist 22,8 Kilometer lang. Am 2. und 3. Juli wird auf der neuen Rennstrecke zum ersten Mal in Deutschland ein Großer Preis von Europa für Motorräder ausgetragen.

1928

Angesichts der hohen Zahl von registrierten Kraftfahrzeugen gründet der ADAC einen Straßenhilfsdienst. Den Anfang bilden 34 Motorrad-Beiwagen-Maschinen.

Drei Pioniere der Kraft- und Luftfahrt werden zu Ehrenmitgliedern ernannt: Carl Benz, der Vater des Kraftfahrzeugs, Ludwig Dürr, Erbauer von 129 Luftschiffen, und Hugo Eckener, ein Pionier des Luftschiffbaus.

1929

Der ADAC empfiehlt eine jährliche technische Überprüfung der Kraftfahrzeuge auf freiwilliger Basis. Dies begründet letztlich die Einführung einer technischen Hauptuntersuchung, die heute alle zwei Jahre Pflicht ist.

Die Frau am Steuer gehört längst zum alltäglichen Erscheinungsbild. Folgerichtig widmet ihr die "Motorwelt" eine eigene Rubrik "Dame und Motorsport".

1930

Die Vorläufer der Notrufsäulen werden geboren: Um im Notfall Hilfe leisten zu können, lässt der ADAC für seine Mitglieder in einem Feldversuch entlang der Strecke München – Garmisch 15 Telefonhäuschen errichten.

Der Club kritisiert, dass bei Straßenbauarbeiten stets die gesamte Strecke gesperrt wird. Erste Erfolge im Sommer: In Hannover wird nur noch halbseitig gesperrt - der Verkehr kann fließen.

1931

ADAC protestiert gegen Benzinpreiserhöhungen und spricht sich gegen die Beimischung von Spiritus im Kraftstoff aus. Nach Ansicht der Experten schädigt gepanschter Sprit den Motor.

Die weltweite Rezession trifft auch die Automobilindustrie. Der ADAC ruft in der "Motorwelt" dazu auf, deutsche Autos zu kaufen, um die Volkswirtschaft anzukurbeln.

1932

Mit einer Strahlenfahrt weiht der ADAC die "Kraftfahrstrecke" von Köln nach Bonn ein. Sie führt über das erste, 20 Kilometer lange Teilstück der ersten Autobahn, die das rheinisch-westfälische Industriegebiet mit dem Mittelrhein verbinden soll.

In allen Gauen organisiert der ADAC Protestkundgebungen gegen die hohe Abgabenlast, unter der die Autofahrer leiden.

1933

Ein unabhängiger Gutachter-Service wird gegründet. Ziel: Offizielle ADAC-Sachverständige sollen Mitgliedern bei Unfallschäden, Autokauf oder Reparatur mit fachkundigem Rat helfen.

Als Nachfolger von Carl Fritz wird Hermann Fulle neuer ADAC-Präsident.

Ihr Kontakt zum ADAC: Hilfe, Rat und Schutz für Ihre Mobilität