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1914

ADAC gibt sich selbstbewusst: In der Zeitschrift "Motorfahrer" fordert er eine gleichberechtigte Rolle unter den deutschen Kraftfahrer-Verbänden. Obwohl der ADAC der mit Abstand größte Verband sei, werde er von der Konkurrenz behindert und vom Staat missachtet. Ein Protesttag wird nach Eisenach einberufen, um dem angestauten Verdruss Luft zu machen.

13 Gaue feiern ihr zehnjähriges Bestehen.

1914-1918

Mit Beginn des 1. Weltkriegs ertönen auch beim ADAC kriegerische und nationalistische Töne. Der Club richtet "Freiwillige Automobil-Kolonnen" ein, die als mobiler Hilfsdienst zwischen Depots, Lazaretten und Bahnhöfen verkehren. Die Mitglieder werden aufgerufen, ihre privaten Kraftfahrzeuge für Verwundetentransporte zur Verfügung zu stellen. Privatfahrten mit dem eigenen Fahrzeug sind seit 1915 untersagt.

1919

Nach dem Krieg machen den Kraftfahrern viele Probleme zu schaffen: unter ihnen zum Beispiel die eingeschränkte Fahrerlaubnis und der Mangel an Ersatzteilen. Vor allem die Knappheit von Kraftstoffen veranlasst den ADAC zu einem Vergaserwettbewerb, durch den der Industrie Anstöße zur Produktion robuster Vergaser gegeben werden soll. Sieger ist der Lyma-Vergaser, der am besten mit verschiedenen Kraftstoffmischungen fertig wird. 

1920

Schwerwiegende wirtschaftliche Probleme belasten Deutschland. Der ADAC verlangt eine Förderung der deutschen Autoindustrie und fordert die Freigabe des immer noch verbotenen privaten Kraftfahrzeugverkehrs.

Tragischer Unfall auf der Olympia-Rennbahn in Berlin: Beim ersten Bahnrennen für Motorräder nach dem Krieg stirbt ein Mensch, sechs werden verletzt.

1921

Inflation und hohe Besteuerung machen den Automobilisten das Leben schwer. Eine Verwaltungs-GmbH soll sich künftig um die Geschäfte und wirtschaftlichen Leistungen für Mitglieder kümmern.

In den 20er und 30er Jahren veranstaltet der ADAC in Deutschland alljährlich eine Langstrecken-Straßenprüfung für Autos und Motorräder, die durch das ganze Land führt. Begründet wird diese Tradition 1921 mit der ersten Reichsfahrt von Berlin nach Heidelberg.

Der Jahresbeitrag für Mitglieder beläuft sich auf 150 Mark.

1922

Der ADAC verlost erstmals ein kleines Auto unter seinen Mitgliedern: Der Gewinner erhält ein Dixi-Personen-Automobil mit viersitziger Sportkarosserie und Rindlederpolsterung.

ADAC-Rennen auf der Avus: Für die Strecke sind die Fachleute der Zeitschrift "Motor" voll des Lobes, da sie "sowohl in Bezug auf ihre Anziehungskraft auf das große Publikum als auch hinsichtlich ihres Wertes als Prüfstrecke für Kraftfahrzeuge eine Anlage darstellt, wie sie zweckentsprechender wohl kaum gedacht werden kann."

1923

Bei seiner 20-Jahr-Feier verzeichnet der Club rund 50.000 Mitglieder und ist damit unangefochten die Nummer eins unter den deutschen Kraftfahr-Verbänden.

Im Grunewalder Stadion in Berlin wird erstmals ein Kraftfahrzeugrennen auf einer Radrennbahn abgehalten.

Ihr Kontakt zum ADAC: Hilfe, Rat und Schutz für Ihre Mobilität