Vorsicht, Igel: Das können Autofahrer tun

2.10.2018

Jedes Jahr werden unzählige Igel überfahren. Autofahrer können zum Schutz der kleinen Stacheltiere beitragen. Auf keinen Fall sollten sie sich aber selbst in Gefahr bringen.

Igel auf der Straße vor einem Auto
Auch wenn es schwer fällt: Auf keinen Fall sollten Sie versuchen, einen Igel mitzunehmen. Auf der Straße ist das lebensgefährlich!

Auf der Partner- und Nahrungssuche überqueren Igel sehr häufig Straßen, denn sie sind jede Nacht auf anderen Wegen unterwegs. Anders als bei Reh & Co haben sie keinen eigentlichen Wechsel. Das führt leider dazu, dass sie häufig überfahren werden, inzwischen ist ihr Bestand in manchen Regionen bereits bedroht.

Unsere Tipps helfen Autofahrern, die Zahl der überfahrenen Igel zu verringern, zum Beispiel indem sie ihre Geschwindigkeit anpassen. Wichtig ist immer, sich nicht selbst in Gefahr zu bringen, um einen Igel von der Straße zu holen – insbesondere nachts ist das lebensgefährlich!

Das können Autofahrer tun:

  • Igel flüchten in der Regel wenn ein Auto auf der Straße auf sie zukommt. Wenn Sie auf einen zufahren und eine Kollision unvermeidbar ist, können Sie versuchen, ihn zwischen die Räder zu nehmen. Natürlich nur, wenn dadurch keine Gefahr für Sie selbst oder andere entsteht.
  • So bedauerlich jeder totgefahrene Igel ist – riskante Ausweichmanöver gefährden Menschen und sind unverhältnismäßig. Auch eine Vollbremsung, die zu einem Unfall führt, bewerten Autoversicherungen als unverhältnismäßig. Es droht der Verlust von Leistungsansprüchen.
  • Wenn Sie ein Tier mit dem Reifen berühren, ist es nicht mehr zu retten. Auf keinen Fall sollten Sie versuchen, den Igel mitzunehmen – schon gar nicht nachts. Auf der Straße ist das lebensgefährlich!
  • Wenn es möglich ist, sollten Sie in Wald oder Wohngebieten die Geschwindigkeit anpassen. Igel sind überwiegend nachtaktiv und in den allermeisten Fällen allein unterwegs.

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