Insekten im Auto - Was tun?

8.4.2019

Verirren sich Biene, Wespe und Co. ins Wageninnere, kann es zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr kommen. Ein Tier während der Fahrt hektisch aus dem Auto vertreiben zu wollen, ist keine gute Idee. Wir geben Tipps, wie Sie sich richtig verhalten und zeigen auf, was rechtlich gilt, wenn man die Kontrolle über das Fahrzeug verliert und es kracht.

Biene auf einer Blüte
Fotocredit: ©Shutterstock/Janson George

Ein Unfall durch Ablenkung hat meist schlimmere Folgen als ein Insektenstich warnen unsere Verkehrsexperten. Wenn es während der Fahrt also plötzlich krabbelt oder summt, empfehlen wir: Nicht in Panik verfallen, ruhig bleiben und sich weiter auf den Verkehr konzentrieren. Schalten Sie dann die Warnblinkanlage ein, verringern behutsam das Tempo und halten an - möglichst am rechten Fahrbahnrand. Einfach die Fenster aufmachen löst in den meisten Fällen schon das Problem. Wer den Wagen verlässt, sollte besonders vorsichtig sein und den nachfolgenden Verkehr sowie den Gegenverkehr im Blick behalten.

Insekten im Auto: Für Allergiker besonders gefährlich

Für Allergiker hat Vorsorge Priorität. Ein für sie gefährliches Insekt darf gar nicht erst ins Auto kommen. In diesem Fall hilft es nur, die Fenster geschlossen zu halten und mit Klimaanlage zu fahren. Das gilt vor allem dann, wenn sie auf Autobahnen unterwegs sind und nicht sofort anhalten können. Schaden kann es auch nicht vor Fahrtantritt zu kontrollieren, ob sich ein Insekt ins Auto eingeschmuggelt hat.

Tipp Icon

Achtung, Allergiker!

Allergiker sollten ihren Allergiepass und das Allergie-Notfallset stets griffbereit haben. Wer trotz Vorsichtsmaßnahmen gestochen wird und ausgeprägte allergische Symptome wie Atemnot, Hitzewallungen oder Schwächegefühl hat, sollte sofort den Notarzt rufen.

Insekten im Auto: Wer zahlt bei einem Unfall?

Passiert wegen eines Insekts im Wagen ein Unfall, kommt die Kfz-Haftpflichtversicherung für den Schaden der anderen Unfallbeteiligten auf. Beim Schaden am eigenen Auto kann man sich an die Kasko-Versicherung – soweit vorhanden – wenden. Sie prüft, ob grob fahrlässig gehandelt wurde oder kürzt - je nach Grad des Verschuldens - ihre Leistung. Um das Risiko der Leistungskürzung auszuschließen, ist es empfehlenswert, mit der Kaskoversicherung den 'Verzicht auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit' zu vereinbaren – so sind Sie auf der sicheren Seite.

Verkehrsmedizin