Sicherheit für den Hund - das Leuchthalsband

4.10.2019
Wenn man mit Hund im Dunkeln Gassi gehen, sollten Halter und Hund gut sichtbar sind. Dafür sorgt beim Hund etwa das Leuchthalsband. Auch Frauchen oder Herrchen sollten helle Kleidung tragen.

 

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Mit diesem Leuchthalsband ist der Hund schon von Weitem aus zu sehen.

Ohne leuchtende Ausrüstung heben sich Hund und Halter in der Dunkelheit kaum von der Umgebung ab und sind für andere Verkehrsteilnehmer kaum zu erkennen. Das kann vor allem auf unbeleuchteten Wegen oder Straßen und in der Nähe von Fahrradwegen gefährlich werden. Aber auch bei Regen, Schnee und Nebel ist es wichtig, dass Sie und Ihr Hund für andere Leute oder Verkehrsteilnehmer gut zu erkennen sind. 

Wie aber muss diese „leuchtende Ausrüstung“ für den Hund genau aussehen? Zu einer verpflichtenden Kenntlichmachung von Hunden im Dunkeln etwa durch Beleuchtung schweigt die Straßenverkehrsordnung (STvO). Grundlegende Informationen und Verhaltensregeln zu Hunden im Straßenverkehr finden sich lediglich im § 28 der Straßenverkehrsordnung (StvO). Dort heißt es: "Haus- und Stalltiere, die den Verkehr gefährden können, sind von der Straße fernzuhalten. Sie sind dort nur zugelassen, wenn sie von geeigneten Personen begleitet sind, die ausreichend auf sie einwirken können. Es ist verboten, Tiere von Kraftfahrzeugen aus zu führen. Von Fahrrädern aus dürfen nur Hunde geführt werden."

  

Checkliste für den Spaziergang im Dunkeln

Folgendes Equipment, an das der Vierbeiner teilweise erst gewöhnt werden muss, sorgt für gute Sichtbarkeit des Hundes im Dunkeln:

5 sinnvolle Ausrüstungsgegenstände für Hunde

  • Leuchthalsbänder: Diese Halsbänder haben Leuchtelemente (z.B. LED). Bei langhaarigen Hunden sollten Sie darauf achten, dass die Leuchten nicht vom Haar verdeckt werden. Je stabiler und breiter die Leuchthalsbänder sind, desto besser ist die Leuchtwirkung für andere Verkehrsteilnehmer. Bei entsprechendem Tragekomfort stören sich auch die Tiere nicht am Leuchthalsband. Es gibt sie mit integrierter Batterie, aber auch mit USB-Kabel zum Aufladen. 
  • Reflektorhalsbänder: In diese Halsbänder ist reflektierendes Material eingearbeitet, dass die Sichtbarkeit des Hundes im Dunkeln erhöht.
  • Reflektorgeschirre oder Reflektorwesten/jacken: Vorteil dieser Geschirre und Westen ist, dass ein größerer Teil des Tieres mit reflektierendem Material bedeckt ist. Auch wenn das Anlegen mehr Zeit kostet.
  • Reflektierende Halstücher: Diese Tücher ergänzen das Leuchthalsband und sind insbesondere für langhaarige Hunde gut geeignet.
  • Leine mit Reflektorstreifen bzw. aus reflektierendem Material.

 

Ausrüstung für den Hundehalter

Als Hundehalter sollten Sie ebenfalls gut sichtbar sein. Tragen Sie daher möglichst helle Kleidung, die mit Reflektorstreifen einfach "gepimpt" werden kann. Am effektivsten sind - auch für den Menschen - Reflektorwesten. Weiterhin sollten Sie auf jeden Fall eine funktionierende Taschen- oder Stirnlampe dabeihaben. Damit können Sie vor allen Dingen auch Ihren Hund im Fall der Fälle in der Dunkelheit besser wiederfinden.

Was Herrchen und Frauchen unbedingt wissen sollten: Sind sie trotz schlechter Sichtverhältnisse sehr dunkel gekleidet, kann ihnen im Falle eines Unfalls mit einem Pkw grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen werden, so dass sie keinen oder nicht den vollen Schaden von der Haftpflichtversicherung des Pkw-Fahrers ersetzt bekommen. Grob fahrlässig ist es beispielsweise bei Dunkelheit in dunkler Kleidung achtlos seinem Hund nachzulaufen.

Mehr zu den Rechten und Pflichten von Fußgängern finden Sie hier.

Hunde bei Dunkelheit an die Leine

Auch wenn die Leinenpflicht nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, sollten die Vierbeiner zumindest in Bereichen mit starkem Verkehr oder auf Straßen und Wegen mit Fahrradverkehr nicht frei herumlaufen! Autofahrer entwickeln bei wenig Licht einen Tunnelblick und nehmen Personen und Tiere am Wegesrand nur sehr schlecht wahr. Abgesehen davon reagieren Hunde bei Dunkelheit anders als tagsüber. Dies liegt vor allem an deren besonderer Wahrnehmung. Hunde können besser riechen und hören, haben ein ausgezeichnetes Dämmerungssehen und nehmen Bewegungen in großer Entfernung viel besser wahr als wir Menschen. Ein vorausschauendes Handeln wird in der Dunkelheit für den Halter also schwierig.

Aber welche Leine ist die richtige? Eine „normale Führleine" oder eine "dünne Rollleine" aus reflektierendem Material hilft Fußgängern oder Radfahrern zu erkennen, dass sich zwischen Herrchen und Hund eine Stolperfalle befindet.

 

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Fotos: © PR/Leuchtie und PR/ Gabriele Metz