Sicherheit für den Hund - das Leuchthalsband

19.3.2019
Wenn Sie als Hundehalter mit Ihrem Gefährten die Gassirunde im Dunkeln absolvieren, sind Sie als Fußgänger plus Vierbeiner Verkehrsteilnehmer, die vor allem auf eines achten sollten: gute Sichtbarkeit. Wichtig für den Hund - das Leuchthalsband.
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© PR/Leuchtie

Grundlegende Informationen und Verhaltensregeln zu Hunden im Straßenverkehr finden sich lediglich im § 28 der Straßenverkehrsordnung (StvO). Dort heißt es: "Haus- und Stalltiere, die den Verkehr gefährden können, sind von der Straße fernzuhalten. Sie sind dort nur zugelassen, wenn sie von geeigneten Personen begleitet sind, die ausreichend auf sie einwirken können. Es ist verboten, Tiere von Kraftfahrzeugen aus zu führen. Von Fahrrädern aus dürfen nur Hunde geführt werden."

Zu einer verpflichtenden Kenntlichmachung von Hunden im Dunkeln etwa durch Beleuchtung schweigt die StvO also, die hierzu lediglich Angaben zu Großvieh und Pferden macht.

Sichtbarkeit ist alles

Für den abendlichen Spaziergang mit dem Hund sollten Sie als Hundehalter vor allem diese Grundregel stets beachten:


Eine gute Sichtbarkeit von Halter und Hund sorgt für Sicherheit!


Die Verkehrssicherheit geht also vor und demzufolge sollten Hund und Herrchen (oder natürlich Frauchen) gut sichtbar für andere Verkehrsteilnehmer sein. Dies gilt natürlich vor allem in der Nähe von oder auf Straßen und Fahrradwegen.

Checkliste für den Spaziergang im Dunkeln

Bereiten Sie sich und Ihren Hund auf den Spaziergang im Dunkeln vor. Folgendes Equipment sorgt für gute Sichtbarkeit des Hundes im Dunkeln:

5 sinnvolle Ausrüstungsgegenstände für Hunde

  • Leuchthalsbänder: Diese Halsbänder haben Leuchtelemente (z.B. LED wie bei Leuchtie). Bei langhaarigen Hunden sollten Sie darauf achten, dass die Leuchten nicht vom Haar verdeckt werden. Je stabiler und breiter die Leuchthalsbänder sind, desto besser ist die Leuchtwirkung für andere Verkehrsteilnehmer. Bei entsprechendem Tragekomfort stören sich auch die Tiere nicht am Leuchthalsband.
  • Reflektorhalsbänder: In diese Halsbänder ist reflektierendes Material eingearbeitet, dass die Sichtbarkeit des Hundes im Dunkeln erhöht.
  • Reflektorgeschirre oder Reflektorwesten/jacken: Vorteil dieser Geschirre und Westen ist, dass ein größerer Teil des Tieres mit reflektierendem Material bedeckt ist. Auch wenn das Anlegen mehr Zeit kostet.
  • Reflektierende Halstücher: Diese Tücher ergänzen das Leuchthalsband und sind insbesondere für langhaarige Hunde gut geeignet.
  • Zusätzlich können Sie auch eine Leine mit Reflektorstreifen verwenden. Somit werden Ihr Hund und Sie von anderen Verkehrsteilnehmern als "Gespann" wahrgenommen.

 

Ausrüstung für den Hundehalter

Als Hundehalter sollten Sie auf jeden Fall sinnvolle Maßnahmen ergreifen, um im Dunkeln selbst gut sichtbar zu sein. Tragen Sie daher möglichst helle Kleidung, die mit Reflektorstreifen einfach "gepimpt" werden kann. Am effektivsten sind - auch für den Menschen - Reflektorwesten. Weiterhin sollten Sie auf jeden Fall eine funktionierende Taschen- oder Stirnlampe dabeihaben. Damit können Sie vor allen Dingen auch Ihren Hund im Fall der Fälle in der Dunkelheit besser wiederfinden.

Leine oder nicht? Das sagt der Hunde-Experte

Als verantwortungsvoller Hundehalter wissen Sie, dass Hunde bei Dunkelheit anders reagieren als tagsüber. Dies liegt vor allem an der besonderen Wahrnehmung des Tieres.

Hund mit leuchtendem Halsband steht mit Besitzer vor einem Auto in der Dunkelheit

© Gabriele Metz

Geruchs- und Gehörsinn eines Hundes sind deutlich besser entwickelt und das Sehsystem grundlegend anders ausgebildet als beim Menschen, wie Udo Kopernik vom Verband für das Deutsche Hundewesen erläutert. "Der Hund hat ein ausgezeichnetes Dämmerungssehen und er nimmt auch Bewegungen in großer Entfernung viel besser wahr als wir Menschen. Ein vorausschauendes Handeln wird in der Dunkelheit für den Halter also schwierig - weil das Tier uns im Dunkel alt (aus)sehen lässt."

Kopernik empfiehlt daher, den Hund im Dunkeln mit Körperbewegungen auf sich aufmerksam zu machen. Weiterhin sollten verantwortungsvolle Halter entweder eine "normale Führleine" oder eine "dünne Rollleine" aus reflektierendem Material verwenden, damit Fußgänger oder Radfahrer erkennen, dass sich zwischen Herrchen und Hund eine Stolperfalle befindet.

"Auf Straßen und Wegen mit Fahrradverkehr leine ich meine Hunde grundsätzlich an, damit sie nicht unter die Räder geraten", befürwortet Hunde-Experte Kopernik, der in puncto Sichtbarkeit das Leuchthalsband präferiert, "weil auch der Fußgänger, der ja im Gegensatz zu Autofahrer oder Fahrradfahrer keine eigene Lichtquelle nutzt, sofort erkennt, dass sich ein Vierbeiner in der Nähe befindet".