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München | 24.10.2019

Bären in Deutschland: Hinweise für Wanderer und Autofahrer

Fotonachweis eines Bären in Bayern
Fotofalle: Eine Wildtierkamera fotografierte den Bären im Kreis Garmisch-Partenkirchen in der Nähe von Schloss Linderhof

Der Bär ist zurück in Bayern – genauer gesagt in den Allgäuer Alpen. Mehr als 13 Jahre nach dem Abschuss von Bruno ist wieder ein Bär nach Deutschland eingewandert.

Eine Wildtierkamera hat das Tier im Landkreis Garmisch-Partenkirchen fotografiert, wie das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) mitteilt.

Laut LfU verhalte sich das Tier bisher unproblematisch. Wanderer und Autofahrer sollten aber trotzdem folgende Verhaltensregeln kennen:

• keine Essensreste in freier Wildbahn hinterlassen

• Wildtiere nicht erschrecken

• Bei einer direkten Begegnung langsam, sprechend und mit kontrollierten Armbewegungen zurückziehen

• Nicht schreien, keine drohenden Gesten und nicht rennen – damit würde man den Bär reizen und dessen Jagdinstinkt auslösen


In einzelnen Fällen verirren sich Bären auch auf die Straße. Im Oktober 2017 beispielsweise wurde ein Bär auf einer Landstraße in Kärnten angefahren. Sichten Sie einen Bären auf oder an einer Straße, sollten Sie anhalten und hupen, um ihn zu verscheuchen. Sind Sie nachts unterwegs, blenden Sie ab, damit das Tier sich in den Wald zurückziehen kann.

Egal, ob Sie dem Bär im Wald oder auf der Straße begegnen, Sichtungen sollten per E-Mail unter fachstelle-gb@lfu.bayern.de an das Netzwerk "Große Beutegreifer" des Bayerischen Landesamts für Umwelt gemeldet werden.

Bei einer derzeitigen Population von etwa 450 Bären in Slowenien und 40 bis 45 in Italien dürfte die Begegnung mit einem Bären allerdings ein äußerst seltenes Ereignis sein. Zuletzt viel wahrscheinlicher ist dagegen ein Zusammentreffen mit Rehwild oder Wildschweinen. 

Lesen Sie hier, wie Sie einem Wildunfall vorbeugen und was Sie nach einem Zusammenstoß mit Wildtieren beachten müssen.

 

Text: Regina Ammel. Fotos: Bayerische Staatsforsten.

Kontakt zur Redaktion: redaktion@adac.de