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Weniger Luftverschmutzung ohne Fahrverbote

Grüne Ampeln hintereinander geschaltet die sogenannte grüne Welle
Durch grüne Wellen könnten Schadstoffe in Innenstädten deutlich reduziert werden ∙ © Shutterstock/DesignRage

Nach der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts drohen in vielen deutschen Innenstädten Fahrverbote für Dieselautos. Wichtige alternative Lösungsansätze, um die Belastung durch Autoabgase in den Innenstädten einzudämmen, sind: Ausbau und Beschleunigung des ÖPNV, Förderung des Radverkehrs, intelligente und vernetzte Steuerung der städtischen Ampeln sowie koordinierte Verkehrs- und Siedlungsplanung.

Grüne Welle/Netzsteuerung: Der verstärkte Einsatz von grünen Wellen und intelligenten Netzsteuerungssystemen im städtischen Straßennetz kann einen wichtigen Beitrag leisten, um Schadstoffemissionen weiter zu senken.

Bei möglichst gleichmäßiger Fahrweise mit niedrigen Drehzahlen wird der optimale Betrieb eines Fahrzeugs erreicht. Jedes Anfahren, jede Beschleunigung geht einher mit hohen Drehzahlen und führt zu mehr Lärm, höherem Verbrauch und stärkerem Schadstoffausstoß. Wenn möglichst viele Fahrzeuge im Straßennetz möglichst selten an einer Ampel halten müssen, können Luftschadstoffe spürbar reduziert werden.

Eine intelligente Netzsteuerung berücksichtigt das gesamte Verkehrsaufkommen und stimmt entsprechend die Ampelanlagen optimal aufeinander ab. Tests haben gezeigt, dass dabei der Stickoxidausstoß um bis zu 33 Prozent gesenkt werden kann. Der Partikelausstoß kann um 27 Prozent und der CO₂-Ausstoß um 15 Prozent gesenkt werden.

Eine gute Verkehrsplanung sollte mit der Siedlungsplanung abgestimmt sein. Um Pendlerströme nicht noch zu verstärken, ist es sinnvoll, neue Wohngebiete im Umland möglichst entlang der Hauptachsen des schienengebundenen öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zu errichten. Städte können einen Beitrag zur Verkehrsentlastung leisten, indem sie auf eine hohe Bebauungsdichte und Funktionsmischung setzen und größere Arbeitsstätten bevorzugt an Hauptknotenpunkten des ÖPNV ansiedeln.

ÖPNV: Nur ein schneller, zuverlässiger und günstiger ÖPNV ist eine echte Alternative zum Auto und kann maßgeblich zur Entlastung des städtischen Straßenverkehrs beitragen. Voraussetzung dafür ist jedoch ein besseres Angebot des ÖPNV. Dazu zählen der Ausbau des Netzes, optimierte intermodale Umsteigemöglichkeiten und die Verdichtung des Takts. Auch eine bessere Integration multimodaler Angebote (Park-and-Ride- sowie Bike-and-Ride-Anlagen) erleichtert den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel. Zudem können digitale Informationsangebote die Attraktivität des ÖPNV steigern.

Radverkehrsförderung: Sichere und schnelle Radverkehrsanlagen sind die Voraussetzung dafür, dass Autofahrer aufs Fahrrad umsteigen. Diese Radwege sollten auf Basis einer strategischen Netzplanung entwickelt werden.

Sie haben noch Fragen rund um Fahrverbote oder zur Abgas- und Dieselproblematik? Diskutieren Sie sie in der ADAC Community.

Fragen und Antworten zum Dieselfahrverbot

Ab wann gelten die Fahrverbote? Was droht, wenn Autofahrer sich nicht daran halten? Und welches Auto sollen sich Verbraucher überhaupt noch kaufen?

FAQs Dieselfahrverbot

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