Indian FTR: Infos, Bilder, Daten, Preise

Motorrad Indian FTR R Carbon fahrend auf einer Strasse.
Update für den europäischen Markt: Die FTR-Baureihe von Indian ∙ © Indian Motorcycle

Der amerikanische Hersteller Indian reagiert bei der FTR-Baureihe auf die europäischen Vorlieben und macht die Modelle handlicher. Das Fahrwerk wurde radikal überarbeitet. Bilder, Daten, Preise.

  • Besseres Handling

  • Führerschein-A2-Version

  • 123-PS-Motor

Der US-Motorradhersteller Indian richtet sich bei seiner 2019 präsentierten FTR-Baureihe ab der kommenden Saison stärker an den europäischen Vorlieben aus. Das machen die jetzt vorgestellten, teils sehr tiefgehenden Änderungen an der jüngsten Baureihe der Amerikaner deutlich.

Besseres Handling durch neue Bereifung

Hinterrad und Auspuff vom Motorrad Indian FTR R Carbon
Die neuen Räder machen die Indian FTR agiler ∙ © Indian Motorcycle

Unter anderem wird der Lenkkopfwinkel steiler und der Nachlauf kürzer. Die Räder werden kleiner: Zuvor rotierte vorne ein 19-Zoll-Rad, hinten war ein 18-Zöller montiert, künftig werden vorne und hinten 17-Zoll-Leichtmetall-Gussräder verwendet. Das soll eine höhere Agilität und eine verbesserte Handlichkeit mit sich bringen. Bislang galten die FTR, die darüber angesiedelte S-Version und die Top-Version FTR R Carbon als etwas hüftsteif. Die Rallye-Variante behält die bisherigen Rädergrößen bei.

Weitere Änderungen der Indian FTR betreffen das Triebwerk: Die Motorabstimmung wird verfeinert, und im Leerlauf schaltet sich der hintere Zylinder ab, um die Abwärme zu reduzieren. Die kleineren Räder sowie die Federwege von nunmehr zwölf Zentimetern führen zu einer um 3,6 Zentimeter niedrigeren Sitzposition, was vor allem vielen Fahrerinnen entgegenkommen dürfte.

Zusätzlich wurde die Lenkstange um vier Zentimeter gekürzt. Auch diese Maßnahme soll das agilere Handling fördern. Erstmals kommt die Basisversion der FTR ebenfalls in den Genuss von vorne und hinten einstellbaren Federelementen.

Die auch für den Führerschein A2 lieferbare FTR präsentiert ein Analog-Instrument im Cockpit, das Federbein ist rot lackiert. Die S-Version verfügt über ein 4,3-Zoll-TFT-Display mit Konnektivitäts-Funktionen, einen Akrapovic-Auspuff, drei Fahrmodi, Wheelie-, Stabilitäts- und Traktionskontrolle sowie ein Kurven-ABS. Die hochklassigste Version heißt FTR R Carbon. Sie weist zusätzlich diverse Kohlefaserteile sowie voll einstellbare Öhlins-Federelemente auf. Die Rallye-Version erhält die Motor-Modifikationen und einen um fünf Zentimeter höher montierten Lenker. Auch sie hat ein Analog-Instrument im Cockpit.

Die 1203 Kubikzentimeter großen V2-Motoren mit 60-Grad-Zylinderwinkel leisten 92 kW/123 PS, das maximale Drehmoment erreicht 120 Nm. Das fahrfertige Gewicht liegt je nach Version zwischen 232 und 240 Kilogramm. Die Preise beginnen bei 13.990 Euro und reichen im Fall der Carbon-Variante bis 18.490 Euro.

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Text: Ulf Böhringer/SP-X