18 Kindersitze im Test: Vier Modelle fallen durch

23.10.2018

Im aktuellen Test wurden 18 verschiedene Kindersitze in punkto Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und Schadstoffgehalt geprüft. Alle Daten und Ergebnisse sowie nützliche Tipps zum Einkauf.

Kindersitz Test Übersicht Vogelperspektive
Prüfkandidaten in der ADAC Crashanlage
  • Elf Modelle sind empfehlenswert
  • Vier fallen wegen zu hohen Schadstoffen durch
  • Mit dabei: Ein Kindersitz zum Aufpumpen

Die Ergebnisse

Hersteller/Modell                     Preis                     Isofix Note
bis ca. 1,5 Jahre                          
Britax Römer Baby-Safe 2 i-Size + i-Size Flex Base 370 € ja 1,7
Britax Römer Baby-Safe 2 i-Size + i-Size Base  350 €                     ja 1,7
Joie i-Level 300 €                     ja 1,7 
Maxi-Cosi Cabriofix  140 €                     nein 2,1
Hauck Comfort Fix + Comfort Fix Isofixbasis 220 €  ja  2,1 
Hauck Comfort Fix  120 € nein  2,4 
Maxi-Cosi Cabriofix + Familyfix Basis  310 €  ja  2,5 
Jané Koos i-Size + iPlatform  370 € ja  4,9 
Jané Koos i-Size  210 €  nein  4,9 
bis ca. 4 Jahre
   
Chicco Around U i-Size 450 € ja 3,0 
Nachfolger Hy5 TT 350 € nein 4,9 
Osann Fox  189 € ja 5,5 
ca. 1 bis 4 Jahre

   
Britax Römer Swingfix M i-Size
500 €
ja
1,7
Britax Römer Dualfix M i-Size
470 €
ja
2,1
ca. 1 bis 12 Jahre

   
Cybex Pallas S-Fix
300 €
ja
2,1
Nania I-Max SP Isofix  139 €
ja
2,7
Osann I-Max SP Isofix Ferrari
134 €
ja
2,7
ca. 4 bis 12 Jahre

   
Cybex Solution S-Fix
190 €
ja
1,7

Bezugstoffe enthalten Schadstoffe

Vier Sitzmodelle werden in diesem Vergleichstest mit "mangelhaft" bewertet. Die Bezugsstoffe vom "Jané Koos i-Size + iPlatform", vom "Jané Koos i-Size" und vom "Nachfolger Hy5 TT" sind mit Naphthalin belastet. Da dieser Stoff im Verdacht steht, eine krebserzeugende Wirkung zu haben, wird ihr Schadstoffgehalt mit "mangelhaft" bewertet. Dies führt zur Abwertung des ADAC Urteils. 

Der Bezugsstoff des "Osann Fox" enthält dagegen die Flammschutzmittel TCPP und TDPC. Da der Messwert den für Spielzeuge geltenden Grenzwert der Richtlinie 2014/79/EU überschreitet, wird sein Schadstoffgehalt ebenfalls mit "mangelhaft" bewertet.

Detaillierte Ergebnisse aller ADAC Kindersitztests finden Sie hier

Aufblasbarer Sitz: Praktisch für die Reise

Zoom-In
Kindersitz Test Nachfolger aufblasbar Freisteller
"Mangelhaft": Der Nachfolger Hy5 TT

Der "Nachfolger Hy5 TT" ist ein aufblasbarer Kindersitz, der vor allem für Reisende interessant ist, die flexibel mit verschiedenen Verkehrsmitteln unterwegs sind oder Car-Sharing-Angeboten nutzen. Der Sitz wiegt nur knapp über fünf Kilo, benötigt ohne Luft vergleichsweise wenig Stauraum und eignet sich daher gut, um auch über längere Strecken getragen zu werden. Er wird mit Hilfe einer mitgelieferten Pumpe oder an der normalen Reifenfüllstation an der Tankstelle aufgepumpt.

Der aufblasbare „Hy5 TT“ schneidet in den Kategorien Sicherheit und Bedienung "befriedigend" ab. Allerdings scheitert der Sitz mit seinem Naphthalin-Gehalt an den strengen Kriterien der Schadstoffprüfung und wird deshalb insgesamt auf "mangelhaft" abgewertet.

Tipp Icon

Tipps zum Kindersitz-Kauf

  • Nehmen Sie das eigene Fahrzeug und das Kind mit zum Geschäft, um die zur Auswahl stehenden Modelle vor dem Kauf ausprobieren zu können.
  • Der Kindersitz muss sich möglichst stramm und standsicher im Fahrzeug einbauen lassen. Vor allem bei älteren Fahrzeugen können z.B. lange Gurtschlossbefestigungen dazu führen, dass sich der Sitz nicht stabil anschnallen lässt.
  • Achten Sie darauf, dass Gurte möglichst geradlinig verlaufen und keine Falten werfen.
  • Besonders bei Babyschalen sollte geprüft werden, ob die Gurtlänge im Fahrzeug ausreicht, um den Sitz sicher anschnallen zu können. Ist der Gurt zu kurz für eine herkömmliche Babyschale, lässt sich eventuell eine Schale mit separater Basis montieren.
  • Bei Sitzerhöhungen mit Rückenstütze kann es vorkommen, dass sich der Gurt nicht mehr selbständig aufrollt, wenn sich das Kind nach vorne beugt. Probieren Sie dann ein anderes Modell aus.
  • Kindersitzmodelle mit semi-universaler Zulassung (z.B. alle Kindersitze mit Stützfuß) können nicht in allen Autos montiert werden. Diesen Produkten liegt eine Typliste bei, mit der man überprüfen kann, ob das Produkt im eigenen Fahrzeug verwendet werden darf.
  • Beachten Sie auch immer die Hinweise und Angaben in der Bedienungsanleitung des Kindersitzes und im Handbuch des Fahrzeugs.