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18 Kindersitze im Test: Vier Modelle fallen durch

Aufmacher des Kindersitztests 2018
Prüfkandidaten in der ADAC Crashanlage ∙ © ADAC/Markus Zahradnik

Im aktuellen Test wurden 18 verschiedene Kindersitze in punkto Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und Schadstoffgehalt geprüft. Alle Daten und Ergebnisse sowie nützliche Tipps zum Einkauf.

  • Elf Modelle sind empfehlenswert

  • Vier fallen wegen zu hohen Schadstoffen durch

  • Mit dabei: Ein Kindersitz zum Aufpumpen

Die Ergebnisse

Hersteller/ModellPreisIsofixNote
bis ca. 1,5 Jahre
Britax Römer Baby-Safe 2 i-Size + i-Size Flex Base370 €ja1,7
Britax Römer Baby-Safe 2 i-Size + i-Size Base350 €ja1,7
Joie i-Level300 €ja1,7
Maxi-Cosi Cabriofix140 €nein2,1
Hauck Comfort Fix + Comfort Fix Isofixbasis220 €ja2,1
Hauck Comfort Fix120 €nein2,4
Maxi-Cosi Cabriofix + Familyfix Basis310 €ja2,5
Jané Koos i-Size + iPlatform370 €ja4,9
Jané Koos i-Size210 €nein4,9
bis ca. 4 Jahre
Chicco Around U i-Size450 €ja3,0
Nachfolger Hy5 TT350 €nein4,9
Osann Fox189 €ja5,5
ca. 1 bis 4 Jahre
Britax Römer Swingfix M i-Size500 €ja1,7
Britax Römer Dualfix M i-Size470 €ja2,1
ca. 1 bis 12 Jahre
Cybex Pallas S-Fix300 €ja2,1
Nania I-Max SP Isofix139 €ja2,7
Osann I-Max SP Isofix Ferrari134 €ja2,7
ca. 4 bis 12 Jahre
Cybex Solution S-Fix190 €ja1,7

Bezugstoffe enthalten Schadstoffe

Vier Sitzmodelle werden in diesem Vergleichstest mit "mangelhaft" bewertet. Die Bezugsstoffe vom "Jané Koos i-Size + iPlatform", vom "Jané Koos i-Size" und vom "Nachfolger Hy5 TT" sind mit Naphthalin belastet. Da dieser Stoff im Verdacht steht, eine krebserzeugende Wirkung zu haben, wird ihr Schadstoffgehalt mit "mangelhaft" bewertet. Dies führt zur Abwertung des ADAC Urteils. 

Der Bezugsstoff des "Osann Fox" enthält dagegen die Flammschutzmittel TCPP und TDPC. Da der Messwert den für Spielzeuge geltenden Grenzwert der Richtlinie 2014/79/EU überschreitet, wird sein Schadstoffgehalt ebenfalls mit "mangelhaft" bewertet.

Detaillierte Ergebnisse aller ADAC Kindersitztests finden Sie hier

Aufblasbarer Sitz: Praktisch für die Reise

Freisteller des Kindersitzes Nachfolger HY5
"Mangelhaft": Der Nachfolger Hy5 TT ∙ © ADAC/Ralph Wagner

Der "Nachfolger Hy5 TT" ist ein aufblasbarer Kindersitz, der vor allem für Reisende interessant ist, die flexibel mit verschiedenen Verkehrsmitteln unterwegs sind oder Car-Sharing-Angeboten nutzen. Der Sitz wiegt nur knapp über fünf Kilo, benötigt ohne Luft vergleichsweise wenig Stauraum und eignet sich daher gut, um auch über längere Strecken getragen zu werden. Er wird mit Hilfe einer mitgelieferten Pumpe oder an der normalen Reifenfüllstation an der Tankstelle aufgepumpt.
Der aufblasbare „Hy5 TT“ schneidet in den Kategorien Sicherheit und Bedienung "befriedigend" ab. Allerdings scheitert der Sitz mit seinem Naphthalin-Gehalt an den strengen Kriterien der Schadstoffprüfung und wird deshalb insgesamt auf "mangelhaft" abgewertet.

Tipps zum Kindersitz-Kauf

  • Nehmen Sie das eigene Fahrzeug und das Kind mit zum Geschäft, um die zur Auswahl stehenden Modelle vor dem Kauf ausprobieren zu können.

  • Der Kindersitz muss sich möglichst stramm und standsicher im Fahrzeug einbauen lassen. Vor allem bei älteren Fahrzeugen können z.B. lange Gurtschlossbefestigungen dazu führen, dass sich der Sitz nicht stabil anschnallen lässt.

  • Achten Sie darauf, dass Gurte möglichst geradlinig verlaufen und keine Falten werfen.

  • Besonders bei Babyschalen sollte geprüft werden, ob die Gurtlänge im Fahrzeug ausreicht, um den Sitz sicher anschnallen zu können. Ist der Gurt zu kurz für eine herkömmliche Babyschale, lässt sich eventuell eine Schale mit separater Basis montieren.

  • Bei Sitzerhöhungen mit Rückenstütze kann es vorkommen, dass sich der Gurt nicht mehr selbständig aufrollt, wenn sich das Kind nach vorne beugt. Probieren Sie dann ein anderes Modell aus.

  • Kindersitzmodelle mit semi-universaler Zulassung (z.B. alle Kindersitze mit Stützfuß) können nicht in allen Autos montiert werden. Diesen Produkten liegt eine Typliste bei, mit der man überprüfen kann, ob das Produkt im eigenen Fahrzeug verwendet werden darf.

  • Beachten Sie auch immer die Hinweise und Angaben in der Bedienungsanleitung des Kindersitzes und im Handbuch des Fahrzeugs.

Dieses Video wird über YouTube abgespielt. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google. ∙ Bild: © ADAC