Ausstattung & Zubehör

Remote-Apps: Fernbedienung fürs Auto

8.5.2018

Sie haben den Wagen abgestellt und fragen sich später, ob das Auto wirklich abgesperrt ist. Oder Sie besuchen eine fremde Stadt, parken – und können sich später nicht mehr erinnern, wo das war. Jetzt den Wagen ferngesteuert verriegeln oder ihn per GPS-Ortung wiederfinden – das geht mit den Remote-Apps, die zahlreiche Hersteller anbieten. Wir haben sie untersucht und zeigen Ihnen, was sie können und worauf Sie achten sollten.

Handydisplay mit Remote App im Vordergrund, im Hintergrund fährt eine Frau Auto
Remote-Apps liefern viele Informationen übers Auto direkt aufs Smartphone.

Als Basis dienten die Remote-Apps von mehr als 20 Fahrzeugherstellern. Die Fernsteuerungsfunktion ist dabei teilweise an Ausstattungspakete gebunden (meist in der Oberklasse) oder als Einzelfunktion wählbar. Auch in der Angebotsbreite unterscheiden sich die Apps zum Teil massiv. Hier finden Sie die detaillierten Ergebnisse der Remote-App-Untersuchung.

Prinzipiell bieten alle führenden deutschen Pkw-Hersteller Remote-Apps an, asiatische (z. B. Toyota und Hyundai) oder auch die Franzosen (Citroën, Peugeot) jedoch gar nicht. Die angebotenen Funktionen lassen sich in zwei Hauptgruppen unterteilen: 

  • informativ: Fahrzeuginformationen wie Standort, Restreichweite oder Inspektionsintervalle werden in der App angezeigt.
  • steuernd: Funktionen wie Tür-/Fensterverriegelung, Ladedauer oder Standheizung können angewählt werden.

Generell dienen die Remote-Funktionen nicht nur dem Komfort, sondern beispielsweise mit der Erinnerung an die nächste Wartung auch der Fahrsicherheit. Auch eine kraftstoffsparende Fahrweise kann durch Informationen durch die Apps unterstützt werden.

IT-Sicherheit von Remote-Apps

Wichtig war uns bei der Untersuchung die IT-Sicherheit. Die Renault-App beispielsweise speichert sensible Daten in einer unverschlüsselten Datenbank auf dem Smartphone. Durch Ausnutzung einer weiteren Sicherheitslücke könnten versierte Angreifer hier, ebenso wie bei der VW-App, den Datenverkehr zur Cloud lesen. Die BMW-App hat eine nur schwache Passwortrichtlinie, und allen drei ist gemeinsam, dass nach einem Log-out die Sitzung nicht richtig beendet und ein Zugriff Dritter nicht durch den Nutzer unterbunden werden kann.

Fazit: Alle drei Apps erfüllten die Standards weitgehend, wenn auch mit Schwachstellen.

Tipps und Forderungen

Wir empfehlen daher, beim Kauf genau zu prüfen, welche Dienste man tatsächlich benötigt und wie sie wirken. Die Hersteller fordern wir auf, dem Kunden die komplette Deaktivierung der Daten zu ermöglichen. Auch sollten die gesammelten Daten für den Fahrzeugbesitzer frei einsehbar sein.