Motorradfahren bei Wind und Wetter

20.2.2019

Bei Wind und Wetter bietet eine entsprechende Schutzkleidung dem Motorradfahrer besten Schutz. Das Fahren bei Regen erfordert allerdings große Aufmerksamkeit und einen angepassten Fahrstil. Mit unseren Tipps für das Motorradfahren bei Wind und Wetter gibt es garantierten Fahrspaß bei jedem Wetter.

Motorrad Autobahn Regen
Bei Fahrten im Nassen muss der Fahrstil noch runder sein und das Bremsen noch feinfühliger erfolgen. 

Fahrweise an die Bedingungen anpassen

Weil es in unseren Breitengraden häufiger regnet, endet manche Tour leider im Nassen. Unter diesen Bedingungen sollten Sie für eine sichere Fahrt drei Dinge tun:

  • die Aufmerksamkeit erhöhen
  • die Konzentration steigern
  • das Tempo reduzieren

Im Nassen muss der Fahrstil noch runder sein und das Bremsen noch feinfühliger erfolgen. Das erfordert reichlich Übung und Erfahrung, die Sie in einem Fahrsicherheitstraining aufbauen können.

Im Rahmen eines derartigen Trainings können Sie außerdem unnötige Ängste vor Nässe abbauen, die zu gefährlichen Verkrampfungen führen. Das richtige Kurvenfahren mit reduzierter Schräglage sowie das Bremsen bei Nässe braucht Training, um eine stimmige Balance zwischen Selbstvertrauen und Respekt zu finden. Weil der Unterschied zwischen Trocken- und Nass-Grip der Reifen stark vom Belag der jeweiligen Fahrbahn abhängig ist, führt an der Praxis kein Weg vorbei.

Nur im Regen kann das Fahren im Regen perfektioniert werden. 

Vorsicht bei Bitumen und anderen Motorrad-Fallen

Besonderes Augenmerk sollten Sie auf das Anbremsen von Kurven lenken: Der Bremsvorgang muss vor dem Einlenken abgeschlossen sein, um eine sichere Führung des Vorderrades zu gewährleisten und Stürze zu vermeiden. Eine geringere Geschwindigkeit erreichen Sie mit Bremsen und der „Motorbremse“ durch Runterschalten.

Kalkulieren Sie stets ein, dass mancher nasse Straßenbelag zur Rutschbahn werden kann. Leidige Bitumenstreifen oder weiße Fahrbahnmarkierungen können noch glitschiger sein.

Das gilt auch für andere „Motorrad-Fallen“ wie Kanaldeckel, Metallplatten vor Brücken, Sand oder verschmutzte Straße – besonders in ländlichen Gegenden oder auch in den Alpen, wo Land- und Weidewirtschaft betrieben wird. Mit einer vorausschauenden Fahrweise können Sie solchen Stellen meist ausweichen. Gelingt dies nicht, sollten Sie Bremsen und Gasgeben vermeiden und die Hindernisse in möglichst stumpfem Winkel überfahren.

Bei griffigem Asphalt können selbst bei Nässe hohe Bremsverzögerungen erreicht werden. ABS schützt dabei vor einem Blockieren des Vorderrades. 

Die Aquaplaninggefahr ist beim Motorrad übrigens geringer als beim Auto mit vier breiteren Reifen. Sie droht aber bei sehr hohem Tempo und hohem Wasserstand auf der Fahrbahn.

 

Gefahr durch Seitenwind

Motorräder können durch starken Seitenwind instabil werden oder sogar im wahrsten Sinne des Wortes aus der Bahn geworfen werden. Brücken, Schneisen oder Straßen oberhalb der Baumgrenze und an Meeresküsten sind dabei besonders gefährlich. Drosseln Sie vorsorglich die Geschwindigkeit, um nicht auf die Gegenfahrbahn zu geraten. Die Windwirkung hängt allerdings stark von der seitlichen Angriffsfläche ab, der Silhouette von Motorrad und Fahrer.

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Foto: © PantherMedia/Madrabothair