Yamaha X-Max 300: Testfahrt, Daten, Preis

Yamahas X-Max-Familie verbindet Komfort, Stauraum und Fahrdynamik. Dies gilt vor allem für den mittleren Vertreter, der vom 250er zum 300er aufgewertet wurde. Fahrbericht aus MOTORRAD 10/2017.
Zoom-In
Der Yamaha X-Max 300 ist ein praktischer Roller für die Stadt

Der Schritt vom X-Max 250 zum 300er ist größer, als das Hubraumplus von 43 cm³ vermuten lässt. Der Motor bekam einen Millimeter mehr Bohrung und satte 9,1 mm mehr Hub, vier Ventile statt zwei steuern nun den Gaswechsel. Das ergibt 40 Prozent mehr Nennleistung: 28 PS bei 7250/min; das maximale Drehmoment wuchs um acht auf 29 Nm. 

ABS und abschaltbare Traktionskontrolle sind Serie; außerdem gehören ein Smartkey, LED-Scheinwerfer und -Rücklichter sowie eine Zwölf-Volt-Dose in der linken Cockpitablage zur Ausstattung. Der Lenker ist in zwei Positionen um 20 mm höhenverstellbar, der Windschild um 50 mm. Der Yamaha X-Max 300 verlangt von seinem Fahrer eine kompakte, frontorientierte Haltung, was bei der Größe des Fahrzeugs ein wenig überrascht. Im Stadtverkehr schwimmt man dank zackigem Antritt, gut ausbalanciertem Fahrwerk und überraschungsfreiem Handling sicher mit und merkt kaum, dass man noch ein ellenlanges Rollerheck hinter sich herzieht.

Telegabel und Federbeine haben holpriges Pflaster und Asphaltnarben gut im Griff, hier zeigt sich der Yamaha X-Max 300 als pragmatisches Pendlerfahrzeug. Außerhalb der Stadt reichen 28 PS vollkommen aus, um lästige Lastwagen im Handumdrehen zu überholen und Kurven aller Radien vergnüglich zu gestalten. Lediglich bei höherem Tempo reagiert insbesondere die Telegabel ein wenig nachlässig auf mittelgrobe Unebenheiten.

Yamaha X-Max 300: Das ABS ist Serie

Zoom-In
LED-Scheinwerfer gehören zur Grundausstattung

Die Bremsen setzen die Handkräfte in einem vernünftigen Verhältnis in Bremsleistung um. Das ABS regelt überraschend spät und recht rustikal, sodass vor allem der Hinterreifen kurze Rutscher erleben kann. Auf Schnellstraßen zieht der Yamaha X-Max 300 auch jenseits der Autobahn-Richtgeschwindigkeit stabil seine Bahn.

Dominanz über die linke Spur überlässt er allerdings anderen. Yamaha bietet Zubehör an, um den X-Max 300 entweder in Richtung fahraktiv-sportlich oder komfortabel-touristisch zu trimmen. Zur ersten Rubrik gehören ein Akrapovic-Endtopf (ab 650 Euro), ein niedrigerer Windschild (95 Euro), ein puristischer Kennzeichenhalter (130 Euro), Alu-Platten für den Fahrerfußraum (75 Euro/Paar) und eine Soziusrückenlehne (150 Euro; Polster 65 Euro extra).

Der niedrigere Windschild ist eine echte Empfehlung; damit strömt der Fahrtwind den Fahrer wirbelfrei auf breiter Front an. Für die Tourenausbaustufe findet man z. B. einen höheren Windschild (180 Euro), eine Komfortsitzbank (300 Euro) sowie einen Gepäckträger (170 Euro). Auch der Yamaha X-Max 300 wird aus Deutschland keine Rollernation machen. Aber seine Nische besetzt er gut.

Technische Daten Yamaha X-Max 300

 
Motor

Wassergekühlter Einzylinder-Viertakt-Motor, eine obenliegende Nockenwelle, vier Ventile, Einspritzung, geregelter Katalysator, Batterie 12 V/8 Ah, Fliehkraftkupplung, stufenlose Riemenautomatik, Bohrung x Hub 70,0 x 75,9 mm Hubraum 292 cm³ Verdichtungsverhältnis 10,9 : 1 Nennleistung 20,6 kW (28 PS) bei 7250/min Max. Drehmoment 29 Nm bei 5750/min

Maße und Gewichte
Radstand 1540 mm, Lenkkopfwinkel 62,0 Grad, Nachlauf 100 mm, Federweg v/h 110/79 mm, Sitzhöhe 795 mm, Gewicht vollgetankt 179 kg, Tankinhalt 13,0 Liter
Fahrwerk Rohrrahmen us Stahl, Telegabel, zwei Federbeine, Scheibenbremse vorn, Ø 267 mm, Doppelkolben-Schwimmsattel, Scheibenbremse hinten, Ø 245 mm, Einkolben-Schwimmsattel, ABS. Alu-Gussräder 3.50 x 15; 3.75 x 14 Reifen 120/70-15; 140/70-14
Garantie und Preis
Garantie zwei Jahre Farben: Bronze, Weiß, Grau Preis: 5695 Euro Nebenkosten 275 Euro
Logo Motorrad Online

Copyright: MOTORRAD*, Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG

* Durch Anklicken des Links werden Sie zu einer externen Internetseite weitergeleitet, für deren Inhalte der jeweilige Seitenbetreiber verantwortlich ist.

 

Fotos: Yamaha.

Hier finden Sie viele weitere Motorrad-Fahrberichte

Kontakt zur Redaktion: redaktion@adac.de