Kymco AK 550 i ABS: Testfahrt, Daten, Preis

Kymco wagt mit dem komplett neu entwickelten AK 550 einen sportlicheren Einstieg in die Scooter-Oberklasse. Fahrbericht aus MOTORRAD 14/2017.

   

Zoom-In
Kymco AK 550 i ABS mit Fahrer auf der Rennstrecke
Die Kymko AK 550 überrascht mit üppiger Schräglagenfreiheit

Um es gleich vorwegzunehmen: Die bei der Vorstellung des neuen Topmodells des taiwanesischen Herstellers für leichte Irritationen sorgende Modellbezeichnung AK hat – natürlich – weder etwas mit dem Sturmgewehr noch mit dem zur Überschrift inspirierenden Parteislogan zu tun. Vielmehr spielt er auf das 50-jährige Firmenjubiläum an und bedeutet schlicht Anniversario Kymco, sprich Jubiläumsmodell. 

Zwar kein Jubiläum, aber eine andere Besonderheit gab es bei der offiziellen Vorstellung des AK in der bayrischen Oberpfalz: Neben einer ausgedehnten Runde durch Wald und Wiesen durfte die angereiste Journalistenschar den 550er auch ein paar Runden über eine Kartbahn scheuchen. Das ist zwar auch für einen sportlich angehauchten Scooter nicht eben das angestammte Habitat, aber auch dort macht er eine gute Figur.

Neben den standfesten und gut dosierbaren Bremsen überraschte besonders die üppige Schräglagenfreiheit des tapfer marschierenden Twins. Auch die straffe Abstimmung des Fahrwerks gefällt, wenngleich die Rückmeldung des Vorderrads zu wünschen übrig lässt. Doch zurück auf der Straße stört das nicht wirklich. 

Dort zählen andere Dinge, zum Beispiel der kultivierte Lauf des Reihentwins. Für glitschige Verhältnisse gibt es einen Regenmodus, der die Leistung von 51 auf 47 PS kappt, eine echte Traktionskontrolle fehlt jedoch. Das Platzangebot hinter der hohen Scheibe reicht auch für große Piloten, ins Helmfach passt ein Integralhut plus etwas Kleinkram, zusätzlich gibt es noch zwei Fächer im Beinschild.

Das Cockpit besitzt Pkw-ähnliche Dimensionen und bietet ein besonderes Schmankerl, das vor allem Smartphone-Junkies begeistern dürfte. Selbiges lässt sich über die App Noodoe mit dem mittleren Segment des Cockpits vernetzen. Dann erfährt der AKist "just in time", wenn es in der digitalen Welt etwas Neues gibt. Doch nicht nur das, auch der günstige Preis von 9799 Euro macht ihn durchaus zur Alternative in seinem Segment.

Technische Daten Kymco AK 550 i ABS  (2017)

Motor              Wassergekühlter Zweizylinder-Viertakt-Reihenmotor, zwei Ausgleichswellen, zwei obenliegende, kettengetriebene Nockenwellen, vier Ventile pro Zylinder, Trockensumpfschmierung, Einspritzung, Ø 34,5 mm, geregelter Katalysator, Lichtmaschine 170 W, Batterie 12 V/11 Ah, Fliehkraftkupplung, Variomatik, Zahnriemen, Bohrung x Hub 69,0 x 73,6 mm, Hubraum 550 cm³, Verdichtungsverhältnis 11,0:1, Nennleistung 38 kW (51 PS) bei 7500/min, Regenmodus 34 kW (47 PS) bei 7500/min, Max. Drehmoment 52 Nm bei 5750/min
Fahrwerk Zweiteiliger Brückenrahmen aus Aluminium, Motor mittragend, Upside-down-Gabel, Ø 41 mm, Zweiarmschwinge aus Aluminium, Zentralfederbein, direkt angelenkt, Doppelscheibenbremse vorn, Ø 270 mm, Vierkolben-Festsättel, Scheibenbremse hinten, Ø 260 mm, Einkolben-Schwimmsattel, ABS, Alu-Gussräder 3.00 x 15; 4.50 x 15, Reifen 120/70 R 15; 160/60 R 15, Testbereifung: Metzeler Feel Free
Maße & Gewicht Radstand 1580 mm, Lenkkopfwinkel k. A., Nachlauf k. A., Federweg vorn/hinten 120/120 mm, Sitzhöhe 785 mm, Leergewicht 230 kg, zulässiges Gesamtgewicht 395 kg, Tankinhalt 14,5 Liter.
Garantie & Preis

Gewährleistung: zwei Jahre
Garantie: zwei Jahre
Farben: Schwarz, Silber
Preis inklusive Nebenkosten: 9799 Euro**

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Foto: Kymco

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