Checkliste: Fahrradtipps Frühling

20.4.2018

Der Frühling kommt, und Deutschland fährt Rad. Zwei Drittel der Deutschen (67 Prozent) haben ein eigenes Fahrrad, und immer mehr nutzen es regelmäßig – Tendenz steigend. Damit Sie jetzt sorglos auf zwei Rädern in den Frühling starten können, haben wir eine Checkliste mit den wichtigsten Pflegetipps für Ihr Rad zusammengestellt.

Fahrrad Frühlingscheck
Wer jetzt sorglos in den Frühling starten will, sollte sein Fahrrad überprüfen. 

Wir haben für Sie eine Checkliste mit den wichtigsten Tipps zusammengestellt: 

  • Keiner kommt drum rum: Das Rad muss gründlich geputzt werden. So merken Sie auch, welche Schrauben klappern und nachgezogen werden müssen.
  • Besonderes Augenmerk verdienen die Bremsen. Vorder- und Hinterradbremse sollten gleichmäßig funktionieren, die Bremshebel müssen leichtgängig sein. Sollte das nicht der Fall sein, empfehlen wir gerade bei Scheibenbremsen einen Fachhändler aufzusuchen.
  • Sorgen Sie dafür, dass Sie gut gesehen werden! Deshalb überprüfen Sie alle Kabel- und Steckverbindungen der gesamten Lichtanlage. Funktioniert ein Licht nicht, eventuell Leuchtmittel wechseln oder eingerostete Kontakte säubern und gerissene Kabel ersetzen. Und denken Sie daran, den Akku von batteriebetriebenen Lampen vor der ersten Fahrt rechtzeitig aufzuladen.
  • Nicht nur von vorne und hinten sollten Sie sichtbar sein, sondern auch von der Seite. Deshalb muss das Rad über reflektierende weiße Streifen an den Reifen oder in den Speichen verfügen. Haben Sie diese nicht, müssen alternativ vier gelbe Speichenreflektoren (Katzenaugen) angebracht werden.
  • Nicht nur sehen und gesehen werden ist wichtig, sondern auch, dass Sie gehört werden. Eine Klingel ist Vorschrift, sie sollte gut hörbar sein. Deshalb klingeln Sie ruhig einfach mal kräftig.
  • Nach der Winterpause sollten Sie die beweglichen Teile des Rades einfetten und die Fahrradkette ölen. Dazu tropfen Sie einfach säurefreies Öl (z.B. Nähmaschinen- oder Schmieröl aus dem Fahrradladen) in alle Gelenke. Übrigens: Unter normalen Bedingungen hält eine Kette zwischen 3000 und 6000 Kilometer. Danach sind Kettenräder und Ritzel so stark abgenutzt, dass sich der Kauf einer neuen lohnt.
  • Probieren Sie die Schaltung aus. Alle verfügbaren Gänge sollten sich leicht und einwandfrei schalten lassen. Bei Fehlfunktionen empfiehlt es sich, einen Fachhändler aufzusuchen.
  • Auch die Reifen sollten Sie sich genau ansehen. Die Mäntel dürfen weder zu abgefahren noch zu spröde sein. Dies gilt auch für die Reifenflanken. Mit abgefahrenen Reifen rutschen Sie auf restlichem Rollsplit, der im Frühjahr oft noch auf den Straßen liegt, schnell aus. Nach der langen Zeit, in der das Fahrrad stand, haben die Pneus wahrscheinlich Luft verloren. Deshalb: Reifendruck kontrollieren und aufpumpen, dann fahren Sie leichter und sicherer.
  • Setzen Sie sich ruhig noch mal zur Probe auf Ihren Drahtesel. Passt die Sitzposition noch? Sind Sattel und Lenker richtig eingestellt? Das dient nicht nur Ihrer Bequemlichkeit und dem Wohlfühlfaktor, sondern auch der Verkehrssicherheit.

Alle, die sich zu Saisonbeginn noch etwas unsicher fühlen, sollten eine Runde im verkehrsberuhigten Umfeld drehen. Das gilt besonders für Pedelec- und E-Bike-Fahrer. Zudem empfehlen wir allen Radfahrern – egal welcher Altersgruppe – einen Helm zu tragen. Er vermindert im Falle eines Sturzes die Schwere der Kopfverletzung.