Studie Opel Experimental: Ausblick auf den Manta-e?

Seitliche Frontalaufnahme eines Opelexperiments
Neue Studie von Opel namens Experimental © Opel

Opel präsentiert auf der IAA in München die Studie "Experimental", die einen Ausblick auf den neuen Manta geben könnte. Natürlich mit Elektroantrieb.

  • Neuer batterie-elektrischer Antrieb

  • Gute Aerodynamik, hohe Effizienz

  • Neue Anzeigen und Bedienung

Opel präsentiert auf der IAA in München eine Studie, die für Aufsehen sorgen wird – insbesondere bei den Fans des legendären Manta. Die Studie "Experimental" könnte nämlich ein Ausblick sein auf das Modell, das womöglich unter dem Namen Manta-e ab 2025 auf den Markt kommt.

Elektro-Studie Experimental in Bildern

Die Karosserie der Studie zeigt eine coupéförmige Linie mit nach hinten abfallendem Dach und langgezogenem Heck. Optisch auffällig an Front und Heck sind die Signaturen von Lichtern und Markenemblemen – als schaue man auf einen Kompass. Große Räder und eine etwas erhöhte Bodenfreiheit komplettieren die kraftvolle Statur des kompakten Crossover. Wer genau hinschaut, mag in der Studie Experimental tatsächlich ein wenig optische Verwandtschaft mit dem Opel Manta A der Baujahre 1970 bis 1975 erkennen. Wobei diese neue Studie deutlich weiter entwickelt aussieht, als die Studie, die Opel vor rund zwei Jahren gezeigt hat.

Neuer E-Antrieb, neue Plattform

Fahrgestell Animation des Opel Experimentes
Könnte unter dem Blech stecken: die neue Elektro-Plattform des Konzerns© Stellantis

Der Antrieb des darauf basierenden Serienautos wird selbstverständlich elektrisch sein. Man darf wohl davon ausgehen, dass die jüngst vorgestellte neue Elektro-Plattform des Stellantis-Konzerns, zu dem Opel gehört, zum Einsatz kommt. Mit der sogenannten STLA-Medium-Plattform käme der Manta-e dann bis zu 700 Kilometer weit – wenn es sich um das Performance-Paket mit einer 98-kWh-Batterie handelt. In der Standardversion mit kleinerem Akku wären bis zu 500 Kilometer möglich. Aber auch das wäre ja sehr ordentlich.

Auf der STLA-Plattform ist sowohl Front- als auch Allradantrieb mit einem zweiten E-Motor konfigurierbar. Der Radstand aller darauf basierenden Konzern-Modelle variiert je nach Auslegung zwischen 2,70 und 2,90 Metern, die Länge der Fahrzeuge zwischen 4,30 und 4,90 Metern. Die Plattform deckt also sowohl das C-Segment (Manta-e, untere Mittelklasse) wie auch das höhere D-Segment ab. Die STLA-Plattform ist eine von vier angekündigten Plattformen für den weltweiten Einsatz. Die Plattformen senken die Kosten, weil sie für Millionen von zu produzierenden Fahrzeugen konzernübergreifend tauglich sind.

Pure Pad und Augmented Reality

Aufnahme des Cockpit eines Opelexperiments
Informationen werden in die Windschutzscheibe gespiegelt© Opel

Preisgegeben hat Opel schon, dass in den zukünftigen Fahrzeugen der Marke neue Anzeigen und Bedienkonzepte realisiert werden. So spricht Opel von einem Pure Pad, das sich vor der rechten Armlehne des Fahrers finde. Bildschirme würden ersetzt durch Informationstafeln in Augmented-Reality-Technologie.

Auch die Außenspiegel wird es womöglich nicht mehr geben, wie mit der Studie gezeigt wird. Stattdessen verstecken sich Kameras in den C-Säulen hinten, die ein digitales Bild nach vorn in ein entsprechendes Display projizieren. Für eine gute Windschlüpfigkeit der Karosserie sogen nicht nur deren schlanke Formen, sondern auch Luftklappen an Front und Heck sowie ein Heckdiffusor. Die Reifen sollen aus recyceltem Gummi bestehen.

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Ankündigungen wie diese machen die Autohersteller gern, sie arbeiten auch tatsächlich an solchen Zukunftsentwicklungen. Dass es die Zukunftstechnologien in die Serie schaffen, das wird am Ende aber allzu gern von den Kosten-Kontrolleuren verhindert. Die Manta-Fans werden sich wie alle anderen Interessenten noch ein wenig gedulden müssen.