Rund ums Fahrzeug
Verkehr
Reise & Freizeit
Produkte
Mitgliedschaft
Der ADAC

Mercedes GLE Coupé: Das kann die zweite Generation des SUV-Coupés

Mercedes GLE Coupé auf einem Berg
Mercedes GLE Coupé mit mächtiger Front ∙ © Mercedes

Die erste Generation des Mercedes GLE Coupé war noch ein ziemlich grober Klotz. Die Neuauflage kommt nun um einiges eleganter daher. Infos, Bilder, Daten.

  • 4,94 Meter Länge, bis zu 1790 Liter Kofferraumvolumen

  • Starke Motoren mit bis zu 612 PS; ein Diesel-Plug-in-Hybrid

  • Preis: ab 76.279 Euro

Ein SUV-Coupé ist eine ganz spezielle Fahrzeuggattung. Bei SUV-Hassern ist sie ganz besonders umstritten, schließlich brauchen sie viel Verkehrsfläche, bieten aber einen vergleichsweise bescheidenenen Nutzwert. Das ist auch beim Mercedes GLE Coupé nicht anders, das bereits in der zweiten Generation zu haben ist. War die Erstauflage noch eine Art Schnellschuss, wirkt Nummer zwei deutlich stimmiger. 

Doch schon allein wegen seines hohen Preises dürfte das aktuelle Modell ein Nischendasein fristen: Unter gut 76.000 Euro ist nichts zu machen.

Eleganter Auftritt in der SUV-Coupé-Nische

Die erste Coupé-Generation des großen SUV kam 2015 als Reaktion auf den Erfolg des Wettbewerbers BMW X6 auf den Markt – mitten im Modell-Lebenszyklus des Standard-GLE. Generation zwei wurde hingegen schon bei der Entwicklung der Baureihe mitgedacht und wirkt optisch nun stimmiger: An Stelle des klobigen Heckabschlusses endet die Dachlinie deutlich filigraner in einer kleinen Spoilerkante am Deckel des Gepäckabteils.

Die vordere Wagenhälfte entspricht weitgehend dem Steilheck-GLE, allerdings neigt sich die Windschutzscheibe ein wenig stärker, was die sportliche Optik unterstreicht.

Mit 4,94 Meter Länge fällt das neue GLE Coupé rund vier Zentimeter länger aus als der Vorgänger, der Radstand legt um zwei Zentimeter zu, was für entspanntere Platzverhältnisse im Inneren und ein besseres Raumgefühl sorgt. Das Laderaumvolumen wächst um einige Liter und kann zwischen 655 und 1790 Liter verstauen. Die Rücksitzlehne lässt sich ab Werk im Verhältnis 40:20:40 teilen.

Innenraum mit MBUX-Infotainment

Wichtig im Alltag: Auch das Fassungsvermögen der Ablagen im Innenraum ist gewachsen, insgesamt gibt es 40 Liter zusätzlich für Kleinkram. Darüber hinaus zieht im Cockpit das neue Infotainment-System MBUX ein, das bereits in der A-Klasse und anderen Mercedes-Modellen mit leistungs- und lernfähiger Sprachsteuerung punktet.

In Kürze lässt sich Amazon Music einbinden, so dass über Touch- oder Spracheingabe die bevorzugte Playlist abgespielt werden kann.

Beim Antrieb setzt Mercedes weiterhin auf sehr starke Motoren. Mit weniger als 272 PS (350d, 3.0 V6 Turbodiesel) ist das Coupé nicht zu haben. In einer zweiten Ausbaustufe leistet der Reihensechszylinder 330 PS (400 d). Interessante Option, um den Verbrauch zumindest einigermaßen in den Griff zu bekommen: Der neue Plug-in-Hybrid-Diesel mit einer Systemleistung von 320 PS zum Preis von knapp 80.000 Euro.

Als Benziner gibt es ausschließlich die AMG-Modelle GLE 53, 63 und 63 S mit atemberaubenden Leistungen von 435 PS, 571 und 612 PS, die zur Leistungssteigerung (kurzfristig bis zu 16 kW/22 PS extra) und Verbrauchssenkung mit einem 48-Volt-Hybridsystem gekoppelt sind.

Mercedes GLB: Variabel wie ein Van

Der neue Kompakt-SUV von Mercedes bietet auf 4,63 Meter Länge bis zu sieben Sitze und eine verschiebbare Rückbank. Ab Ende 2019 beim Händler. Preis ab 37.747 €. 

Mercedes GLB

Intelligente Assistenzsysteme

Beim Fahrwerk verlässt sich der Crossover serienmäßig auf straff abgestimmte Stahlfedern, alternativ ist eine Luftfederung zu haben, auf Wunsch auch in einer aktiv gesteuerten Variante (E-Active Body Control).

Beim Thema Assistenzsysteme zieht das Coupé mit dem normalen GLE gleich und bietet zum Beispiel den "aktiven Abstands-Assistenten", der etwa aus Basis von Life-Traffic-Verkehrsinformationen einen Stau erkennen und von sich aus die Geschwindigkeit auf ca. 100 km/h reduzieren kann – falls sich der Fahrer nicht aktiv dagegen entscheidet.

Der "aktive Lenk-Assistent" wiederum soll im Stau sogar automatisch eine Rettungsgasse bilden können, wenn dies auch andere Fahrzeuge im Geschwindigkeitsbereich bis 60 km/h tun.

Viel High-Tech also für ein Nischenfahrzeug, dessen Segment momentan durchaus Anklang findet. So ist neben dem Hauptkonkurrenten BMW X6 nun auch das Porsche Cayenne Coupé auf dem Markt. Eine Etage darunter tummeln sich BMW X4Mercedes GLC Coupé und der Audi Q3 Sportback.

Hier finden Sie viele weitere Fahrberichte und Autotests.

Text: Holger Holzer/SP-X, Jochen Wieler