Test: Software-Update für BMW Dieselmodelle

3.1.2019

Wir haben untersucht, welche Änderungen und Auswirkungen es durch das Update der Motorensoftware gibt - am Beispiel eines BMW 520d.

BMW, Software-Update, Diesel

Als eine der Auswirkungen des Dieselskandals bei Volkswagen gerieten auch die Dieselmotoren bei anderen Herstellern in die Kritik. Die Bundesregierung vereinbarte 2017 auf dem ersten nationalen Dieselgipfel mit den Herstellern, dass diese auch auf freiwilliger Basis neue Software-Updates für ihre älteren Modelle anbieten, um nach neuesten Entwicklungserkenntnissen das Abgasverhalten der Fahrzeuge im Feld zu verbessern, wo dies möglich ist.

BMW bietet seit Mitte November 2018 für eine Reihe seiner Zweiliter-Vierzylinder Dieselmotoren ein Software-Update zur Optimierung des Schadstoffausstoßes an. Als Anreiz für die Kunden und für eine zügigere Umsetzung wird bei einer Terminvereinbarung bis Ende 2018 ein 100-Euro-Gutschein für Serviceleistungen an alle Teilnehmer ausgegeben.

Keine Nachteile für BMW-Fahrer nach Software-Update

Unsere Experten haben erste Prüfungen an einem BMW 520d vor und nach dem Update durchgeführt. Fazit: Durch das Update ändern sich Leistung und Verbrauch nicht, auch die Fahrbarkeit zeigt keine Veränderung. Bei Außentemperaturen unter 20 °C sinken die Stickoxid-Emissionen; bei 10 °C wird eine Reduzierung um etwa 30 Prozent nachgewiesen, wie das Kraftfahrtbundesamt bestätigt. Mit einer Prüfstandsmessung bei 10 °C und einer Straßenmessung bei 5 °C konnten auch wir eine Absenkung feststellen, der getestete BMW 520d liegt hier deutlich unter den Emissionen anderer Euro 5-Dieselfahrzeuge.

Da sich für den BMW Fahrer keine Nachteile ergeben und die NOx-Emissionen insgesamt gesenkt werden, spricht aus unserer Sicht nichts gegen das Software-Update – auch weil BMW bei eventuellen technischen Problemen im Bereich der Abgasrückführung im Rahmen der gängigen Kulanzregelungen jeden Fall einzeln prüfen wird.