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Sommerstau-Bilanz 2012

Trend hält an: Staus gehen zurück

Etwas günstigere Ferienkonstellation, aber mehr Baustellen

71 % der Staus verursacht durch Verkehrsaufkommen und Baustellen

Die ADAC Sommerstaubilanz 2012 liefert erfreuliche Ergebnisse: Zum zweiten Mal in Folge geht die Zahl der Staus über zehn Kilometer Länge an den Reisewochenenden zurück. Als möglichen Grund sehen die ADAC Verkehrsexperten unter anderem die etwas günstigere Ferienkonstellation. Der Sommerferien-Beginn im Norden Deutschlands überschneidet sich dieses Jahr nicht mit dem Pfingstferien-Ende in Süddeutschland. Dass in diesem Jahr die drei bevölkerungsreichsten Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen nicht beinahe gleichzeitig die Schulen schlossen, ist ebenfalls eine Verbesserung zum Vorjahr. Nicht auszuschließen ist schließlich, dass die hohen Spritkosten so manchen Autofahrer von der Urlaubsfahrt mit dem eigenen Auto abhielten.


  • Die Bilanz im Detail

    Vom Wochenende 22./24. Juni bis zum Wochenende 7./9. September registrierte der ADAC an den 12 Ferienwochenenden auf den deutschen Autobahnen 861 Staus mit einer Länge von zehn Kilometern und mehr. Im gleichen Zeitraum der Hauptreisezeit 2011 zählten die Verkehrsexperten 957. Insgesamt summierten sich die Autoschlangen an den Wochenenden der Sommerferien 2012 zu einer Strecke von 11.187 Kilometern (2011: 13.115 Kilometer).

     

    Von den 861 Fahrzeugkolonnen, die die Mitarbeiter der ADAC Verkehrsredaktion auf Deutschlands Autobahnen recherchierten, hatten 788 (Vorjahr 822) eine Länge zwischen zehn und 19 Kilometern, 73 Staus (Vorjahr 134) waren zwischen 20 und 49 Kilometer lang. In noch längeren Staus (50 Kilometer und mehr) mussten Autofahrer glücklicherweise kein einziges Mal ausharren (2011: ein Stau über 80 Kilometer).

     

    Die heißesten Reisetage des Wochenendes waren wie schon in den Jahren zuvor die Freitage (440 von 861 Staus). Die Tendenz, die sich bereits in den Vorjahren abgezeichnet hatte, setzt sich fort: Der Sonntag als Reisetag wird immer beliebter. 212 Staus über zehn Kilometer Länge entfielen auf diese Tage. Nur unwesentlich mehr, nämlich 216, wurden samstags gezählt.

     

    Die diesjährigen Spitzenreiter:

    • Sonntag, 12. August, A 1 Hamburg Richtung Lübeck zwischen Kreuz Hamburg-Ost und Kreuz Lübeck, 43 km, hohes Verkehrsaufkommen
    • Sonntag, 16. Juli, A 5 Kassel Richtung Frankfurt zwischen Hattenbacher Dreieck und Homberg (Ohm), 35 km, hohes Verkehrsaufkommen
    • Samstag, 14. Juli, A 8 Salzburg Richtung München zwischen Bad Aibling und München-Süd, 30 km, hohes Verkehrsaufkommen
    • Freitag, 27. Juli, A 7 Fulda Richtung Kassel zwischen Kirchheimer Dreieck und Melsungen, 30 km, Unfall
    • Sonntag, 12. August, A 1 Fehmarn Richtung Hamburg zwischen Pansdorf und Reinfeld, 30 km, Baustelle
    • Sonntag, 19. August, A 1 Fehmarn Richtung Hamburg zwischen Scharbeutz und Reinfeld, 30 km, hohes Verkehrsaufkommen
    • Sonntag, 19. August, A 24 Pritzwalk Richtung Berliner Ring zwischen Wittstock/Dosse und Havelland, 30 km, hohes Verkehrsaufkommen
    • Sonntag, 26. August, A 8 Salzburg Richtung München zwischen Schweinbach und Inntal, 30 km, Unfall
    • Sonntag, 26. August, A 8 Salzburg Richtung München zwischen Traunstein/Siegsdorf und Inntal, 30 km, hohes Verkehrsaufkommen
    • Sonntag, 9. September, A 8 Salzburg Richtung München zwischen Bergen und Irschenberg, 30 km, defektes Fahrzeug

     

    Im Stauwochenende-Ranking nahm wie befürchtet das letzte Juli-Wochenende die Spitzenreiterposition ein. 93 Staus über 10 Kilometer Länge bildeten sich in diesem Zeitraum. An diesem Wochenende fiel der Sommerferien-Startschuss in Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Auf Platz 2 und 3 der Stauhitliste standen das Wochenende 10./12. August (Ferien-Ende in Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland, zweite Reisewelle aus Bayern) mit 91 Fahrzeugkolonnen beziehungsweise das Wochenende 13./15. Juli (Ferien-Beginn Niederlande Nord, zweite Reisewelle Nordrhein-Westfalen) mit 84 Fahrzeugkolonnen.

     

    Nichts Neues ergibt der Vergleich der Autobahnen: Seit Jahren führen die „fünf“ klassischen Ferienrouten (A 1, A 3, A 7, A 8, A 9) die Hitliste an. In diesem Jahr ist der Anteil der Staus mit 68 Prozent dort sogar noch ein wenig höher als in den Vorjahren.

     

    Die Situation im Bundesländer-Vergleich: Die größte Belastung hatte wieder einmal Bayern zu tragen. 35 % aller 10-Kilometer-Staus bildeten sich auf den Fernstraßen des größten deutschen Bundeslandes. Niedersachsen und Baden-Württemberg folgen mit rund 14 %, knapp dahinter Nordrhein-Westfalen (13 %).

     

    Hohes Verkehrsaufkommen in Kombination mit Baustellen war auch dieses Jahr wieder die häufigste Ursache für Staus. Bei 71 % aller Meldungen wurden diese Gründe als Auslöser angegeben. Unfälle waren für 26 %, und defekte Fahrzeuge für 3 % der Verkehrsstörungen verantwortlich.


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