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– Österreich – 20.12.2018 11:46

Kein Umweltschutz-Tempolimit mehr für Elektroautos

Generell gilt auf österreichischen Autobahnen ein Tempolimit von 130 km/h, das aber vielerorts Ausnahmen macht. Schon seit einigen Jahren sind an etlichen Abschnitten aufgrund des Immissionsschutzgesetzes für Luft (IG-L) nur 100 km/h erlaubt. Dies ist zum Beispiel auf Strecken der Inntalautobahn A 12 oder der Westautobahn A 1 der Fall. Wer sich nicht an diese IG-L-Limits, die elektronisch angezeigt werden, hält, riskiert ein höheres Bußgeld als bei normalen Geschwindigkeitsüberschreibungen.

Österreichs Regierung hat im November 2018 entschieden, dass Elektroautos und mit Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie ausgestattete Fahrzeuge von diesen IG-L-Limits auf Autobahnen und Schnellstraßen ausgenommen werden und künftig die regulären 130 km/h fahren dürfen. Voraussetzung dafür sind allerdings Hinweiszeichen vor Ort. Solange diese nicht vorhanden sind, bleibt zunächst alles beim Alten.

Für die Entscheidung Elektrofahrzeuge vom Luft-Tempolimitz auszunehmen, führt die österreichische Regierung zwei Gründe an. Einerseits stoßen Elektroautos keine Abgase aus. Das Argument mit der Luftreinhaltung ist also hinfällig. Und andererseits hofft man damit, den Absatz von Elektroautos anzukurbeln.

Gegner kritisieren allerdings die neue Regelung: Unterschiedliche Tempolimits für Pkw würden den Verkehrsfluss beeinträchtigen und damit die Verkehrssicherheit gefährden. Außerdem käme es zu einem "ungleichmäßigen Geschwindigkeitsverlauf".

Keine Ausnahmeregelgung für Tirol

Zu den Kritikern zählt auch das Bundesland Tirol. Laut Verkehrslandesrätin Ingrid Felipe sollen dort Elektroautos vom "Luft-100er" nicht ausgenommen werden. Als Gründe dafür nannte Felipe unter anderem Sicherheitsbedenken und eine reduzierte Reichweite von Elektrofahrzeugen bei höherem Tempo. Auch die schwierigen Kontrollmöglichkeiten dieser Ausnahmen sprach für sie gegen diese Regelung.


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