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– Österreich – 22.05.2017 13:39

Arlbergtunnel bis Oktober gesperrt

Harte Zeiten für Urlauber in Tirol und Vorarlberg: Nach der siebenmonatigen Vollsperrung im Jahr 2015 ist der knapp 14 Kilometer lange Arlbergtunnel auf der Schnellstraße S 16, der beide Bundesländer verbindet, bis Oktober ein weiteres Mal geschlossen. Hintergrund ist die Generalsanierung der Röhre, die bis Ende des Jahres beendet werden soll.

Die Behinderungen im Detail

Von Montag, 24. April, bis voraussichtlich Montag, 2. Oktober, ist der Tunnel komplett gesperrt. Während dieser Zeit wird der Verkehr über den parallel verlaufenden Arlbergpass umgeleitet. Bei freier Fahrt besteht dadurch ein Zeitverlust von 15 bis 20 Minuten. In den Spitzenzeiten der Urlaubssaison sind jedoch längere Staus zu erwarten. Dadurch kann sich der Zeitverlust erheblich vergrößern.

Einschränkungen am Arlbergpass

Die Fahrt über den Arlbergpass kann mit Einschränkungen verbunden sein. Laut der österreichischen Betreibergesellschaft ASFiNAG gilt folgende Regelung:

* Keine Einschränkungen am Arlbergpass bestehen für alle Pkw, Motorräder, Reisebusse und Wohnmobile, sofern sie keine Anhänger ziehen.

* Pkw und Wohnmobile mit Anhänger haben nur freie Fahrt, wenn der Anhänger nicht schwerer als 750 kg ist.

* Wer mit einem Anhänger über 750 kg unterwegs ist, muss im Zeitraum 1. Juli bis 2. Oktober an allen Samstagen, Sonntagen und Feiertagen, jeweils von 09:00 bis 17:00 Uhr, den Arlberg großräumig umfahren. Außerhalb dieser Zeiten ist die Straße aber freigegeben.

* Lkw müssen unabhängig von ihrem Gewicht großräumig ausweichen. Eine Ausnahme besteht nur für den lokalen Ziel- und Quellverkehr mit entsprechenden Sondergenehmigungen und dies nur außerhalb der oben genannten Zeiten.

* Eine weitere Einschränkung gilt für Radfahrer: Wegen des erwarteten hohen Verkehrsaufkommens dürfen diese ab Mittwoch, 24. Mai, den Pass nicht mehr bergauf befahren.

Großräumige Ausweichroute

Eine großräumige Ausweichroute für Fahrten von Tirol nach Vorarlberg führt über den Fernpass nach Füssen und die Autobahnen A 7 und A 96 nach Bregenz (in der Gegenrichtung entsprechend umgekehrt). Alternative Routen führen über den Flexenpass, die Strecke Lech-Warth und das Lechtal bis Reutte (derzeit wegen Lawinengefahr vorübergehend gesperrt!) sowie über die Schweiz durch das Engadin und die Pässe Flüela (bis Montag, 1. Mai, Wintersperre!) und Wolfgang zur San Bernardino-Autobahn A 13. Diese sind für Gespanne aber nicht empfehlenswert.

Aktuelle Verkehrsinfos

Wie die Verkehrslage konkret aussieht, erfahren Autofahrer auf den ADAC Verkehrsseiten. Informationen zum Straßenzustand und der Befahrbarkeit aller wichtigen Alpenstraßen sind bei der ADAC Alpenstraßeninfo verfügbar. Eine individuelle Beratung erhält man unter der Mobilfunk-Kurzwahl 22 4 11 (Verbindungskosten je nach Netzbetreiber/Provider).

Hintergrund

Der 1978 eröffnete Arlbergtunnel ist in die Jahre gekommen und dringend sanierungsbedürftig. Sämtliche elektrotechnischen Einrichtungen wie die Videoüberwachung, Notruf- und Funkanlagen, Brandmeldung, Löschwasserleitungen sowie die Straßenentwässerung müssen auf den modernsten Stand gebracht werden. Im Tunnel selbst wird eine Hochdruck-Sprühnebelanlage installiert, um vor allem bei Unfällen einen sicheren Fluchtweg zu ermöglichen. Hierfür werden Wasserbehälter mit einem Volumen von ca. 300 Kubikmetern errichtet. Darüber hinaus sollen 37 zusätzliche Fluchtwege den Tunnel für Autofahrer noch sicherer machen.


Weiterführende Informationen:

ADAC Verkehrsseiten

ADAC Alpenstraßeninfo

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