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  • Einstieg

    Gotische Kathedralen, dramatische Steilküsten

    Ob in Bath, Wells oder Exeter - im Südwesten Englands findet man einige der schönsten gotischen Kathedralen des Landes, dazu idyllische Landschaftsgärten, wildromantische Steilküsten, lange Strände.
    Der vorliegende Urlaubsführer beschreibt den Südwesten Englands von den beiden Städten Bristol und Bath bis nach Cornwall.
    Landschaftspark Cornwall
    Der äußerste Südwesten von England begeistert mit seiner sanfthügeligen Landschaft. Dank des Golfstroms herrscht hier ganzjährig ein mildes Klima, das eine Vegetation erblühen lässt, von der Rest-England nur träumen kann. So präsentiert sich Cornwall in seinen Landschaftsparks und Botanischen Gärten, die bekanntesten von ihnen sind Eden Project und Lost Gardens of Heligan, als subtropisches Pflanzenparadies.
    Das westliche Ende von England, Land's End, bietet herrliche Wandermöglichkeiten oberhalb der zerklüfteten Steilküste.
    Englische Riviera
    Ebenfalls für sein mildes Klima bekannt ist Süd-Devon. Hier kann man an der Torbay-Bucht, die auch ›English Riviera‹ genannt wird, Badefreuden frönen. Wer lieber wandern möchte, kommt in der Moorlandschaft des Dartmoor National Park auf seine Kosten.
    Sympathische Metropolen
    Die beiden Städte Bristol und Bath offenbaren sich als lebens- und liebenswerte Metropolen. Mit ihren gotischen Kathedralen und etlichen interessanten Museen haben sie kulturell viel zu bieten. Bristol mit seinen hervorragenden Shopping-Möglichkeiten und einem ausgeprägten Nachtleben ist besonders bei jungen Gästen beliebt.
  • Typisch / Gut zu wissen

    Keltisch, Kornisch und ein legendärer König

    In Cornwall, Devon und Somerset wachsen Mythen etwas dichter als anderswo - das liegt an den keltischen Ursprüngen und einer langen, faszinierenden Geschichte.
    Die Frühzeit der südwestenglischen Kultur ist geheimnisvoll, und dabei spielten oft die Kelten eine große Rolle, jene indogermanischen Volksstämme, die zwischen Antike und frühem Mittelalter weite Teile des europäischen Kontinents besiedelten. Obgleich schriftliche Quellen rar sind, weiß man, dass die Kelten keiner geschlossenen Ethnie oder Nation angehörten. Was die Volksgruppen einte, war ihre Kultur und Sprache.
    Die kornische Sprache
    Zur indogermanischen Sprachgruppe zählen die Sprachen der Iren, Waliser, Schotten, Bretonen und der ›Cornish Men and Women‹. Kornisch wird heute zwar nicht mehr gesprochen - die letzte Muttersprachlerin soll Ende des 18. Jh. gestorben sein -, doch ist die Sprache noch immer in Namen und Wörtern präsent. Philologen möchten das Kornische nun wieder in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken, z.B. durch die Einführung zweisprachiger Schilder wie in Irland und Wales.
    Die Artussage
    Wer weiß, vielleicht war auch der legendäre König Artus ein waschechter Cornish Man. Es wird erzählt, dass er in der sturmgepeitschten Burg Tintagel an der zerklüfteten Westküste Cornwalls zur Welt kam. Mithilfe des Zauberers Merlin gelang es ihm, das Schwert Excalibur aus einem Stein zu ziehen, zum Zeichen dafür, dass er der wahre König Englands sei.
    Die Vorstellung eines idealen Königs beschäftigte die Fantasie der Menschen. Es waren vor allem Autoren wie Geoffrey of Monmouth und Chrétien de Troyes im 12. Jh. und Sir Thomas Malory im 15. Jh., die für die Verbreitung der Artussage sorgten.

    Neben Tintagel gibt es weitere Orte in Cornwall, die mit Artus in Verbindung gebracht werden, sei es Camelford, wo Artus’ Burg Camelot gelegen haben soll, sei es Dozmary Pool im Bodmin Moor, wo angeblich nach seinem Willen das Schwert Excalibur versenkt wurde.
    Der Heilige Gral
    Die Artussage wurde mit der Geschichte des Heiligen Grals vermengt, des wundertätigen Kelches, in den das Blut Christi bei der Kreuzigung geflossen sein soll.

    Der Legende nach brachte Joseph von Arimathäa den Gral nach England, wo er ihn am Hügel Glastonbury Tor vergrub. Am Fuß des Hügels sprudelt die Quelle Chalice Well, deren eisenhaltiges Wasser eine blutrote Färbung aufweist. Glastonbury Tor gilt als das mythische Avalon, in das Artus nach seiner tödlichen Verwundung entrückt wurde. Von dort soll er aber in Zeiten der Not zurückkehren.

    Zwei Autorinnen machen Cornwall berühmt

    Die erfolgreichen Schriftstellerinnen Rosamunde Pilcher und Daphne du Maurier verbindet ihre Liebe zu Englands Südwesten, die sie in ihren Werken zum Ausdruck bringen.
    Kriegen sie sich? Das ist die Grundfrage, die in den Romanen von Rosamunde Pilcher (*1924) zum Happy End hin getreulich mit ›Ja‹ beantwortet wird. Die größtenteils vom ZDF verfilmten Romane spielen alle vor den malerischsten Kulissen von Cornwall.

    Ihr Publikumserfolg ist einfach zu erklären: Schon in den ersten Romanen ›Die Muschelsucher‹ und ›Karussell des Lebens‹ hat es Rosamunde Pilcher verstanden, das Bild einer heilen Welt zu zaubern, der auch zeitweilige Irrungen und Wirrungen nichts anhaben können. Damit war ihr Ruhm als Bestseller-Autorin begründet.
    Träume von Manderley
    Im Vergleich zu den Unterhaltungsromanen Pilchers sind die Werke von Daphne du Maurier (1907-89) psychologisch weitaus vielschichtiger und spannender. Die Autorin wurde in London geboren und zog im Mädchenalter nach Cornwall.

    Ihre Geschichte vom als Schmugglernest verrufenen Gasthaus ›Jamaica Inn‹ wurde ein Bestseller, den der britische Filmregisseur Alfred Hitchcock 1939 verfilmte (deutscher Titel ›Riff-Piraten‹). Ein Jahr später produzierte Hitchcock bereits in Hollywood Du Mauriers Roman ›Rebecca‹ mit Laurence Olivier und Joan Fontaine. Die Eingangsworte »Gestern Nacht träumte ich, ich wäre wieder in Manderley« gehören zu den berühmten Zitaten der Filmgeschichte. 1963 war es wieder Hitchcock, der eine von Du Mauriers Kurzgeschichten verfilmte: ›Die Vögel‹ siedelte er im Unterschied zur Vorlage an der amerikanischen Westküste an. Du Mauriers düstere Venedig-Geschichte ›Don’t Look Now‹ erschien im Deutschen unter dem Titel ›Wenn die Gondeln Trauer tragen‹ und wurde 1973 von dem Briten Nicolas Jack Roeg verfilmt. Ein Happy End war den Figuren ihrer Werke selten beschieden.
    Schauplatz Cornwall
    Rosamunde Pilcher lebt zwar schon lange in Schottland, doch die Handlungsorte ihrer Romane sind stets über Cornwall verstreut. Selbst wer noch nie in Englands Südwesten war, kann die Region durch die Fernsehfilme kennen und lieben lernen: hier eine Burgruine, da ein Garten, dort ein Fischerdorf - die schönsten wurden zu Drehorten auserkoren.
    Du Mauriers Spuren kann man im Bodmin Moor folgen, wo seit dem 18. Jh. das Gasthaus ›Jamaica Inn‹ steht. Im Küstenstädtchen Fowey erinnert das Daphne du Maurier Literary Centre (5 South St.) an die Autorin. In Fowey steht auch das lange Zeit von ihr bewohnte Haus Menabilly, das Vorbild für Manderley war - leider unzugänglich, da in Privatbesitz.

    Das Herz von Cornwall ist ein Garten

    Der äußerste Südwesten Englands lockt mit vielen herrlichen Landschaftsparks. Wer die schönsten Anlagen besuchen will, sollte viel Zeit einplanen.
    In Cornwall verbindet sich die große Tradition der englischen Gartenbaukunst mit einem milden Klima, das man im Nordwesten Europas nur selten findet und das mediterrane, ja sogar subtropische Pflanzen erblühen lässt. Hier gedeihen selbst große Palmen und Farne.
    Der englische Garten
    Der englische Landschaftsgarten hat sich im 18. Jh. entwickelt und steht im Kontrast zu dem bis dahin vorherrschenden französischen Barockgarten. Dieser ordnet alles einem geometrischen Prinzip unter: Symmetrisch angelegte Wege, gerade Kanäle, exakt angeordnete Blumenbeete und beschnittene Bäume. Im Gegensatz zu dieser strengen Formgebung gestaltet der englische Landschaftsgartenbau scheinbar natürlich gewachsene Terrains und folgt dabei dem Ideal eines begehbaren Landschaftsgemäldes.
    Einer der bedeutendsten englischen Landschaftsarchitekten war Lancelot Capability Brown (1716-83), der als erster großflächige Gelände gestaltete: Merkmale dieser Gärten sind weite Wiesen mit einzelnen Bäumen oder Baumgruppen, Wege und Bäche, die sich durch die Szenerie schlängeln und als Blickpunkte hier und da antike Tempelchen oder chinesische Pagoden.

    Frühe Beispiele der englischen Gartenarchitektur in Cornwall sind Antony House bei Torpoint und, nicht weit davon entfernt, die (nicht öffentlich zugänglichen) Catchfrench Manor Gardens.
    Kornische Schluchtgärten
    Noch vor der Entwicklung des englischen Landschaftsparks entstand Lanhydrock House nahe der Stadt Bodmin. An der Ost- und Nordseite des Herrenhauses findet man einen geometrischen Garten mit exakt angeordneten Blumenbeeten und beschnittenen Hecken, der erstmals 1690 und in seiner heutigen Form 1858 angelegt wurde. Ganz anders präsentieren sich Glendurgan und Trebah Garden, zwei südwestlich von Falmouth gelegene kornische Schluchtgärten. Bei beiden Anlagen verläuft zwischen zwei Hügeln eine Schlucht, die von einem Bach durchflossen wird. An den Hängen gedeihen subtropische Pflanzen wie Bambus, Yuccas, Agaven und Baumfarne.
    Zukunftsweisende Projekte
    Eine der bedeutendsten Gartenanlagen Cornwalls sind die Lost Gardens of Heligan, die der Vergangenheit abgerungen wurden. Der Musiker, Archäologe und Unternehmer Tim Smit entdeckte Anfang der 1990er-Jahre einen riesigen Garten, der seit dem Ende des Ersten Weltkriegs zugewachsen war, und befreite ihn von seinem Wildwuchs. Mit Schluchtgarten, englischem Landschaftspark und Dschungelbepflanzung ist Heligan inzwischen einer der größten Besuchermagnete Cornwalls.
    Beflügelt vom Erfolg der Lost Gardens of Heligan realisierte Smit mit Eden Project ein weiteres Pflanzenparadies. Hier stehen die größten Gewächshäuser der Welt. Die wabenförmigen Glashallen präsentieren verschiedene Vegetationszonen. Hier gedeihen tropische, subtropische und mediterrane Pflanzen und Blumen.
  • Essen & Trinken

    Schlemmen mit Seafood und Clotted Cream

    Die Küche in Südwestengland gibt einiges her, und wer es sich in Pubs und Restaurants schmecken lässt, wird die Vorurteile gegenüber der englischen Kost schnell vergessen.
    Wer in England gut essen will, müsse dreimal am Tag frühstücken, heißt es. Stimmt, denn das reichhaltige English Breakfast mit Eiern, Schinken und Toast ist eine gute Grundlage.

    Mittlerweile gibt es aber gute Alternativen, nicht zuletzt seit zwei britische Fernsehköche in Cornwall für steigende Qualität sorgen: Rick Stein mit seinen Seafood-Lokalen in Padstow und Jamie Oliver mit dem Restaurant ›Fifteen‹ in Watergate Bay bei Newquay.
    Cornish Pasty und mehr
    Eigentlich müsste auf dem Wappen Cornwalls eine Cornish Pasty abgebildet sein, denn diese Teigtasche mit verschiedenen deftigen Füllungen ist eine praktische Zwischenmahlzeit und an jeder Ecke zu bekommen.
    Wenn auch die Fischerei in Südwestengland nicht mehr Haupteinnahmequelle ist, gibt es doch kein Restaurant ohne Seafood. Serviert werden die kornischen Pilchards, marinierte Sardinen, Sole (Seezunge) oder Hake (Seehecht). Letzteren findet man auch in den zahllosen Fish & Chips Shops, die Englands kulinarisches Ansehen geprägt haben.
    Wenn es mittags nur eine Kleinigkeit sein soll, sind die Pubs eine gute Anlaufstelle, die Imbisse wie Ploughman’s Lunch, Brotzeit mit Käse, oder Fisherman’s Lunch, Brotzeit mit Fisch, anbieten. Beide Gerichte werden mit Salat serviert. Sonntags gibt es in etlichen Pubs den traditionellen Roast (Braten).
    Besonders in Cornwall lockt nachmittags Clotted Cream, die berühmte verdickte Sahne, die auf Scones und Buns, süßen Brötchen, verteilt wird. Sogar Ice Cream aus dieser Sahne findet man.
    Cheers mit Real Ale
    Englisches Bier, ob Lager, Bitter bzw. Ale, Porter oder Stout, ist für viele Besucher gewöhnungsbedürftig. Das meist schaumlose, zimmertemperierte Bitter wurde schon beim Comic-Gallier Asterix als ›lauwarme Cervisia‹ in Zweifel gezogen. In Pubs wie dem ›Old Ale House‹ in Truro (Quay St.) kann man das kohlensäurefreie Real Ale frisch aus dem Fass probieren.
    In der Apfel-Grafschaft Somerset gibt es Cider, eine Art Apfel-Most, und hier und da Perry, der aus Birnen gewonnen wird.
  • Tipps

    Wie, wo, was

    Informationen und Adressen, die Ihren Aufenthalt am Urlaubsort erleichtern.
    Tourist-Infos
    Besucherpässe
    National Trust und English Heritage bieten Besucherpässe mit unterschiedlich langer Gültigkeit an.
    Reisezeit
    Schön, aber gut besucht ist Englands Südwesten von Frühjahr bis Spätsommer. Vor allem für den Sommer sollten Sie Ihre Unterkünfte rechtzeitig buchen. Der Golfstrom sorgt ganzjährig für ein sehr mildes Klima. In den Wintermonaten geht es ruhiger zu.
    Öffnungszeiten
    Einige Sehenswürdigkeiten, vor allem Gärten und Parks, aber auch Burgen und Schlösser, haben im Winter verkürzte Öffnungszeiten oder sind ganz geschlossen.

Cornwall, Südwestengland: die schönsten Städte

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