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  • Einstieg

    Städte am Rhein und Land der tausend Berge

    Vier Städte im Rheinland locken mit Kunst, Geschichte und jeder Menge Lebenslust. Und dazu Natur pur im Bergischen Land und Sauerland mit Bergen und Tälern, Höhlen und Seen.
    So ›bergisch‹ wie es klingt ist die Region zwischen Ruhr, Rhein und Sieg überhaupt nicht. Hohe Berge gibt es keine, und viele Täler sind gefüllt mit Stauseen. Der Name geht zurück auf die früheren Landesherren, die Grafen und Herzöge von Berg, die auch im Sauerland ihren Einfluss geltend machten, hier jedoch nicht mit ihrem Namen. Bis heute ist nicht ganz eindeutig geklärt, wie das Sauerland zu seinem Namen kam. Vermutlich aber stammt er von ›Südland‹. Unbestritten jedoch heißt der sauerländische Teil des Rheinischen Schiefergebirges ganz poetisch auch das ›Land der 1000 Berge‹.
    Die Städte im Rheinland
    Köln und Bonn, Düsseldorf und Aachen, die großen Städte des Rheinlandes, bieten das beste Kontrastprogramm zu so viel Beschaulichkeit. Den Kölner Dom kann man nicht verpassen und nicht die alte Römerkunst im Museum nebendran. Danach ein Kölsch zur Erfrischung? Oder doch gleich in den Zug und ab nach Düsseldorf, in die Altstadt, um an der ›längsten Theke der Welt‹ ein Alt zu trinken? Hier die Heimat von Joseph Beuys und Kraftwerk, dort die karnevalsjecke Römerstadt. Und nicht weit von beidem das besonnene Bonn, die Ex-Hauptstadt mit neuer UN-Würde. Schön ist es am Markt zu sitzen, spannend die Museumsmeile zu besuchen. Aachen wiederum fasziniert mit Dom und Rathaus, Geschichten von Karl dem Großen und Meisterwerken der Gegenwart im Ludwig Forum Internationaler Kunst.
  • Typisch / Gut zu wissen

    Colonia Agrippina - Römerstadt am Rhein

    Köln ist die älteste Großstadt Deutschlands. Ihr Name geht auf die Römer zurück, die ihre ›Colonia‹ bereits um 50 n. Chr. zur Stadt erhoben.
    Wann immer sich in Köln eine Baugrube auftut, sitzen die Archäologen in Habacht-Stellung. Und oft werden sie fündig: Von Öllämpchen und Tonscherben bis hin zu Palastruinen, Wasserleitungen und Gräbern. Unter dem Pflaster Kölns ist das römische Colonia noch immer präsent.
    Colonia Claudia Ara Agrippinensium – der Name der antiken Stadt enthält schon ihre volle Bedeutung: Sie war eine Colonia, in der römisches Recht galt, sie entstand unter der Herrschaft des Kaisers Claudius, wurde gegründet durch Agrippina, seine Gattin, die hier geboren worden war. Und die Stadt bildete als Sitz eines Altars der Staatsgötter den religiösen Mittelpunkt der Provinz Niedergermanien.
    Colonia war eine veritable Großstadt, die sich rasch zu einem der wichtigsten Handels- und Produktionszentren des Römischen Reiches nördlich der Alpen entwickelt hatte. Eine starke Mauer umgab sie, durch zahlreiche Türme und Tore gesichert. Sie besaß gepflas­terte Straßen, Tempel, Regierungspaläste, Stadtvillen, einen der längs­ten Aquädukte des Reiches und einen Hafen.
    Etwa dreihundert Jahre konnten die Bewohner hier in Frieden leben. Dann brachen neue Zeiten an, die Stadt geriet unter fränkische Herrschaft und die römischen Tempel und Paläste verfielen und gerieten in Vergessenheit.
    Zeugnisse der Römerzeit
    Inzwischen drängen diese Zeugnisse wieder ans Tageslicht. Schon beim Bau des neuen Rathauses 1953 wurde das Praetorium entdeckt, das Verwaltungsgebäude der römischen Statthalter, sowie ein Teil des antiken Abwasserkanals. Von der Stadtmauer sind noch Reste zu sehen, etwa das Nordtor auf der Domplatte, der Römerturm an der Zeughausstraße oder der halbrunde Turm in der St.-Apern-Straße.
    Eine riesige Herausforderung für die Archäologen war der Ausbau der Kölner U-Bahn. Überall muss­ten in Windeseile Funde gesichert werden. Immer wieder gab es Überraschungen: Töpfereien unter dem Hauptbahnhof, ein Tempel am Heumarkt, unter dem Kurt-Hackenberg-Platz ein Teil des Hafens mit erhaltener Kaimauer und dem Wrack eines Schiffes.
    Die meisten römischen Hinterlassenschaften bleiben freilich noch unter der Erde, der Entdeckerfreude kommender Generationen überlassen. Um ein ›römisches Gefühl‹ im heutigen Köln zu erleben, bummelt man einfach die Hohe Straße hinunter: Sie verläuft direkt auf der römischen Nord-Süd-Hauptstrasse, dem antiken ›cardo maximus‹ von Colonia.

    Strüßjer, Kamelle und Kölle Alaaf

    Karneval in Köln: Das muss man miterleben! Wenn in der fünften Jahreszeit die Jecken regieren, müssen alle ernsthaften Vorhaben bis Aschermittwoch warten.
    In der Straßenbahn sitzen Harems­damen und Hexen, unter dem Mantel eines Managers lugt ein Löwenschweif hervor - es ist ›Wiverfastelovend‹. An Weiberfastnacht, dem Donnerstag vor Rosenmontag, beginnt in Köln der Ausnahmezustand.
    Punkt 11.11 Uhr wird der Beginn des Straßenkarnevals ausgerufen, auf den Straßen wird getanzt und gesungen, in den Büros ist an Arbeit nicht mehr zu denken. Wer sich nicht morgens schon kostümiert hat, putzt sich jetzt heraus und stürmt auf den überfüllten Alten Markt oder in die Südstadt.
    Auch die folgenden Tage haben Karnevalisten verplant. Nach einer Verschnaufpause am Freitag geht man am Samstagabend beim etwas anarchischen Geisterzug mit, am Sonntag werden die ›Schul- und Veedelszöch‹ bejubelt, der Umzug der Kölner Schulen und der kleineren Karnevalsvereine aus den Vierteln. Den Höhepunkt bildet der Rosenmontagszug, dessen Prunkwagen und Musikkapellen jährlich von Hunderttausenden am Straßenrand bewundert werden. Karnevalprofis haben ihren ›Kamellebüggel‹ dabei, einen Beutel für die reichlich geworfenen ›Strüßjer‹ und ›Kamelle‹, die Blumensträuße und Bonbons.
    Alaaf für das Dreigestirn
    Beim Rosenmontagszug treffen Straßenkarneval und offizieller Karneval zusammen. Dieser beginnt am 11.11. um 11.11 Uhr und findet im Januar seinen ersten Höhepunkt mit der Prinzenproklamation, bei der das Dreigestirn vorgestellt wird: Prinz, Bauer und Jungfrau, die übrigens alle drei von Männern verkörpert werden. Ihr Auftritt ist der zeremonielle Höhepunkt jeder größeren Karnevalssitzung. Diese Sitzungen, ob Prunksitzung, Herren- oder Mädchensitzung, ob im Kostüm oder im Anzug (jedoch mit Narrenkappe), sind in Köln ein ebenso ernst zu nehmendes gesellschaftliches Ereignis wie anderswo Opernpremieren. Sie sind ein Potpourri aus Büttenreden, Musik und Tanzvorführungen und werden natürlich auch parodiert, etwa von der berühmten Stunksitzung oder der schwul-lesbischen Rosa Sitzung.
    Trauerzug für den Nubbel
    Nach dem Höhepunkt des Rosenmontags flaut die Ekstase langsam ab. Am Dienstag ziehen noch kleinere Züge durch die Viertel, dann bricht der letzte Abend des Karnevals an. Noch einmal wird getanzt und gesungen, dann formieren sich lange Trauerzüge, die mit Geheul und Gejammer zum nächsten großen Platz ziehen, um dort den ›Nubbel‹ zu verbrennen. Diese Figur aus Stroh und Papier ist die Verkörperung des Karnevals, dem alle eigenen Sünden und Vergehen mit ins Grab geworfen werden. Nach dieser rituellen Reinigung kann ab Aschermittwoch das bürgerliche Leben wieder anlaufen – bis zum nächsten 11.11.
  • Essen & Trinken

    Rievkoche, Flönz und Dröppelminna

    Kölscher Kaviar met Öllich, Halver Hahn, Himmel un Äd - was ist denn das? Des Rätsels Lösung sind die Speisekarten rheinischer Brauhäuser. Und zum Kaffeeklatsch fährt man ins Bergische.
    Auf ihr Kölsch, das helle obergärige Bier, lassen die Kölner nichts kommen. Pils wird nur im Notfall getrunken, Düsseldorfer Alt schlichtweg ignoriert. Und immer frisch gezapft muss es sein, am liebsten in der nächsten Eckkneipe oder im Brauhaus. Dort stellt der Köbes, der Kellner mit der blauen Schürze, jedem ungefragt eine Stange Kölsch auf den Tisch. Damit sind die hohen Gläser gemeint, die nur 0,2l fassen. Doch ein gutes Brauhaus lässt seine Gäste nicht verdursten.
    Zum Bier passt z.B. Flönz, Blutwurst, die mit Zwiebel (Öllich) zum ›Kölschen Kaviar‹ veredelt wurde, dazu Röggelchen, ein dunkles, knuspriges Roggenbrötchen. Mit einer dicken Scheibe ­mittelaltem Gouda, Butter und Senf verwandelt es sich zum Halven Hahn.
    Brauhaus-Küche
    Die traditionelle Küche, wie sie vor allem in den Brauhäusern gepflegt wird, ist eine Kleine-Leute-Küche, die ihren Höhepunkt im Rheinischen Sauerbraten mit Klößen findet. Der Clou: Rosinen, die in der Sauce mitgekocht werden. Himmel un Äd dagegen ist ein Werktagsgericht: knusprig gebratene Blutwurst mit Kartoffelpüree (Erde) und Apfelkompott (Himmel). Auch dicke Bohnen mit Speck, das Hämmche, oder die vielgeliebten Rievkoche, Reibekuchen – all diese Köstlichkeiten sind ›Soulfood‹ für die Kölner.
    Bergische Kaffeetafel
    Im Bergischen Land war die Tafel nie besonders reich gedeckt. Aber wenn Besuch kam, wurde alles aufgetischt, was Keller und Speisekammern hergaben. Die Bergische Kaffeetafel ist legendär: Dicke Schnitten vom Hefeplatz mit Butter und Apfelkraut, dazu Milchreis mit Zucker und Zimt, frisch gebackene Waffeln, Schwarzbrot mit Quark und die Burger Brezel, die, wie man sagt, aus »Wupperwasser und Lehm« gebacken wird. Auf dem Tisch steht manchmal noch die Dröppelminna, eine birnenförmige Kanne aus Zinn auf drei Beinchen, aus deren Hahn der Kaffee nur tröpfeln kann (weil der Kaffeesatz den Ausguss verstopft). Aber das gehört dazu, so wie der Korn, der die Schlemmerei abschließt.
  • Tipps

    Wie, wo, was

    Informationen und Adressen, die Ihren Aufenthalt am Urlaubsort erleichtern.
    Tourist-Infos
    Die Naturarena Bergisches Land innformiert ausführlich über das Freizeitangebot in dieser (stau-)seenreichen Region.
    Naturarena Bergisches Land
    Bergisches Haus
    Friedrich-Ebert-Str. 75 Friedrich-Ebert-Str. 75
    Bergisch-Gladbach
    Deutschland
    Tel.: +49 022 04 84 30 00
    www.dasbergische.de
    Über die reizvolle Sauerlandregion gibt Sauerland Tourismus e.V. Auskunft.
    Sauerland Tourismus e.V.
    Johannes-Hummel-Weg 1
    Schmallenberg
    Deutschland
    Tel.: +49 029 74 20 21 90
    www.sauerland.com
    Reisezeit
    Bergisches Land und Sauerland gehören zum Rheinischen Schiefergebirge. Mit der richtigen Kleidung ist trotz wechselhaftem Wetter das ganze Jahr über Saison. Hauptreisezeit ist der Sommer. Frühling und Herbst bieten meist eine milde und stabile Witterung, die besonders Wanderer schätzen. Die Region verzeichnet eine sehr hohe Niederschlagsmenge, was in höheren Lagen im Winter zu Schnee und relativ guten Wintersportbedingungen führt. Auf dem Kahlen Asten beträgt die durchschnittliche Temperatur im Januar -2°C. Die geschützt in der Kölner Bucht liegende Stadt Köln zeichnet sich dagegen durch ein gemäßigteres Klima aus, mit warmen Sommern und milden Wintern.

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