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  • Einstieg

    Nordische Weite und weltoffene Metropolen

    Wer Südschweden sagt, meint rote Holzhäuser, malerische Waldseen und viel Ruhe. Und denkt dabei an ein Land, in dem das Licht eine so große Rolle spielt, dass man es feiert …
    Hultsfred, Katthult, Lönneberga, Bullerbü - wer kennt sie nicht, die klangvollen Namen der Dörfer aus Astrid Lindgrens Büchern. Bilder tauchen vor dem inneren Auge auf, von einer heilen Welt, einer malerischen Beschaulichkeit mit weitläufigen Bauernhöfen, und von Kindern, die in saftig-grünen Wiesen herumtollen. Die Kinder- und Jugendbuchautorin besann sich in ihren Geschichten meistens auf das vormotorisierte Schweden, das einen ganz eigenen, urigen Charme ausstrahlte. Aber auch heute noch ist die Gemütlichkeit in Schweden vielerorts intakt.

    Bevorzugte Reisezeiten sind Juni, Juli und August - dann laden Strände und Waldseen unter herrlich blauem Himmel zum erfrischenden Bad ein. An der Küste Smålands und auf der Insel Öland ist es im Sommer sogar extrem trocken, ideal für Camper, die dort z.B. in sandigen Kiefernhainen ihr Zelt aufbauen wollen.

    Die Ostsee, ein Binnenmeer, ist seicht und ruhig und erwärmt sich daher recht schnell. Im Westen, an der Küste Hallands, geht es wilder zu: Die Nordseewellen sind höher als die der Ostsee - aber genau das macht die Region mit ihren kilometerlangen Sandstränden zum beliebtesten Badeziel in Schweden.
    Dänische Vergangenheit
    Der Süden Schwedens umfasst jedoch mehr als Lönneberga oder Halland: Die Öresundbrücke bringt den Auto- und Zugreisenden direkt von Kopenhagen in die drittgrößte Metropole des Königreichs Schweden, nach Malmö in Schonen (schwedisch: Skåne). Die Backsteingiebel der Altstadt erinnern an das Nachbarland Dänemark. Schließlich wurden die südlichen Provinzen des schwedischen Reichs bis zum Frieden von Roskilde 1658 vom dänischen König regiert. Versuche der Dänen, den fruchtbaren Landstrich zurückzuerobern, etwa in den Schlachten 1676 bei Lund und 1710 bei Helsingborg, blieben jedoch erfolglos.
    Um die Eingliederung der Region ins Königreich Schweden zu erleichtern, wurde bereits zehn Jahre nach dem Friedensschluss die Universität Lund gegründet - bis heute neben Uppsala die bedeutendste Hochschule Schwedens.

    Auch die schlossähnlichen Herrenhöfe Schonens erinnern an Dänemark. Alleen führen auf sie zu, Kornfelder umschließen sie, und auf den Seen mit verschwiegenen Badeplätzen blühen Seerosen.
    Mühsal der Jahrhunderte
    Von Schonen aus weiter gen Norden wird das Klima rauer und der Boden karger. Die waldreiche Provinz Småland ist erreicht. Das Landschaftsbild prägen schlichte Holzkaten, und man entdeckt häufig Ackerumfriedungen aus Feldstein, die bei der Urbarmachung des Bodens in jahrhundertelanger Arbeit mühsam aufgehäuft wurden.

    Viele der Bauern verließen Schweden im 19. Jh. über Göteborg, die größte Hafenstadt des Landes. Noch heute ist die 1621 gegründete Stadt geprägt vom geschäftigen Hafen und prächtigen Stadtpalästen am breiten Boulevard, die vom einstigen Wohlstand der Kaufleute zeugen. Von der großen Bedeutung von Schiffbau, Seefahrt und Fischfang für die Küstenregionen bezeugen die zahlreichen Seefahrts- und Heimatmuseen in Südschweden.
    Heute gilt Schweden als Wohlfahrtsstaat par excellence. Im belebten Süden des Landes konzentrieren sich Kultur und vielfältige Angebote für Aktivurlauber, die ihresgleichen sucht.
  • Typisch / Gut zu wissen

    Ein freches Mädchen macht Karriere

    Beschaulich wie die Hauptpersonen ihrer Bücher wuchs die Kinderbuchautorin Astrid Lindgren (1907-2002) zusammen mit ihren Geschwistern im Herzen von Småland auf.
    Mit der Idylle war es jedoch rasch vorbei, als Astrid Lindgren im Jahr 1926 19-jährig in die Großstadt Stockholm kam. Sie wohnte dort zur Untermiete und arbeitete als Sekretärin - konnte aber schon damals das Schreiben nicht lassen. Auf den Geschmack gekommen war sie bereits in Vimmerby, als Volontärin der Vimmerby Tidningen, der dortigen Lokalzeitung, bei der sie nach ihrem Realexamen zwei Jahre lang gearbeitet hatte. Für den Motormännens Riksförbund, den Reichsbund der Autofahrer, schrieb sie zwei Broschüren mit Reisevorschlägen durch Schweden. 1928 fing sie als Sekretärin beim Königlichen Automobilclub (KAK) an und lernte dort ihren Mann Sture Lindgren kennen, der aus Malmö stammte.

    Mit dem Schreiben von Kinderbüchern begann Astrid Lindgren erst 1944: Pippi Langstrumpf entstand als Geburtstagsgeschenk für Tochter Karin. 1946, im Jahr des Erscheinens von Meisterdetektiv Kalle Blomquist, wurde Astrid Lindgren Mitarbeiterin des Verlags Rabén & Sjögren. Sie war verantwortlich für die Kinderbücher und prägte über 25 Jahre die schwedische Kinder- und Jugendliteratur entscheidend.
    Spielen ohne Ende
    Mit den Michel-Büchern (der in Schweden Emil heißt) kehrte sie thematisch in das ländliche Leben ihrer Kindheit zurück, ebenso in ihren drei Bullerbü-Romanen. »Was wir spielten, meine Geschwister und ich! Von morgens bis abends. Unermüdlich, eifrig und freudig, manchmal unter Lebensgefahr, aber das begriffen wir nicht. Wir kletterten auf die höchsten Bäume, wir sprangen zwischen den Bretterstapeln beim Sägewerk herum. Wir balancierten den Dachfirst unseres Hauses entlang - er war recht hoch, und wären wir runtergefallen, dann wäre es mit dem Spielen vorbei gewesen, fürchte ich«, erinnert sich Astrid Lindgren in dem 1992 auf schwedisch erschienenen Buch ›Vier Geschwister erzählen‹.
    Für ihr Werk wurde die Autorin mehrfach ausgezeichnet, etwa mit dem ›Friedenspreis des deutschen Buchhandels‹ 1978 und dem ›Selma-Lagerlöf-Literaturpreis‹ 1986.

    Spurensuche im Wallanderland von Henning Mankell

    Hundertausende Deutsche sind regelmäßig in Südschweden unterwegs. Zumindest im Geiste, während sie zu Hause im Sessel sitzen und lesen oder fernsehen.
    Gemeinsam mit Kriminalkommissar Kurt Wallander und seiner Tochter Linda klären sie schreckliche Verbrechen auf, die niemand den freundlichen Schweden zugetraut hätte.
    Die ersten Romane mit dem längst Kult gewordenen Kommissar entstanden ab 1990, etwa ›Mörder ohne Gesicht‹, ›Hunde von Riga‹, oder ›Die weiße Löwin‹. Hier verarbeitete der 2015 verstorbene Autor Henning Mankell nicht nur die Zunahme der Verbrechensrate im südschwedischen Ystad, dem zentralen Schauplatz seiner Wallander-Romane, sondern auch Szenarien aus seiner langjährigen Wahlheimat im südafrikanischen Mosambik.
    Zwischen Sand und Schnee
    Seine Kindheit verbrachte der 1948 in Stockholm gebürtige Henning Mankell im nordschwedischen Sveg und in der nahe Göteborg gelegenen Textilstadt Borås. Schon im Alter von 17 Jahren wurde er Regieassistent am Stockholmer Riks Theater, ab 1968 kamen Arbeiten als Schriftsteller für diverse Bühnen hinzu.
    1985 führte ihn der Aufbau einer Theatergruppe nach Maputo in Mosambik, wo er die Leitung eines 70-köpfigen Ensembles übernahm und seither die Winter verbrachte. Nach dem Motto ›mit einem Fuß im Sand, mit dem anderen im Schnee‹ zog es Henning Mankell den Sommer über jedoch zurück in die schwedische Heimat nach Schonen, in das Dorf Trunnerup bei Ystad.
    Verbrechen auf der Spur
    Wer sich in Ystad auf die Suche nach den ›Schauplätzen‹ macht, wird schnell fündig: Im Norden an der Ausfallstraße nach Kristianstad liegt das neue Polizeipräsidium (Polishuset), in dem es tatsächlich einen geschiedenen Polizisten geben soll, dessen Nachname mit W beginnt …
    Von dort sind es ca. 15 Minuten zu Wallanders Wohnort der frühen Romane, einem Mietshaus in der Mariagatan 10. Am Sankt-Knuds-Platz kann sich der Mankell-Fan in ›Fridolfs Konditori‹, wie der Romanheld Wallander, mit einem Heringsbrot und einem Lättöl (fast alkoholfreies Bier) stärken. Seine kleine Lieblingspizzeria an der Hamngatan musste inzwischen jedoch einer Fastfood-Kette weichen. Der Blumenladen an der Ecke Pottmakeregränd und Västra Vallgatan ist gar nur eine Mankellsche Erfindung.
    Bei der Spurensuche hilfreich sind eine Broschüre und die Wallander-App des Touristenbüros Ystad, die in einem Stadtplan die wichtigsten Schauplätze verzeichnen, auch Leichenfundorte wie das friedvolle Nybrostrand. Im Sommer gibt es zudem geführte Touren. Und im Filmmuseum Cineteket kann man die Wohnung von Kurt Wallander in Augenschein nehmen.
  • Tipps

    Wie, wo, was

    Informationen und Adressen, die Ihren Aufenthalt am Urlaubsort erleichtern.
    Tourist-Infos
    Allgemeine Reiseinfos und Unterkunfttipps gibt es bei
    Reisezeit
    Aufgrund milder Temperaturen ist Südschweden von Mitte Juni bis Mitte September gut zu bereisen. Die Niederschlagshäufigkeit ist das ganze Jahr über relativ hoch.
    Badetemperaturen erreichen Ost- und Nordsee sowie die Seen am ehesten im Juli.
    Die berühmte Mitternachtssonne hat auch im Süden Schwedens spürbare Auswirkungen: Im Juni geht die Sonne erst zwischen 22 und 1 Uhr unter, doch auch dann wird es nur dämmrig. Die Winter sind in Südschweden wegen der Nähe von Ost- und Nordsee eher mild. Schöne Winterreisezeiten sind März und April.
    Öffnungszeiten
    Die meisten Museen sind montags geschlossen. Geschäfte öffnen generell Mo-Fr 9-18, Sa bis 14 oder 16 Uhr. Das liberale Ladenschlussgesetz führt jedoch allerorts zu Abweichungen.

– HRS Hotels –

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