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West-Nil-Fieber

Die Krankheit hat ihren Namen von einem Distrikt in Norden Ugandas an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo, wo sie in den 1930er Jahren erstmals festgestellt wurde. In den folgenden Jahrzehnten breitete sie sich entlang der Vogelzugrouten aus: Neben Nahem und Mittlerem Osten sind auch Russland, Indien und Indonesien betroffen. Besonderes Medieninteresse fand die Entwicklung in den Vereinigten Staaten, wo die Krankheit, von New York ausgehend, seit 1999 das gesamte Land erfasst hat. In Europa wurden im letzten Jahrzehnt Fälle aus Südfrankreich, Italien, Rumänien, Ungarn, Österreich, Portugal und zuletzt auch Griechenland gemeldet. Im Ausland stecken sich die meisten Europäer in den USA oder Israel an.

West-Nil-Fieber ist eigentlich eine Vogelkrankheit, die von verschiedenen Stechmückenarten von Vogel zu Vogel übertragen wird. Die Übertragung auf Säugetiere (vor allem Pferde) und Menschen wird als „Versehen“ betrachtet, da diese das Virus selbst nicht weitergeben.

80% aller Infektionen beim Menschen verursachen überhaupt keine Beschwerden, 20% der Befallenen erleben die Infektion als heftige Sommergrippe von drei bis fünf Tagen Dauer. Hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, geschwollene Lymphknoten und rote Flecken, vor allem an Bauch, Brust und Rücken, bestimmen dann das Bild. In dieser Phase kann West-Nil-Fieber leicht mit Dengue-Fieber verwechselt werden, mit dem es sich manche Verbreitungsgebiete teilt.
In seltenen Fällen (unter 1%) kommt es zu Entzündungen von Gehirn, Hirnhäuten und Herzmuskel die lebensbedrohlich werden können. Hiervon sind ganz überwiegend alte Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem betroffen.

Da eine Schutzimpfung nicht zur Verfügung steht, bleibt nur, sich konsequent vor Mückenstichen zu schützen. Dies gilt besonders für wasserreiche Vogelparadiese (z.B. Donaudelta) und Gegenden mit Bewässerung in der Landwirtschaft (Reisanbau). Wie Sie sich am Besten gegen Plagegeister wehren, erfahren Sie unter
Tipps und Infos.

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