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Masern

Masern sind im Bewusstsein der meisten Menschen eine reine Kinderkrankheit, die zwar hohes Fieber und den bekannten Hautausschlag hervorruft, ansonsten aber völlig harmlos ist. Diese Einschätzung ist nicht gerechtfertigt: Das Virus kann auch ein sehr schweres Krankheitsbild verursachen, das dann lebensgefährliche Lungen-, Hirnhaut- und Nervenentzündungen einschließen kann. Erwachsene Patienten sind hiervon besonders oft betroffen. Dass bestimmte Krankheiten als Kinderkrankheiten bezeichnet werden, hat seinen Grund übrigens darin, dass sie extrem ansteckend sind und daher meist schon in der Kindheit durchgemacht werden.

Normalerweise sind Masern in den ersten drei, vier Tagen nicht von einer Grippe zu unterscheiden. Erst mit Auftreten roter Flecken am Kopf (z.B. hinter den Ohren), die sich im Laufe von einigen Tagen über den ganzen Körper ausbreiten, wird auch der Laie den Verdacht auf Masern äußern. Auf einige Tage mit hohem Fieber folgt in der Regel die Erholung und die Rötungen werden blasser. Zehn bis zwölf Tage nach Beginn der Beschwerden fühlen sich die allermeisten Patienten wieder wohl.

Da keine ursächliche Behandlung von Masern existiert, beschränken sich die Maßnahmen darauf, das Fieber zu senken und den Patienten in einem eher dunklen Raum zu pflegen.

Glücklicherweise gibt es eine gut verträgliche und wirksame Schutzimpfung gegen Masern. Sie wird in Deutschland für alle Kinder, ebenso aber für Jugendliche und solche Erwachsenen empfohlen, die keinen sicheren Schutz (komplette Impfung, sicher durchgemachte Erkrankung) vor der Krankheit haben. Die Impfung (in aller Regel zusammen mit einer Impfung gegen Mumps und Röteln) schützt nicht nur den Geimpften, sondern auch seine Umgebung und hilft so die Krankheit insgesamt wirksam einzudämmen. Wer zwei Impfungen erhalten hat, ist lebenslang zuverlässig geschützt. Auch wenn man sich irrtümlich trotz durchgemachter Erkrankung impfen lässt, sind Schäden nicht zu befürchten

Abgesehen von der Impfung bleibt Ungeschützten in Risikogebieten nur die Möglichkeit, jeden engeren Kontakt zu anderen, z.B. in öffentlichen Verkehrsmitteln und bei Menschenaufläufen, zu meiden.


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