Motorradspaß im Winter


Wenn Eis und Schnee den Motorrad-Spaß hierzulande verhindern, sind kleine Fluchten in wärmere Gefilde eine Alternative. Doch die Mietmotorräder sollten vor Ort nicht unbesehen bewegt werden.


  • Organisierte Motorradreisen oder Kurztrips

    Viele Motorradfahrer sind auch im Winter oder frühen Frühjahr gerne auf zwei Rädern mobil. Neben organisierten Motorradreisen, die verschiedene Veranstalter in den klassischen „Winter-Zielen“ wie Südafrika, Australien, Neuseeland, Florida, Thailand oder den Kanarischen Inseln anbieten, wird eine andere Art des Zweiradurlaubs immer beliebter: Viele Motorradfans planen Kurztrips und mieten eine Maschine vor Ort. Das Suchen und Finden im Internet ist dabei eine willkommene „Heimarbeit“ in der kalten Jahreszeit und steigert die Vorfreude.


  • Kanaren
    Dank der klimatischen Bedingungen, der guten und zumindest im Last-Minute-Verfahren durchaus preiswerten Flugangebote stehen dabei die Kanaren ganz weit oben. In der internen Rangfolge der Inseln des wirklich ewigen Frühlings sind Teneriffa und Gran Canaria wegen ihrer Größe und der abwechslungsreichen Landschaft mit hohen Bergen die Renner. Doch La Palma, Fuerteventura und selbst das erst im 18. Jahrhundert nach riesigen Vulkanausbrüchen geformte schwarze Eiland Lanzarote bieten dem, der nicht nur Kurvenräubern will, ebenfalls tolle Routen für vergnüglichen „Wintersport“. Die Zahl der Anbieter von Bikes auf den Kanarischen Inseln spiegelt die Nachfrage wider – Preisvergleiche lohnen sich deshalb allemal.

  • Frühjahrsziele
    Wer erst ein wenig später loslegen will, dem können für einen Motorrad-„Frühstart“ Mallorca (Mandelblüte Ende Februar/Anfang März) und Zypern (auch für Enduristen) empfohlen werden. Danach sind Sizilien, die griechischen Inseln Kreta und Rhodos sowie das spanische Andalusien oder Portugals Algarve lohnende Motorrad-Ziele, die innerhalb von maximal drei Flugstunden zu erreichen sind. Gleiches gilt für Nordafrika und dabei besonders Tunesien: hier sind Badeurlaub und selbst kurze Wüstentrips leicht zu kombinieren.
  • Technische Prüfung
    Obwohl alle Maschinen, die Vermieter im Internet oder vor Ort anbieten, meist jüngeren Baujahres sind, ist ein ausgiebiger Augenschein (Sturzschäden, Motordichtungen, Auspuff) dringend angesagt. Selbstverständlich gilt dies auch für Quads und Roller. Sind die Mietfahrzeuge älter, sollte noch genauer hingeschaut werden. Auch auf eine kurze Probefahrt, bei der die für die Sicherheit wichtigen Bereiche getestet werden, sollte obligat sein. Reifen mit genügend Profil und entsprechendem Luftdruck, funktionierende Bremsen, eine intakte Beleuchtung und eine sauber trennende Kupplung sind dabei Mindestanforderungen, die das folgende Fahrvergnügen garantieren.
  • Gute Schutzausrüstung
    Die Motorrad-Experten des ADAC raten zudem, selbst für solche Fly-and-Bike-Spritztouren eigene Schutzkleidung und Helm mitzunehmen. Das ist nicht nur beim steifen Hut keine Frage der Hygiene: Bekanntlich können nicht alle Schäden an Schutzhelmen und der Stoß absorbierenden Dämmung von außen gesehen werden. Und nur ein unbeschädigter Helm kann im Falle eines Falles volle Schutzwirkung bieten. 
    Dass in anderen Breitengraden mit warmen Temperaturen leider zu oft auf die richtige Ausrüstung inklusive Motorrad-Stiefel und -Handschuhe verzichtet wird, führt selbst bei leichten Ausrutschern auf durchaus „raueren“ Straßenbelägen oder gar auf Schotterpisten zu unliebsamen Urlaubserinnerungen. Wer erst einmal eine großflächige Schürfwunde an Hüfte oder Po erlitten hat, der weiß, dass Jeans oder kurze Hosen und T-Shirt nicht aufs Bike gehören…

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