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Gesundheitsinformationen Brasilien

Impfungen, Einreisevorschriften

Sie brauchen für die Einreise nach Brasilien keine Impfungen nachzuweisen. Nehmen Sie die Reise aber zum Anlass, Ihren Impfschutz bei einem Arzt überprüfen zu lassen. Jeder Reisende sollte über die für Deutschland empfohlenen 'Standard'-Impfungen verfügen, insbesondere über eine aktuelle Impfung gegen Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Masern und eine Grundimmunisierung gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung). Personen über 60 Jahren wird empfohlen, sich gegen Pneumokokken (Lungenentzündung) und je nach Reisezeit gegen Grippe impfen zu lassen. Speziell für Brasilien raten Experten auch zur Impfung gegen: Hepatitis A (Gelbsucht). Besuchen Sie Gebiete, aus denen Fälle von Gelbfieber gemeldet wurden, wird dringend zu einer entsprechenden Schutzimpfung geraten! Bleiben Sie länger im Land oder reisen Sie unter einfachen Bedingungen (z.B. mit Zelt und Rucksack) sollten Sie zusätzlich folgende Impfungen in Betracht ziehen: Hepatitis B, Tollwut, Typhus. Eine Impfung gegen das in Brasilien verbreitet vorkommende Dengue-Fieber gibt es nicht. Entscheidende Schutzmaßnahme ist hier konsequente Vermeidung von Mückenstichen. Bitte beachten Sie, dass wir über ein Land von so großer Ausdehnung und mit verschiedenen Klimazonen nur einen Überblick geben können. Lassen Sie sich im Zweifelsfall individuell beraten. Über den nachfolgenden Link erfahren Sie, welche Impfungen von Ihrer Krankenkasse gezahlt werden.

Weitere Informationen

Gelbfieber, Juni 2018 Dem seit mehr als einem Jahr andauernden schweren Ausbruch von Gelbfieber in den Bundesstaaten Minas Gerais und Sao Paulo sind auch mehrere Touristen zum Opfer gefallen. Vor diesem Hintergrund ist bis auf weiteres allen Reisenden nach Brasilien eine Schutzimpfung dringend zu empfehlen. Sie besteht aus einer einzigen Injektion, wird in der Regel gut vertragen, ist sehr zuverlässig und wirkt lebenslang. Mit einer guten Schutzwirkung kann nach etwa 10 Tagen gerechnet werden. Denguefieber Die Krankheit, gegen die es keinen Impfstoff gibt, ist seit vielen Jahren in Brasilien verbreitet. Das Ansteckungsrisiko ist erheblich. Schutzmaßnahme: Konsequente Vermeidung von Mückenstichen

Malaria

Das Risiko, in Brasilien an Malaria zu erkranken ist in den Provinzen Acre, Rondonia und Roraima unter 900m hoch, im restlichen Amazonasgebiet gering. Die lebensgefährliche Malaria tropica macht ca. ein Fünftel der Fälle aus. Die Atlantikküste ab etwa Fortalezza nach Süden sowie die Stadt Iguacu werden als malariafrei angesehen. Die wichtigste Maßnahme gegen eine Infektion besteht in konsequentem Schutz gegen Mückenstiche. Die WHO und andere Gremien empfehlen für Gebiete mit hohem Malariarisiko die vorsorgliche Einnahme eines Medikamentes, für solche mit geringerem Risiko die Mitnahme eines geeigneten Notfallmedikaments. Besprechen Sie die genaue Vorgehensweise unbedingt vorher mit einem erfahrenen Arzt.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung in Großstädten und touristisch erschlossenen Gebieten entspricht vom Niveau her teilweise derjenigen in Westeuropa. In kleineren Städten ist eine Versorgung auf gutem Niveau oft gewährleistet, in ländlichen Gebieten in der Regel nicht. Kontaktieren Sie immer zuerst Ihren ADAC-Indodienst, wenn Sie medizinische Behandlung benötigen. Hier erhalten Sie alle wichtigen Informationen.

Reiseapotheke

Nehmen Sie auf Reisen immer eine eigene Reiseapotheke mit. Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden, sollten Sie sicherheitshalber in doppelter Menge dabei haben und auf Hand- und Check-in-Gepäck verteilen. Vorschläge für eine gute Grundausstattung erhalten Sie unter dem nachfolgenden Link.

Reisemedizinische Beratung

Eine sinnvolle reisemedizinische Beratung muss immer individuell auf Reiseland, - zeit und -stil sowie auf den Reisenden selbst abgestimmt sein. Vor Reisen in Länder mit problematischen medizinischen und hygienischen Verhältnissen, Reisen mit Kindern oder während der Schwangerschaft sowie Reisen von Personen mit Vorerkrankungen ist die rechtzeitige (4-6 Wochen vor Beginn) die Beratung durch einen reise- oder tropenmedizinisch erfahrenen Arzt besonders wichtig. Eine Liste mit entsprechend qualifizierten Ärzten finden Sie unter dem nachfolgenden Link.

Auslandskrankenversicherung

Wer nach Brasilien reist, sollte unbedingt eine private Auslandskrankenversicherung abschließen. Da Ausländer dort zumeist in Privatkliniken behandelt werden, können die Kosten deutlich über denen in Deutschland liegen. Gesetzliche Krankenkassen in Deutschland dürfen im Ausland entstandene Kosten jedoch nur nach der deutschen Gebührenordnung erstatten. Kosten für einen Transport in geeignete Zentren oder nach Deutschland werden in keinem Fall übernommen. Mit dem ADAC-Auslandskrankenschutz sind Sie umfassend versichert - inklusive Krankenrücktransport nach Deutschland. Weitere Informationen und Online-Abschluss über den nachfolgenden Link.

ADAC-Infodienst

Weitere reisemedizinische Informationen sowie Adressen von Ärzten und Krankenhäusern in der Region erhalten Sie unter Tel.: 0 89 - 76 76 77, 0 89 - 76 76 36 77 (Fax.) und und vom Reisemedizinischen Informationsservice des ADAC unter der nachfolgenden Email-Adresse. Medizinische Adressen bietet der ADAC seinen Mitgliedern auch über die kostenlose ADAC-Auslandshelfer-App an.

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