USA | San Francisco, Los Angeles | 04.11.2019

Waldbrände in Kalifornien unter Kontrolle

Waldbrand Kalifornien
Schwere Waldbrände suchen den Westen der USA heim

Die Waldbrände im Hinterland von Los Angeles und San Francisco sind größtenteils unter Kontrolle. Für eine endgültige Entwarnung ist es aber noch zu früh. Wir sagen, was Urlauber beachten sollten.

Die Lage im Detail

San Francisco

Der Großbrand in der Weinbauregion Sonoma, rund 100 Kilometer nördlich von San Francisco, war am Montag, 4. November, zu 80 Prozent unter Kontrolle. Die Flammen haben hier eine Fläche von rund 30.000 Hektar, größer als das Stadtgebiet von München, zerstört. Fast 200.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Da die Brandherde immer wieder durch heftige Winde angefacht werden, ist die Gefahr aber noch nicht endgültig gebannt.

Los Angeles

Deutlich entspannt hat sich hingegen die Situation bei Santa Clarita, rund 50 Kilometer nordwestlich von Los Angeles. Eine Bedrohung geht hier von den Flammen nicht mehr aus. Hier hat das Feuer zwar nur eine Fläche von 4000 Hektar zerstört, die Gegend ist aber wesentlich dichter besiedelt als die Region Sonoma. Viele der rund 50.000 Menschen, die vorsorglich evakuiert wurden, durften inzwischen in ihre Häuser zurückkehren.

Die gute Nachricht: Beide Metropolen sind von den Bränden nicht unmittelbar bedroht. Meldungen über Störungen im Flugverkehr liegen ebenfalls nicht vor.

Weitere Feuer

Die Feuer bei San Francisco und Los Angeles sind nicht die einzigen Brände in Kalifornien. Derzeit lodert es in acht weiteren, meist dünn besiedelten Gebieten, die sich über den ganzen Bundesstaat verteilen. Detailinformationen zu allen Waldbränden erfahren Urlauber auf der Homepage des National Fire Center*.

Stromabschaltungen

Als Vorsichtsmaßnahme, um weitere Waldbrände zu vermeiden, haben mehrere Energieversorger mit Stromabschaltungen reagiert. Betroffen sind Haushalte, Büro- und Fabrikgebäude in 30 der 52 Bezirken Kaliforniens – wenn auch nicht flächendeckend. Dadurch könnten vielfach auch Klimaanlagen, Fahrstühle und Ampeln nicht mehr funktionieren.

Tipps für Urlauber

Grundsätzlich gilt: Reisenden droht keine Gefahr, solange sie sich an die Anweisungen der Behörden halten. Sie müssen mit Straßensperren, Umleitungen und Sichtbeeinträchtigungen durch Rauch sowie mit geschlossenen touristischen Einrichtungen rechnen.

Wer in der betroffenen Region eine Unterkunft gebucht hat, sollte sich bei seinem Veranstalter nach der aktuellen Lage erkundigen. Wer befürchtet, dass ein Campingplatz geschlossen ist, sollte sich direkt an den Betreiber wenden.

Wer wegen eines Waldbrands eine bereits gebuchte Reise nicht mehr antreten möchte, kann sich im ADAC Ratgeber Reise über die rechtlichen Möglichkeiten informieren.

Verkehrsinfo Kalifornien*

Aktuelles Wetter


Text: Norbert Prack. Foto: ddp/ZUMA.

Kontakt zur Redaktion: redaktion@adac.de

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