Hongkong |  | 06.12.2019

Hongkong: Unruhen beeinträchtigen Reiseverkehr derzeit nicht

Proteste in HongKong
Auf dem Flughafen von Hongkong treffen Reisende immer wieder auf Demonstranten

Hinter Hongkong liegen Monate voller Unruhen und Ausschreitungen. Nun endlich scheint sich die Lage zu entspannen. Die gewalttätigen Demonstrationen und Straßenschlachten haben deutlich nachgelassen. Für Reisende wird es wieder einfacher und sicherer. 

In den vergangenen Monaten hatte die Protestbewegung gegen die chinesische Regierung den Flugbetrieb am internationalen Flughafen tagelang lahmgelegt und mehrmals den Zugang zum Gelände blockiert. Auch das öffentliche Leben und der innerstädtische Verkehr inklusive Busse und U-Bahnen wurden durch Großdemonstrationen, unangekündigte Protestaktionen und Streikaufrufe stark in Mitleidenschaft gezogen.

Momentan finden nur noch kleinere, in der Regel friedliche Demonstrationen statt. Die Proteste sind innenpolitisch bedingt und richten sich nicht gegen ausländische Touristen. Die Gefahr besteht aber, dass sich die Situation wieder zuspitzt und dann auch Unbeteiligte zwischen die Fronten geraten

Tipps für Hongkong-Reisende

Wer sich in Hongkong aufhält, sollte Demonstrationen und Menschenansammlungen unbedingt meiden und die Anweisungen der Sicherheitsbehörden befolgen. Touristen rät das Auswärtige Amt, ihre Ausweispapiere immer dabei zu haben, um Festnahmen zur Feststellung ihrer Identität zu vermeiden.

Wer eine Hongkong-Reise plant, sollte sich bei seinem Reiseveranstalter, bei lokalen Medien oder beim Auswärtigen Amt* über die aktuelle Lage informieren und gegebenenfalls ein alternatives Urlaubsziel suchen. Ob ein Flug wie geplant stattfindet, erfahren Reisende bei der Airline oder beim Hongkong International Airport*. Dort erfährt man auch, ob der Airport Express planmäßig verkehrt. Der Flughafen darf nur mit einem gültigen Flugticket betreten werden.

Eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gibt es bisher nicht. Wer aus Angst vor den Unruhen seine Reise nicht mehr antreten möchte, findet im ADAC Ratgeber Reiserecht wertvolle Hintergrundinformationen zum Thema Reiserücktritt. Zu den Stornierungsmöglichkeiten in einem konkreten Fall muss man jedoch seinen Veranstalter kontaktieren.

ADAC Mitglieder, die sich in der Unruheregion aufhalten und Hilfe benötigen, können sich an den ADAC Auslandsnotruf (+49 89 22 22 22) wenden.

 

Text: KD. Foto: imago images /Aidan Marzo.

Kontakt zur Redaktion: redaktion@adac.de

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