Ecuador | Quito | 23.12.2019

Ecuador: Umweltnotstand für Galápagos-Inseln

Zwei riesige Echsen am Strand einer Galapagos-Insel
Die Galápagos-Inseln zählen wegen ihrer besonderen Flora und Fauna seit 1978 zum Unesco-Weltnaturerbe

Nach einem Schiffsunfall bedroht austretender Dieselkraftstoff das Ökosystem der Galápagos-Inseln im Pazifischen Ozean. Ecuadors Umweltminister rief den Notstand aus. Südamerika-Touristen müssen mit Einschränkungen rechnen. 

Das Schiff war am Sonntag, 22. Dezember, mit rund 2500 Litern Dieselkraftstoff vor der Hauptinsel San Cristóbal auf Grund gelaufen. Die Regierung habe laut Umweltministerium Sofortmaßnahmen ergriffen, um das Umweltrisiko zu vermindern und das Problem einzudämmen, das durch den Untergang des Schiffs entstanden sei. Der Galápagos-Nationalpark twitterte, es würden Schutzbarrieren errichtet und ölabsorbierende Mittel eingesetzt.

Tipps für Reisende

Wer eine Reise auf die Galápagos-Inseln plant, sollte sich bei seinem Veranstalter nach der aktuellen Lage erkundigen. Die Galápagos-Inseln zählen zum UNESCO Weltnaturerbe und bestehen aus 14 größeren und 8 kleineren Inseln sowie etwa 40 winzigen Eilanden. Etwa 25.000 Menschen bewohnen die Inselgruppe. Bekannt wurden diese insbesondere durch Charles Darwin, dessen Evolutionstheorie dort eine Reihe von Anstößen erhielt.

Den Besucher des Achipels erwartet ein Naturraum mit ganz besonderen Umweltbedingungen, die einzigartige Tier- und Pflanzenarten hervorbrachten, die zum großen Teil endemisch sind. Neben bizarren Landschaften gehören die Galápagos-Schildkröten, der Blaufußtölpel, der Fregattvogel, der Galápagos-Albatros, der flugunfähige Kormoran, die Meeresechsen sowie die verspielten Seelöwen zu den Attraktionen. 

Reisen trotz Naturkatastrophe

Text: KD mit Material von dpa. Foto:  Shutterstock/Discover Marco.

Kontakt zur Redaktion: redaktion@adac.de