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Österreich, Schweiz, Italien | Lienz | 22.11.2019

Entspannung nach Schneechaos in den Alpen

Straßensperre in Österreich im Winter
Osttirol trafen die Schneemassen besonders hart

Nach dem Schneechaos zu Wochenbeginn hat sich die Lage in Österreich, der Schweiz und Norditalien deutlich entspannt. Alle wichtigen Verbindungen sind wieder frei.

Die aktuelle Situation

Österreich

Von den Autobahnen werden keine witterungsbedingten Störungen mehr gemeldet. Dies gilt auch für die Tauernautobahn A10 (Salzburg Richtung Villach), wo zwischen Paternion-Feistritz und Villach-West nach einem Erdrutsch zeitweise nur ein Fahrstreifen zur Verfügung stand.

Die Felbertauernstraße (Mittersill - Matrei), eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen in Österreich, ist seit Freitagmittag, 22. November, wieder durchgehend befahrbar. Und auch die Bahnverladung Tauernschleuse (Böckstein - Mallnitz) hat ihren Betrieb wieder aufgenommen.

In Osttirol sind das Defereggen-, Virgen- und Kalsertal, die zeitweise abgeschnitten waren, wieder erreichbar. Der Ort Heiligenblut an der Großglocknerstraße ist ebenfalls aus der Schneefalle befreit und kann wieder mit dem Auto angefahren werden.

Italien

In Südtirol, das von den italienischen Regionen am stärksten unter den Schneemassen zu leiden hatte, sind alle wichtigen Durchgangsrouten frei befahrbar. Behinderungen gibt es nur noch auf höher gelegenen Passstraßen. Nicht möglich sind derzeit Fahrten über den Jaufenpass (Sterzing – St. Leonhard i. Passeier) sowie über einige Dolomitenübergänge.

Schweiz

Entspannt hat sich die Lage auch im Schweizer Kanton Graubünden. Die Sperre des Flüelapasses (Verbindung Davos – Susch) wurde aufgehoben. 

Frankreich

Für den Südosten Frankreichs, wo vor allem die Departements Drôme, Isère, Rhône, Loire und Ardèche vom Schneechaos betroffen waren, gilt ebenfalls Entwarnung. Auf allen überregionalen Reiserouten besteht freie Fahrt.

Verkehrsinformationen Frankreich

Tipps für Reisende

Autofahrer sollten sich trotz der Entspannung vor Fahrtantritt beim ADAC über die aktuelle Lage erkundigen. 

Laufend aktualisierte Verkehrsmeldungen finden Sie auf ADAC Maps, Informationen zur Befahrbarkeit aller wichtigen Alpenstraßen bei der ADAC Alpenstraßeninfo.

Offene Pässe sollten generell nur mit Winterreifen befahren werden. Auf Nummer sicher geht, wer zusätzlich Schneeketten dabei hat. Autofahrer, die mit unzureichender Bereifung unterwegs sind, gefährden nicht nur ihre eigene Sicherheit und die anderer Verkehrsteilnehmer, ihnen drohen auch empfindliche Strafen. Besonders teuer wird es bei einem Unfall.

Wer keine eigenen Schneeketten besitzt, kann diese beim ADAC erwerben. Der Vorteil für ADAC Mitglieder: Wer den Kettensatz nicht benutzt und die Verpackung nicht beschädigt, bekommt den Kaufpreis zurückerstattet und zahlt lediglich eine Gebühr von 3 Euro pro Tag. Diesen Service bieten zahlreiche ADAC Geschäftsstellen an.

ADAC Tipps zum Fahren bei Schnee und Eis

Hinweis zum Reiserecht

Wer individuell gebucht hat und im Urlaub eingeschneit wird, hat übrigens schlechte Karten. Einen Anspruch auf Entschädigung gibt es in der Regel nicht, so die Ansicht von Reiserechtsexperten. Wer seinen Ferienort wegen gesperrter Straßen erst gar nicht erreicht, hat hingegen das Recht, kostenfrei zu stornieren. Nähere Infos zu diesem Thema finden sich beim ADAC Reiserecht.

Tipp Icon

Hilfe für ADAC Mitglieder

ADAC Mitglieder, die Hilfe benötigen, können sich an den ADAC Auslandsnotruf (+49 89 22 22 22) wenden.

Weitere Aussichten

Laut Prognosen sind bis zum Wochenende keine größeren Schneefälle mehr zu erwarten. In höheren Lagen gibt es aber voraussichtlich noch längere Zeit eine erhöhte Lawinengefahr.

 

ADAC Reise Ratgeber

Aktuelles Wetter

Text: Norbert Prack mit Material von dpa. Foto: imago images/Eibner Europa.

Kontakt zur Redaktion: redaktion@adac.de

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