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Australien | Sydney | 21.01.2020

Buschbrände in Australien: Regen sorgt für Entspannung

Feuerwehrman löscht Feuer im Busch in Australien
Die Buschbrände bedrohen auch australische Touristenregionen

Entspannung bei den Buschbränden in Australien: Im Kampf gegen die Flammen erhalten die Einsatzkräfte Unterstützung durch Regenfälle. Diese sind aber so heftig, dass sie örtliche Überflutungen auslösen. Reisende müssen sich weiter vorsehen und möglicherweise ihre Routen ändern.

Brände im Süden und Osten

Auch wenn es den Einsatzkräften gelingt, viele Brände einzudämmen, wüten in den Bundesstaaten New South Wales, Victoria und South Australia immer noch etliche Feuer. Mehrere Straßen, Eisenbahnlinien und Nationalparks sind aus Sicherheitsgründen weiterhin gesperrt und diGroßräume SydneyCanberra und Melbourne werden von Rauchwolken heimgesucht. In den letzten Wochen mussten dort immer wieder Flüge gestrichen werden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind die Feuer auch die Ursache dafür, dass die Zahl der Notfallpatienten mit Atembeschwerden und Asthma zunimmt.

In New South Wales konzentrieren sich die Brände vor allem auf das Gebiet der Blue Mountains westlich von Sydney sowie auf den 250 Kilometer langen Küstenstreifen zwischen Nowra und Bega. Die meisten Evakuierungsanordnungen wurden mittlerweile aber aufgehoben.

Im Bundesstaat Victoria wüten die Flammen vor allem in der Region östlich der Stadt Bairnsdale, einem Gebiet etwa so groß wie Belgien. Ebenfalls kritisch ist die Lage im Hinterland der Stadt Wodonga, rund 400 Kilometer nordöstlich von Melbourne.

Demgegenüber sind die Feuer In South Australia weitgehend unter Kontrolle. In den vergangenen Wochen mussten vor allem auf der beliebten Ferieninsel Kangaroo Island südlich von Adelaide viele Anwohner ihre Häuser verlassen. Auch wenn diese zum Teil wieder zurückkehren können, sind die Schäden für den Tourismus enorm. Brände tobten auch in den Adelaide Hills östlich der Millionenstadt.

Die Buschbrand-Saison begann in diesem Jahr ungewöhnlich früh, wofür Wissenschaftler unter anderem den Klimawandel verantwortlich machen. Außerdem litten die betroffenen Bundesstaaten seit längerem unter großer Trockenheit. 

Überschwemmungen in Queensland

Die Regenfälle, die im Südosten den Feuerwehren bei der Brandbekämpfung helfen, waren in den letzten Tagen im Bundesstaat Queensland so stark, dass sie örtliche Überflutungen ausgelöst haben. Straßen standen unter Wasser und die Behörden warnen vor gefährlichen Sturzfluten.

Am stärksten betroffen ist die Küstenregion in einem Streifen je hundert Kilometer nördlich und südlich der Hauptstadt Brisbane, darunter auch die beliebten Urlaubsgebiete Gold Coast und Sunshine Coast. Mehrere Straßenverbindungen sind unterbrochen. 16.000 Menschen waren zeitweise ohne Strom.

Mit einem raschen Ende der Niederschläge ist nicht zu rechnen.


Tipps für Australien-Reisende

Für alle Katastrophengebiete gilt: Den Anordnungen der Behörden ist unbedingt Folge zu leisten.

Personen mit Atemwegserkrankungen sollten sich auf keinen Fall der rauchigen Luft aussetzen! Durch die schlechte Sicht sind überdies Störungen im Flugverkehr möglich. Flugpassagiere sollten daher den Status ihrer Flüge überprüfen.

Wer in Kürze nach Australien will, erfährt auf den Seiten der Feuerwehren von New South Wales* und Victoria*, wo genau sich die Flammenherde befinden. Informationen zu gesperrten Straßen stellen die Verkehrsbehörden von New South Wales*, Victoria* und Queensland* bereit. 

Ob Rundreisen wie geplant stattfinden können, erfahren Urlauber bei ihrem Reiseveranstalter. Gut zu wissen: Einige Unternehmen wie zum Beispiel DER Touristik, TUI und FTI bieten kostenfreie Umbuchungen und Stornierungen an und das nicht nur für Reisen, die unmittelbar bevorstehen. 

ADAC Mitglieder, die im Urlaub in Not geraten und Hilfe benötigen, können sich an den ADAC Auslandsnotruf (Tel.: +49 89 22 22 22) wenden. 

Generell müssen Australien-Reisende vor allem während der heißen Monate des australischen Sommers (Dezember bis Februar) wegen Buschbränden beziehungsweise der Gefahr von Buschbränden vor allem im Süden und Osten des Kontinents immer wieder mit Straßensperren, unterbrochenen Eisenbahnlinien und geschlossenen Nationalparks rechnen.


Auswärtiges Amt*

Waldbrand-Informationsseite der australischen Tourismusamtes*

Reisen trotz Naturkatastrophe

Tipps für gesundes Reisen


Text: KD. Foto: imago images/AAP.

Kontakt zur Redaktion: redaktion@adac.de

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