Athen, Rom, Madrid | 16.08.2019

Waldbrandgefahr in Südeuropa

Waldbrand in Sardinien

Sommerurlauber aufgepasst: In Teilen Südeuropas herrscht weiterhin akute Waldbrandgefahr. In den betroffenen Gebieten können auch touristische Einrichtungen wie Campingplätze geschlossen und Straßen vorübergehend gesperrt sein. Im Großeinsatz sind die Feuerwehren derzeit vor allem in Griechenland, der Mittelmeerinsel Zypern, in Südfrankreich und auf den Ferieninseln Gran Canaria (Spanien) und Sardinien (Italien).

In vielen Regionen Griechenlands und auf der Mittelmeerinsel Zypern (im Norden der bei Touristen beliebten Hafenstadt Limassol) sind die Feuerwehren im Dauereinsatz. Auf den Touristeninseln Euböa und Thassos wurden Dörfer evakuiert. Darunter auch ein Hotel und ein Campingplatz. Schwere Schäden hinterließen die Flammen auf der Insel Elafonissos. In den Bergen der spanischen Urlauberinsel Gran Canaria sind die gefährlichen Feuer nahe der Gemeinden Tejeda, Artenara und Caldar inzwischen unter Kontrolle. Dasselbe trifft auf die Flammenherde auf der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien (Ogliastra und Nuorese im Osten und Nordosten der Insel) zu. Angespannt ist die Situation weiterhin in der Touristenregion Carcassonne im Süden Frankreichs. 

In Waldbrandregionen müssen Reisende mit gesperrten Straßen, Sichtbeeinträchtigung durch Rauchentwicklung und Einschränkungen im touristischen Angebot rechnen. Es ist möglich, dass Campingplätze oder andere Unterkünfte vorübergehend geschlossen werden müssen. Wer fürchtet betroffen zu sein, sollte vor Reisebeginn mit der Unterkunft Kontakt aufnehmen und sich über die Situation vor Ort erkundigen. Den Empfehlungen und Anweisungen der Behörden ist unbedingt Folge zu leisten. Wer eine Rundreise gebucht hat, sollte sich bei seinem Veranstalter nach möglichen Programmänderungen erkundigen.

ADAC Mitglieder, die in ihrem Urlaub in Not geraten und Hilfe benötigen, können sich an den ADAC Auslandsnotruf (Tel.: +49 89 22 22 22) wenden. Noch ein Hinweis für Urlauber, deren Fahrzeug Opfer der Flammen wurde: Ausgebrannte Wohnwagen, Wohnmobile oder Autos sind über die Teilkasko versichert. Zelte und Hausrat sind außerhalb Deutschlands über die Hausratversicherung normalerweise nicht versichert, dies muss individuell mit der Versicherung abgeklärt werden. Wer eine Camping-Versicherung abgeschlossen hat, bekommt sein Hab und Gut in der Regel ersetzt. Verschrottung und der Heimtransport zerstörter Fahrzeuge sind über die ADAC Plus-Mitgliedschaft abgedeckt.

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Foto: dpa Picture-Alliance/Italian Firefighters