Hongkong | Hongkong | 10.09.2019

Hongkong: Unruhen beeinträchtigen den Reiseverkehr

Proteste in HongKong

Reisen von und nach Hongkong sind momentan mit großer Unsicherheit verbunden. Die chinesische Sonderverwaltungszone gleicht seit Wochen einem Pulverfass. Angesichts der andauernden Proteste von Regierungsgegnern ist die Gefahr, dass Flüge abgesagt werden müssen, weiterhin gegeben. In den vergangenen Wochen hatte die Protestbewegung den Flugbetrieb am internationalen Flughafen zwei Tage lang lahmgelegt und mehrmals den Zugang zum Gelände blockiert. Diese Vorfälle könnten sich wiederholen.

Die Proteste sind innenpolitisch bedingt und richten sich nicht gegen ausländische Touristen. Die Gefahr besteht aber, dass sich die Situation zuspitzt und dann auch Unbeteiligte zwischen die Fronten geraten. International wächst inzwischen die Sorge, dass Peking gewaltsam eingreifen könnte. Wer sich in Hongkong aufhält, sollte Demonstrationen und Menschenansammlungen unbedingt meiden und die Anweisungen der Sicherheitsbehörden befolgen. Steht der Urlaub erst bevor, empfehlen wir, sich bei seinem Reiseveranstalter oder beim Auswärtigen Amt über die aktuelle Lage zu informieren und gegebenenfalls ein alternatives Urlaubsziel zu suchen. Ob der Flug wie geplant stattfindet, erfahren Reisende bei der Airline oder beim Hongkong International Airport.

Eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gibt es bisher nicht, wenngleich Außenminister Heiko Maas bei einem Gespräch im kanadischen Toronto Bundesbürgern empfohlen hatte, Reisen nach Hongkong zu verschieben. Wer aus Angst vor den Unruhen seine Reise nicht mehr antreten möchte, findet auf der ADAC Homepage im Ratgeber Reiserecht wertvolle Hintergrundinformationen zum Thema Reiserücktritt. Zu den Stornierungsmöglichkeiten in einem konkreten Fall müssen Sie jedoch ihren Veranstalter kontaktieren. ADAC Mitglieder, die sich in der Unruheregion aufhalten und Hilfe benötigen, können sich an den ADAC Auslandsnotruf (+49 89 22 22 22) wenden.

Foto: imago images /Aidan Marzo