Wellington | 01.07.2019

Neuseeland führt E-Visum und Touristensteuer ein

Allgemeine Reise- und Sicherheitshinweise  Neuseeland

Neuseeland-Urlauber müssen sich auf gravierende Änderungen bei der Einreise einstellen. Zum einen wird für Reisen, die nach dem 1. Oktober beginnen, ein elektronisches Visum eingeführt, zum anderen wird eine Touristensteuer erhoben, die schon bei der ETA-Registrierung ab Juli anfallen kann.

Die Registrierung für die ab Oktober benötigte elektronische Einreisegenehmigung(„New Zealand Electronic Travel Authority“ kurz ETA) ist bereits seit 1. Juli möglich. Sie kostet 12 Neuseeländische Dollar (ca. 7 Euro) bei Online-Beantragung beziehungsweise 9 NZD (ca. 5 Euro) über eine App im Mobiltelefon. Die ETA müssen auch Transitreisende beantragen. Die einmal erteilte Einreiseerlaubnis gilt für beliebig viele Einreisen für die Dauer von jeweils maximal 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren. Die zuständige Einwanderungsbehörde (Immigration) empfiehlt, den Antrag nach Möglichkeit mindestens 72 Stunden vor Reiseantritt zu stellen.

Bei der Beantragung der ETA wird zusätzlich eine Touristenabgabe ("International Visitor Conservation and Tourism Levy“ - kurz IVL) in Höhe von 35,- NZD (ca. 20 Euro) erhoben. Die neuseeländische Regierung geht davon aus, dass durch die IVL rund 57 bis 80 Millionen Dollar (34 bis 48 Millionen Euro) pro Jahr in die Kassen gespült werden.

Die Einnahmen sollen Infrastruktur und Naturschutz zugutekommen. "Es ist nur fair, dass Touristen einen kleinen Beitrag leisten, damit wir ihnen die entsprechende Infrastruktur bieten und die Landschaften, an denen sie sich erfreuen, bewahren können", sagte Tourismusminister Kelvin Davis in einer Mitteilung.

Neuseeland zählt zu den beliebtesten Fernreisezielen. Mehr als zwei Millionen Besucher reisen jährlich in den Inselstaat im südlichen Pazifik. Die Grundlage des Tourismus bilden die Vielfalt der Landschaften – Küsten, Seen und Fjorde, Hochgebirge und Gletscher, Vulkane und heiße Quellen - , die gut ausgebaute Infrastruktur und die aufgeschlossenen Bewohner. Einheimische beklagen allerdings zunehmend den Massenansturm auf ehemals einsamen Wanderwegen und den vielen Müll, den die Touristen zurücklassen.

Auswärtiges Amt

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