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Italien | Rom | 21.10.2019

Italien-Urlaubern droht ein Streik-Chaos

Streik gegen Kürzungen Bildungspolitik Rom Italien
Streiks sind in Italien keine Seltenheit

Herbsturlauber in Italien müssen sich von Donnerstagabend, 24. Oktober, bis Freitag, 25. Oktober, auf gravierende Behinderungen einstellen. Mehrere Gewerkschaften haben zu einem Streik im öffentlichen Sektor aufgerufen und wollen landesweit den Verkehr lahmlegen. Mit der Aktion wollen sie Gehaltserhöhungen und eine bessere Rentenversorgung durchsetzen.


Die geplanten Ausstände

  • Die Angestellten der italienischen Bahn beginnen ihren Ausstand am Donnerstag, 24. Oktober, 21 Uhr. Er soll bis Freitag, 25. Oktober, 21 Uhr, dauern.
  • Die Fluglotsen der nationalen Gesellschaft ENAV wollen die Arbeit am Freitag, 25. Oktober, ganztägig niederlegen. Dazu kommt ein Ausstand der Piloten und Flugbegleiter der Fluggesellschaften Alitalia und Air Italy. In dieser Zeit dürften die meisten Starts und Landungen auf italienischen Flughäfen ausfallen.
  • Darüber hinaus werden von Donnerstag, 22 Uhr, bis Freitag, 22 Uhr, unter anderem die Autobahnmautstellen und Raststätten bestreikt.
  • Mit Behinerungen ist darüberhinaus im öffentlichen Nahverkehr vieler Städte zu rechnen. Auch Museen und archäologische Stätten könnten geschlossen sein.

Derzeit ist unklar, wie viele Angestellte dem Streikaufruf folgen werden. Mit erheblichen Störungen ist allerdings zu rechnen. Nicht betroffen ist nach derzeitigem Stand der Fährverkehr, da er nicht zum öffentlichen Sektor gehört.


Tipps für Reisende

Reisende mit Ziel Italien sollten zu den Auswirkungen des Streiks aufmerksam die Medienberichterstattung verfolgen und gegebenenfalls ihren Veranstalter kontaktieren.  Flugpassagieren wird empfohlen, sich an ihre Airline zu wenden. Welche Rechte Reisende im Streikfall haben, erfahren sie im ADAC Ratgeber Reisen.

Sollten die Schranken an den Autobahn-Mautstellen wegen des Streiks geöffnet sein, ist die Nutzung dennoch nicht gebührenfrei. Die Kennzeichen werden automatisch erfasst. Mautnachforderungen flattern oftmals Monate später ins Haus. Hier ist es wichtig zu überprüfen, ob der tatsächlich benutzte Autobahnabschnitt berechnet wurde. Urlauber sollten deshalb Beweise sammeln, wann sie wo auf die Autobahn auf- und abgefahren sind. Dabei hilft es, z.B. Mautbelege, Tankquittungen, Hotelquittungen, Campinglatzrechnungen oder Rastplatzquittungen aufzuheben.


Text: Norbert Prack. Foto: imago images/Pacific Press Agency

Kontakt zur Redaktion: redaktion@adac.de