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Österreich, Nordmazedonien, Türkei, Griechenland, Slowenien, Serbien, Kroatien, Rumänien, Ungarn | Athen, Istanbul | 07.06.2019

Mit dem Auto nach Griechenland und in die Türkei

Zolllstelle

Wie jedes Jahr werden auch diesen Sommer viele Autofahrer von Deutschland nach Griechenland oder in die Türkei fahren. Doch welcher Weg ist der beste? Wir stellen die wichtigsten Routen vor und geben Tipps, was Sie bei der Fahrt beachten sollten.

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Viele Wege führen ans Ziel: Die wichtigsten Routen im Überblick

Welche Routen sind die besten?

Um mit dem Auto nach Griechenland oder in die Türkei zu kommen, sind je nach Start- und Zielpunkt vier verschiedene Routen sinnvoll:

A: Nördliche Route über Budapest und Belgrad

Von Nord- und Ostdeutschland kommend bietet es sich an, durch Tschechien und die Slowakei nach Budapest zu fahren. Von West- oder Süddeutschland aus verläuft die erste Etappe über Passau beziehungsweise Salzburg und Wien zur ungarischen Hauptstadt. Von dort aus führt die Route A über Belgrad und Sofia in die Türkei.

B: Südliche Route über Zagreb und Belgrad

Bei dieser Variante fährt man zunächst über die österreichische Tauernautobahn und Ljubljana oder alternativ über die Pyhrnautobahn und Maribor nach Zagreb und von dort weiter nach Belgrad. Bei der serbischen Hauptstadt vereinigt sich der Weg dann mit Route A.

C: Ostroute – Ab Budapest über Rumänien und Bulgarien

Wer Serbien umfahren will, kann über Rumänien ausweichen. Der Weg führt von Budapest über Szeged nach Arad und von dort entweder über die Donaufähre Calafat-Vidin (Achtung: Wartezeiten möglich) nach Sofia oder über Sibiu und die Donaubrücke bei Ruse nach Varna. Die rumänische Hauptstadt Bukarest sollte man bei dieser Variante großräumig umfahren.

D: Auf dem Landweg oder mit der Fähre nach Griechenland

Die Landroute zweigt bei der serbischen Stadt Nis oder bei Sofia von den Routen A und B ab und führt über Nordmazedonien oder Südwestbulgarien in den Großraum Thessaloniki. Die Alternative: Mit einer Adriafähre nach Igoumenitsa und von dort weiter auf der Egnatia Odos (A2) in Richtung Thessaloniki oder Istanbul.

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Andere Routen besser meiden!

Von sonstigen Routen über Kroatien, Montenegro und Albanien raten wir grundsätzlich ab. Gründe sind die langen Wege, die zum Teil schlechte Infrastruktur und die vielen Grenzkontrollen.

Praktische Tipps für unterwegs

Einreisebestimmungen

Grundsätzlich benötigt jeder Reisende (auch Kinder!) einen eigenen gültigen Ausweis. Deutsche Staatsbürger können mit dem Personalausweis durch alle Länder reisen. Bei der Einreise in die Türkei mit dem KFZ genügt neuerdings der Personalausweis. Um Probleme zu vermeiden, wird aber sicherheitshalber weiterhin die Mitnahme des Reisepasses empfohlen. Türkische Staatsbürger mit Aufenthaltstitel für ein EU-Land brauchen für die Transitländer kein Visum, aber einen gültigen Pass (nicht älter als 10 Jahre und noch mindestens 3 Monate gültig.

Grüne Versicherungskarte

Die Mitnahme der Grünen Versicherungskarte wird dringend empfohlen, da sie als Versicherungsnachweis dient und bei einem Unfall die Abwicklung erleichtert. In Nordmazedonien und der Türkei ist sie Pflicht. Unbedingt darauf achten, dass sie für die Transitländer mit den richtigen Länderkürzeln (SRB und MK) versehen ist.

Währung

In allen Ländern Südosteuropas wird in Landeswährung bezahlt, in Slowenien und der Slowakei gilt der Euro. Die Autobahn- und Straßengebühren können auch in Euro mit einem gewissen Aufschlag bezahlt werden. Deswegen Scheine in kleiner Stückelung mitnehmen.

Vignetten und Maut

Für Österreich, Slowenien und Tschechien kann die Vignette (bzw. Videomaut) im Voraus in einer ADAC Geschäftsstelle oder online erworben werden. Die e-Vignetten für die Slowakei, Ungarn, Rumänien und Bulgarien können direkt über die offiziellen Portale oder an der jeweiligen Grenze erworben werden.

Lichtpflicht

Die Missachtung der Lichtpflicht kommt häufig vor, da in den einzelnen Ländern unterschiedliche Bestimmungen gelten. In Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Serbien, Rumänien, Bulgarien und Nordmazedonien muss tagsüber mit Abblendlicht gefahren werden. In Kroatien besteht Lichtpflicht nur in den Wintermonaten, vom letzten Sonntag im Oktober bis zum letzten Sonntag im März.

Falsche Pannenhelfer

Besonders in Serbien, Ungarn, Bulgarien, Kroatien, Slowenien und der Slowakei sind immer wieder Betrüger als falsche Pannenhelfer aktiv. Um die Urlauber in die Falle zu locken, nutzen die Betrüger Fahrzeuge in der farblichen Gestaltung der ADAC Abschleppwagen mit dem Logo des Clubs oder der Aufschrift „Im Auftrag des ADAC“. Doch: Im Ausland hat der ADAC keine eigenen Straßendienstpartner und die dortigen Vertragspartner dürfen weder auf ihren Fahrzeugen noch an Werkstätten ADAC Logos verwenden.

Verhalten im Pannenfall

ADAC Plus Mitglieder sollten im Pannenfall beim ADAC Auslandsnotruf 0049 89 22 22 22 in München anrufen. Anrufversuche der Autofahrer können fehlschlagen, da die falschen Pannenhelfer bisweilen Störsender in ihren Fahrzeugen installiert haben, die das Telefonnetz unterbrechen und eine Mobilfunkverbindung unmöglich machen. In so einer Situation sollten Autofahrer ihr Fahrzeug abschließen, sich einige Meter entfernen und von dort den ADAC Auslandsnotruf kontaktieren.

Während der Fahrt

Um sicher am Ziel anzukommen, sollte man während der Fahrt folgendes beachten:

  • Immer aufmerksam sein!
  • Nachtfahrten wegen schlechter Beleuchtung der Verkehrsteilnehmer vermeiden!
  • Fahrzeuge nur auf bewachten Parkplätzen abstellen!
  • Gegebenenfals eine Zwischenübernachtung einlegen. Dafür gibt es ausreichende Möglichkeiten. In Serbien sind das „Motel Jerina“ südlich von Smederevo und das „Motel Stari Hrast“ bei Markovac auf die Bedürfnisse türkischer Reisenden ausgerichtet.

Grenzkontrollen

Bei der Rückreise ist an allen Grenzen mit verstärkten Kontrollen und längeren Wartezeiten zu rechnen. Reisende sollten sich kurzfristig hier informieren oder von der ADAC-Servicehotline 0800 5 10 11 12 (Mo-Sa von 8 bis 20 Uhr) beraten lassen.

Zollbestimmungen

Für die Zolleinfuhr bei der Rückfahrt in die EU ist zu beachten, dass nur offiziell gekaufte Spirituosen und Zigaretten mit Steuerbanderole in den vorgeschriebenen Mengen eingeführt werden dürfen. Weitere Besonderheit: Bei der Einreise von Serbien nach Ungarn sind maximal 40 Zigaretten erlaubt.

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Unfall im Ausland: So hilft Ihnen der ADAC

  • ADAC Juristen beraten Mitglieder kostenfrei unter +49 89 76 76 24 23 (Montag bis Freitag 8-18 Uhr)
  • Anschriften von deutschsprechenden ADAC Vertrauensanwälten im Unfallland
  • Die ADAC Notrufzentrale erreichen Sie rund um die Uhr aus dem Ausland unter T +49 89 22 22 22. Die Mitarbeiter helfen Ihnen unter anderem bei Fragen zum Unfall und vermitteln Plus-Mitgliedern Abschleppunternehmen und organisieren Fahrzeugrücktransporte.
  • Liegt ein Totalschaden vor, können Sie mit der ADAC Notrufzentrale klären, ob Ihr Fahrzeug im Ausland verschrottet wird. Im Rahmen der Plus-Mitgliedschaft werden u. a. die Kosten für Abschleppen (bis zu 300 €), Fahrzeugrücktransport bzw. Verschrottung bei wirtschaftlichem Totalschaden übernommen.
  • Gibt es Verletzte, kontaktieren Sie den ADAC unter T +49 89 76 76 76