Kairo | 15.07.2019

Ägypten öffnet Knickpyramide für Touristen

Knickpyramide Dahschur

Ägypten-Besucher können sich über ein neues touristisches Highlight freuen: Ab sofort ist die markante, gut 100 Meter hohe, Knickpyramide von Dahschur, rund 40 Kilometer südlich von Kairo, für die Öffentlichkeit zugänglich. Touristen können nun durch einen engen Gang tief in das Innere des Monuments vordringen. Neben der Knickpyramide, die von Pharao Snofru um 2600 v. Chr. errichtet wurde, können Besucher auch das daneben gelegene, deutlich kleinere Bauwerk seiner Ehefrau Hetepheres besichtigen.

Die Knickpyramide hat ihren Namen durch ihren markanten „Knick“. Während die untere Hälfte des Bauwerks in einem steilen Winkel von 54 Grad errichtet ist, flacht sie sich in der oberen Hälfte deutlich ab.

Die Öffnung der beiden Pyramiden ist Teil der Tourismus-Strategie des Landes. Seit einigen Jahren setzt die Regierung verstärkt auf die Vermarktung von Kulturschätzen. Politische Schwierigkeiten und mehrere Anschläge hatten der wirtschaftlich wichtigen Tourismusbranche des nordafrikanischen Landes zuletzt geschadet.

Die Pyramiden von Dahschur sind fast so hoch wie die berühmten Pyramiden von Gizeh und gelten als echter Geheimtipp. Während sich Touristen in Gizeh auf gewaltige Menschenmassen einstellen müssen, gibt es in Dahschur einen deutlich geringeren Andrang. Das zweite Highlight neben der Knickpyramide ist die ebenfalls für die Öffentlichkeit zugängliche, rund 100 Meter hohe „Rote Pyramide“.

Foto: iStock.com/Witold Ryka