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Urlaub in Dänemark: "Ab jetzt wieder genug Platz für Touristen"

Zwei Liegestühle stehen auf einer Wiese und im Hintergrund sieht man das Schloss Egeskov
Sehenswürdigkeiten wie Schloss Egeskov auf der dänischen Insel Fünen waren in den Sommerferien gut besucht, jetzt wird es wieder ruhiger ∙ © Peter Kirkegaard/Slot Egeskov

Sandra Schneider Neelmeyer, 47, Marketing- und Kommunikationsmanagerin auf der Insel Fünen, über die Folgen von Corona. Nach dem Ferienende in Dänemark gibt es jetzt wieder freie Unterkünfte.

Seit neun Jahren lebt Sandra Schneider Neelmeyer in Dänemark, seit fünf Jahren arbeitet die gebürtige Deutsche als Marketing- und Kommunikationsmanagerin für die dänische Ostsee-Insel Fünen, die längst zu ihrer Heimat geworden ist. Hans Christian Andersen wurde hier geboren, viele Orte erinnern an den Märchendichter. Weite Strände, 123 Schlösser und Herrensitze, hyggelig-gemütliche Städtchen und kulinarische Genüsse machen den Reiz der Insel aus.

ADAC Redaktion: Welche Folgen hatte Corona bisher für den Tourismus in Dänemark, speziell auf der Insel Fünen?

Sandra Schneider Neelmeyer: Es kamen weit weniger deutsche Gäste als in den Jahren zuvor. Andererseits haben die Dänen ihr eigenes Land entdeckt, sie wurden aufgefordert, zu Hause Urlaub zu machen. Die Regierung hatte bis zum Ende der dänischen Sommerferien am 10. August alle öffentlichen Museen, Schlösser, Herrenhöfe und öffentlichen Attraktionen subventioniert. Die Gäste haben nur den halben Preis als Eintritt bezahlt. Das war ein voller Erfolg.

Außerdem waren 53 Fährverbindungen gratis für Fußgänger und Radfahrer, für Pkw gab es teils Rabatte. Manche Fähren in Dänemark – auf Fünen alle –  haben dieses Angebot verlängert bis einschließlich September. Allerdings sollte man vorab buchen, da es einen richtigen Run auf die Inseln gibt.

Was wurde in Dänemark in puncto Corona anders geregelt als in Deutschland?

Wir sind ja etwas früher in den Lockdown gegangen, und die Dänen sind sehr folgsam. Bei uns durften kleine Kinder relativ früh wieder in die Kindergärten und Schulen, dadurch konnten die Eltern wieder arbeiten. Die älteren Schüler hatten Online-Unterricht, da kam uns die fortgeschrittene Digitalisierung des Landes zugute.
Die Maskenpflicht in Öffentlichen Verkehrsmitteln wurde zunächst nur in Aarhus
aufgrund der erhöhten Infektionsrate eingeführt, jetzt aber ab 22. August für das ganze Land beschlossen.

Wenn Touristen nach Dänemark kommen, empfinden sie die Situation oft als entspannt. Hier fühlt man sich so richtig befreit, haben mir deutsche Freunde gesagt. Aber durch das dänische Gesundheitssystem auch sicher.

Wie geht es jetzt weiter für den Rest der Saison?

Die Regelung, dass Touristen bei der Einreise nach Dänemark eine Buchung für mindestens sechs Übernachtungen nachweisen müssen, wurde ja jetzt abgeschafft. Das ist gut, weil es auch ein Interesse an Kurzreisen gibt und Gäste, die spontan über ihre Unterkunft entscheiden möchten. Aber wir wissen nicht, was uns Corona noch bringt, das kann sich alles von heute auf morgen ändern.

Während der dänischen Sommerferien war auf Fünen durch die vielen einheimischen Gäste praktisch alles ausgebucht, auch die Hotels und die 58 Campingplätze. Jetzt gibt es wieder Kapazitäten, ab September sind zum Beispiel Ferienhäuser eines großen Anbieters nur noch zu etwa 65 Prozent gebucht. Also genug Platz für die deutschen Gäste, auf die wir hoffen, auch in den Herbstferien. Denn auch da kann man auf Fünen viel erleben, neben dem Meer bietet die Insel viel Kunst und Kultur. Und statt der großen Metropolen sind jetzt ja eher kleinere Städtchen gefragt.

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