Zugspitzbahn: "Bei Hochbetrieb schon um 11 Uhr ausverkauft"

Die Seilbahn Zugspitze: Seit dem Neustart an Pfingsten wieder ein begehrtes Ausflugsziel
Die Seilbahn Zugspitze: Seit dem Neustart an Pfingsten wieder ein begehrtes Ausflugsziel © Zugspitzbahn/Matthias Fend

Matthias Stauch von der Zugspitzbahn über Corona-Regeln in Bergbahnen,
Wartezeiten und die Aussichten für die Saison.

Zur Bayerischen Zugspitzbahn gehören nicht nur die moderne Seilbahn auf Deutschlands höchstem Berg (2962 m), die nostalgische Zahnrad- und die Gletscherbahn. Auch die Seilbahnen in "Garmisch-Classic", dem Wandergebiet zwischen Alpspitze, Kreuzeck und Hausberg sowie die kleine Bahn auf den Panoramaberg Wank sind Teil der Bergbahn AG. Die Redaktion sprach mit dem kaufmännischen Vorstand Matthias Stauch über die Corona-Folgen an der Zugspitze.

ADAC Redaktion: Wie lief der Neustart nach dem Corona-Lockdown?

Matthias Stauch: Als wir am 30. Mai wieder starten durften, ging es bei dem guten Wetter an Pfingsten hier gleich richtig rund, praktisch von null auf 100. Aber abgesehen von ein paar Anfangsschwierigkeiten lief es bisher ganz gut. Die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung und zum Mindestabstand kannten die Gäste ja schon vom Einkaufen, das wurde gut angenommen.

Wie viele Fahrgäste dürfen jetzt in die Seilbahnen?

Wir liegen jetzt bei zwei Drittel der regulären Kapazitäten. Bei der Seilbahn Zugspitze sind dies beispielsweise 80 statt regulär 120 Fahrgäste. Das entspricht den aktuellen Hygienekonzepten und Richtlinien des Verbands Deutscher Seilbahnen sowie des für uns zuständigen Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr. Unsere Bergbahnen sind während der Fahrt über Dachluken und Fenster gut durchlüftet. Kontaktflächen werden regelmäßig mit Desinfektionstüchern gereinigt.

Wie sieht es mit den Wartezeiten aus?

Momentan befördern wir nicht mehr als 3500 Besucher hoch auf die Zugspitze, um die Wartezeiten an Hochbetriebstagen so gering wie möglich zu halten. Im Juli und August gab es ferienzeitbedingt bereits Spitzentage, an denen wir schon gegen 11 Uhr vormittags den Kartenverkauf einstellen mussten, weil unsere Tageskapazität erreicht war. An solchen Tagen kommen unter anderem noch bis zu 750 Bergsteiger hinzu, die unsere Bergbahnen für die Fahrt zu Tal in Anspruch nehmen.

Was raten Sie Fahrgästen, die auf den Berg wollen?

Vor allem bei schönem Wetter und in der Ferienzeit möglichst früh zu kommen. Unsere Seilbahn Zugspitze fährt im Juli und August bereits ab 8 Uhr. Und bei der Zahnradbahn gibt es im August einen Frühzug, der allen Frühaufstehern einen besonderen Tagesbeginn beschert. Den ersten Kaffee des Tages auf Deutschlands höchstem Berg einzunehmen ist schon etwas ganz Besonderes.

Wirklich schöne Alternativen zur Zugspitze – und das nicht nur an Hochbetriebstagen – sind auch unser Wandergebiet Garmisch-Classic und der Panoramaberg Wank.

Wie sind die Aussichten für die Saison an der Zugspitze? 

Natürlich fehlen uns die internationalen Gruppen, das komplette Tagungs- und Firmengeschäft, das sind mindestens 500 Gäste am Tag. Vor allem an Regentagen tut das schon weh, da könnte ich manchmal fast jeden Besucher mit Handschlag begrüßen. Von der Ruhe profitieren dann natürlich kurzentschlossene Ausflügler, wenn sich das Wetter doch noch auf die Schnelle bessert. Insgesamt steht und fällt die Saison jetzt mit dem Wetter im Juli und August. Wenn das gut wird, sieht das Ganze bei uns nicht ganz so schlimm aus. Und die Leute sind ja da, man sieht viel Betrieb in Garmisch-Partenkirchen.

Denken Sie schon an den Winter?

Das wird noch eine Riesenherausforderung. Spätestens im September müssen wir ja mit der Planung beim Saisonpersonal starten, vor allem für das Classic-Skigebiet ist das schwierig vorauszusehen. Aber jetzt wollen wir erst mal den Sommer gut hinkriegen!

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