Deutsche Alleenstraße

Die vielen wunderschönen Alleen sind das Markenzeichen einer der beliebtesten deutschen Ferienstraßen - der Deutschen Alleenstraße.

 

Das Reisen unter den schattigen Bäumen ist ein einzigartiges Erlebnis: Die oft scheinbar endlosen Reihen der grünen Riesen vermitteln Geborgenheit, spenden frische Luft und manchmal auch Wegzehrung und ermöglichen immer wieder neue Blickwinkel. Das zarte Grün der Blätter im Frühjahr, die Licht- und Schattenspiele im Sommer, die herbstliche Farbenpracht und ein ganz eigener winterlicher Charme machen das Reisen unter den Bäumen zu jeder Jahreszeit zu einem Ereignis.

Von der Insel Rügen bis zum Bodensee schlängeln sich die Alleen durch insgesamt zehn Bundesländer und durchqueren dabei einige der schönsten Feriengebiete Deutschlands. Die insgesamt knapp 3.000 Kilometer Alleenstraße gewähren den Reisenden einen Einblick in die faszinierende Vielfalt unseres Landes.

Chronik der deutschen Alleenstraße (PDF-Download1,71 MB)

Abschnitt 1: Von Rügen bis Rheinsberg

Alleenstraße auf Rügen
Alleenstraße auf Rügen

Die Deutsche Alleenstraße beginnt in Mecklenburg-Vorpommern. Das Land an der Ostsee mit den tausend Seen und den scheinbar endlosen, schattigen Alleen ist zu einem der beliebtesten Urlaubsziele in Deutschland geworden. Schlösser und Gutshäuser verwandelten sich in Museen und Hotels, eine ganze Reihe von schönen Altstädten wurde originalgetreu restauriert, zahllose feine Sandstrände laden zum Baden und zum Flanieren ein, große Teile der Landschaft sind geschützt und verfügen über eine reiche Tier- und Pflanzenwelt.

Nehmen Sie sich die Zeit, entlang der Alleenstraße den Charme stiller Orte und Landschaften aufzuspüren und entdecken Sie manches bisher unbekannte Kleinod.

Streckenverlauf und Sehenswürdigkeiten (PDF-Download3,16 MB)

Abschnitt 2: Von Rheinsberg bis Dessau/Wittenberg

Landschaft in der Mark Brandenburg
Landschaft in der Mark Brandenburg

Mit dem gedichteten Birnbaum-Denkmal des Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland schenkte Theodor Fontane der Mark Brandenburg ein zutiefst menschliches, liebenswertes Image, eine Brücke von der Vergangenheit bis in unsere Tage. In seinen »Wanderungen durch die Mark Brandenburg« schrieb er auch immer wieder von der Wohltat, durch schattige Alleen zu wandern, unter »prächtigen alten Linden« oder auf einer Straße »deren junge Ebereschen in roter Pracht stehen«.

Die Märker, wie die Menschen hier heißen, empfangen ihre Gäste mit offenen Herzen. Dramatische und prunkvolle Zeugnisse aus der Geschichte existieren neben landschaftlicher Naturidylle. Entdecken Sie im Norden wildromantische Bilder des Barnim und der Schorfheide und genießen Sie die Schönheit in der Fluss-Seenlandschaft der Havel.

Abschnitt 2: Streckenverlauf und Sehenswürdigkeiten (PDF-Download2,32 MB)

Abschnitt 3: Von Dessau bis Duderstadt

Quedlinburg
Quedlinburg - Lebendiges Mittelalter

Zwischen der Saale im Osten und der Leine im Westen erstrecken sich gebirgige Höhen, ausgedehnte Wälder, viele Flüsse und Seen. ln früheren Zeiten stand der Harz als Kernland Sachsens im Mittelpunkt wirtschaftlicher und politischer lnteressen. Die Ottonen und später die Salier sicherten den Harz durch Burgen und bauten Halberstadt und Quedlinburg zu kirchlichen Zentren aus. Heute zählt der Harz neben dem Rheinland zur größten Schatzkammer romanischer Kunst in Deutschland. Bergwerke informieren über die 1.000-jährige Bergbautradition.

Hier gilt es, berauschend schöne und sagenumwobene Wildnis zu entdecken, zu wandern und Ski zu fahren, UNESCO-Welterbestätten zu erforschen, große Geschichte ganz nah zu spüren und entspannte und fröhliche Urlaubstage zu verleben.

Abschnitt 3: Streckenverlauf und Sehenswürdigkeiten (PDF-Download3,92 MB)

Abschnitt 4: Von Wittenberg über Dresden nach Plauen

Moritzburg
Lust- und Prunkschloss Moritzburg

Die Alleenstraße führt fast parallel zur (meist) gelassen dahin fließenden Elbe als den alles dominierenden Puls des Landes tief in das Kulturreiseland Sachsen hinein. Mit Stolz verweist das kulturreiche Land auf seine prächtigen Schlösser, Burgen und Gärten, auf die vielen Städte mit ihren alten Gassen, Domen und Kirchen. ln den Museen Sachsens gibt es zahllose hochkarätige Meisterwerke zu bewundern. Die reiche Musiklandschaft lässt auch den Hörgenuss nicht zu kurz kommen.

lm Südosten strahlt Dresden im neuen Glanz und ist der Besuchermagnet schlechthin. Das Erzgebirge beeindruckt nicht nur mit landschaftlicher Schönheit sondern auch mit altem Traditionshandwerk und mehr als 20 Besucherbergwerken.

Abschnitt 4: Streckenverlauf und Sehenswürdigkeiten (PDF-Download5,63 MB)

Abschnitt 5: Von Duderstadt/Plauen nach Fulda

Aus Osten von Plauen her und aus dem Norden von Duderstadt kommend, vereinigen sich die beiden Zweige der Deutschen Alleenstraße im „grünen Herz Deutschlands“: Thüringen. Aufgrund seiner ausgedehnten, beeindruckenden Waldgebiete trägt Thüringen diesen Beinamen völlig zu Recht. Die Reise auf diesem Abschnitt der Alleenstraße führt aber nicht nur durch wunderschöne Landschaften sondern auch durch mittelalterliche Städtchen, zu geschichtsträchtigen Orten wie die Wartburg und entlang von Naturwundern wie den Feengrotten in Saalfeld.

Wandern Sie ein Stück auf dem Rennsteig, machen Sie einen Abstecher nach Kefferhausen, um die seltene Mehlbeerallee zu bewundern, bummeln Sie durch Rudolstadt, fahren Sie selbst in einem Bob - genießen Sie!

Abschnitt 5: Streckenverlauf und Sehenswürdigkeiten (PDF-Download5,99 MB)

Abschnitt 6: Von Fulda bis Bad Kreuznach

Dieser Abschnitt der Deutschen Alleenstraße besticht durch seine sehr unterschiedliche und abwechslungsreiche Beschaffenheit. Kurz hinter Fulda wartet eine beeindruckende Vulkanlandschaft mit dem buchstäblich herausragenden Vogelsberg auf die Reisenden. Später wechselt das Bild und die Alleen schlängeln sich durch eine weite Ebene mit fruchtbaren Feldern und unzähligen Obstbäumen bis hin zum Rheintal. Zwischendurch sorgen zahlreiche stattliche Burgen immer wieder für Ritterromantik pur. Aber auch auf den Spuren der alten Römer gibt es auf dieser Strecke vieles zu entdecken.

Bei Boppard quert die Straße schließlich den Rhein. Nehmen Sie sich etwas Zeit und bummeln Sie durch das idyllische Tal! Beschaulich geleitet die Alleenstraße dann durch die Weinberge bis Bad Kreuznach.

Abschnitt 6: Streckenverlauf und Sehenswürdigkeiten (PDF-Download6,98 MB)

Abschnitt 7: Von Bad Kreuznach bis Freudenstadt

Mandelblüte
Mandelblüte in der Weinregion

Auf dem Weg von der Oberrheinischen Tiefebene bis in die Höhen des Schwarzwaldes gibt es Natur und Genuss pur. Das überaus freundliche,milde Klima in dieser Gegend sorgt für eine äußerst vielfältige Pflanzenwelt entlang der Alleenstraße. Die grünen Adern führen die Reisenden durch ein wahres Paradies an Weinbergen, gesäumt von zahllosen Mandel-, Kastanien-, Aprikosen- und Feigenbäumen.

Wem angesichts dieser Fülle schwindelig wird, kann den Kreislauf in der Weinregion Rheinhessen mit einem exquisiten Tröpfchen wieder in Schwung bringen und z.B. einen Bummel durch eines der malerischen Städtchen oder einen Abstecher zu den Kaiserdomen nach Worms oder Speyer einschieben.

Abschnitt 7: Streckenverlauf und Sehenswürdigkeiten (PDF-Download4,94 MB)

Abschnitt 8: Von Freudenstadt bis Reichenau

Konstanz am Bodensee
Konstanz am Bodensee - Bilderbuch aus Stein

Von den dunklen Tannenwäldern des Schwarzwaldes über die sanfthügelige Schwäbische Alb bis zur sonnenverwöhnten, fruchtbaren Landschaft am Bodensee: die Deutsche Alleenstraße lädt Sie ein, eine Zeitreise in längst vergangene Epochen zu unternehmen. Der Streckenabschnitt durch Baden-Württemberg bietet vielfältige Möglichkeiten die Steinzeit, das Mittelalter oder den Barock zu erkunden.

Ob in malerischen Städten, glitzernden Tropfsteinhöhlen oder frühgeschichtlichen Pfahlbauten: Die Alleenstraße streift auf ihrem Weg von Freudenstadt bis zur lnsel Reichenau viele herausragende Zeugnisse unserer Geschichte und führt durch ein Land voller Abenteuer!

Abschnitt 8: Streckenverlauf und Sehenswürdigkeiten (PDF-Download4,79 MB)

Abschnitt 9: Von Höxter bis Dortmund

Teutoburger Wald
Externsteine im Teutoburger Wald

ln der Weserlandschaft mit ihren sanften Hügeln und weiten Tälern entwickelte sich im 16. Jahrhundert ein eigener Baustil, der die Bauwerke in der Region prägte: die Weserrenaissance. Etwas schlichter aber ebenso besuchenswert zeigen sich die hübschen Städte im Münsterland. ln grünem Gewand präsentiert sich der Teutoburger Wald und auch das Ruhrgebiet, das in den letzten Jahrzehnten einen drastischen Wandel vom qualmenden Kohlenpott zur pulsierenden Wirtschafts- und Kulturregion vollzogen hat.

Unterwegs verdient die Fürstenallee bei Schlangen lhre besondere Beachtung. Diese historische Allee im Kreis Lippe - sie wurde im 18. Jahrhundert vierreihig als Zufahrt zum Jagdschloss Oesterholz angelegt- kann guten Gewissens als Paradebeispiel einer vorbildlichen Alleesanierung bezeichnet werden.

Abschnitt 9: Streckenverlauf und Sehenswürdigkeiten (PDF-Download4,07 MB)

Abschnitt 10: Von Dortmund bis Königswinter

Der Name weckt womöglich falsche Erwartungen - nämlich gebirgige - wenn man nicht weiß, dass der Namensgeber der Region das Adelsgeschlecht der »Grafen von Berg« war. Das Bergische Land ist seit langem ein beliebtes Ausflugsgebiet für Erholung im Grünen. Die vielfältige Mittelgebirgslandschaft mit Wiesen, Weiden, Mischwäldern und Feldern zwischen sanften Hügeln bietet auch seltenen Tieren eine Heimat. Ein typisches Merkmal der Gegend sind die Fachwerkhäuser: weiß gekalkt mit schwarzem Balkenwerk und grünen Fensterläden.

Die Kulinarischen Spezialitäten des Bergischen Landes machen einen Aufenthalt auch für den Gaumen zum Vergnügen. Unbedingt probieren sollten Sie die Bergische Kaffeetafel mit Herzhaftem und Süßem aus der Region.

Abschnitt 10: Streckenverlauf und Sehenswürdigkeiten (PDF-Download5,26 MB)

Tipp Icon

Sicher unterwegs

Auf Alleenstraßen droht durch schlechte Sichtverhältnisse, engstehende Bäume und Nässe Gefahr. Mit den 10 „Alleen-Geboten“ des ADAC sind Sie auf den Alleenstraßen immer sicher unterwegs.

    • Bleiben Sie unter 80 km/h, wenn die Bäume sehr dicht am Fahrbahnrand stehen!
    • Gehen Sie vor Kurven auf 60 km/h herunter! Unternehmen Sie keine Überholmanöver, wenn Sie dadurch den Bäumen gefährlich nahe kommen!
    • Vermeiden Sie unbedingt, mit den Rädern in die häufig unbefestigten, weichen Bankette zu geraten!
    • Machen Sie keine scharfen Bremsmanöver auf Pflasterstrecken!
    • Nehmen Sie das Gas weg bei Nässe (nach Regen tropft es noch lange vom Laubdach!), bei Laub und an kalten Tagen! Höchste Rutschgefahr!
    • Bilden Sie kein Hindernis für andere, wenn Sie anhalten! Parken Sie in einem Feldweg!
    • Schalten Sie das Licht an, damit man Ihren Wagen erkennt: Belaubte Alleen können dunkel sein! Achten Sie auf Fußgänger und Radfahrer!
    • Achten Sie besonders in der Morgen- und Abenddämmerung auf Tiere! Die Gefahr von Wildunfällen ist in Alleen besonders groß.
    • Lassen Sie sich nachts nicht durch freie Straßen zum Schnellfahren verleiten! Diese Warnung gilt speziell für jüngere Fahrer. Gerade sie sind oft die Opfer nächtlichen Unfällen mit Bäumen.