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ADAC-Reisemagazin Sizilien

Gut gefedert

souvenir_01_95x95.JPGIn Italien sind hervorragende Fahrzeugbauer beheimatet. Fiat und Lancia haben ihren Hauptsitz in Turin, aus Maranello stammen die schnellen roten Sportwagen mit dem Pferd im Firmenlogo, und ein gewisser Ferruccio Lamborghini gründete 1948 in Cento bei Ferrara ein erfolgreiches Unternehmen. Im Norden Italiens regieren glänzendes Chrom und viele PS. Ganz im Süden hingegen setzen die Hersteller auf Holz, zwei Räder und eine bescheidene Pferdestärke, Modell: Carretto Siciliano, sizilianischer Karren. Die Ausstattung besticht durch handbemalte Verzierungen, meist mit Darstellungen aus der sizilianischen Geschichte, sowie reichlich bunte Bommeln, Federn und Glöckchen.

Mehr ist mehr. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts gehörte der Carretto Siciliano zu den beliebtesten und schönsten Fortbewegungsmitteln. Doch dann kamen die vierrädrigen Karren aus dem Norden und verdrängten Stück für Stück den Carretto aus dem Straßenbild. Verschwunden ist er aber nie. Heute pflegen die Sizilianer wieder diese Tradition. Bei der Festa di Sant’Alfio im Dorf Trecastagni in der Provinz Catania rollen jedes Jahr im Mai pompös verzierte Wagen durch die Straßen. Andere lassen sich im Museum Palazzo d’Aumale in Terrasini bewundern. Und wer ein Modell des sizilianischen Ferraris mit nach Hause nehmen möchte, besucht Giovanni Di Gesù in seinem Laden in Palermo. Carretti
in verschiedenen Größen sind hier zum Preis von 4 bis 35 Euro zu bekommen.

www.carrettinisiciliani.com

 

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